{"id":8030,"date":"2005-06-13T00:00:00","date_gmt":"2005-06-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050613-04n"},"modified":"2005-06-13T00:00:00","modified_gmt":"2005-06-12T22:00:00","slug":"brasilianischer-bioethanol-ist-wettbewerbsfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/brasilianischer-bioethanol-ist-wettbewerbsfaehig\/","title":{"rendered":"Brasilianischer Bioethanol ist wettbewerbsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p><b>Biokraftstoffe geh\u00f6ren l\u00e4ngst nicht mehr nur in das Reich versponnener Utopisten. Um wirtschaftlichen Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu erlangen, m\u00fcssen allerdings zwei Faktoren gegeben sein. Erstens bedarf es zum Anschub einer staatlichen F\u00f6rderung, die den Investoren die notwenige Sicherheit gibt. Zweitens m\u00fcssen die Kosten mittelfristig niedrig genug sein, damit der Biokraftstoff mit Mineral\u00f6l konkurrieren kann.<\/b><\/p>\n<p> Beide Vorraussetzungen seien in Brasilien in idealer Weise gegeben, berichtete Russel Mildon, der f\u00fcr die Marktverwaltung zust\u00e4ndige Direktor in der Generaldirektion f\u00fcr Landwirtschaft der EU-Kommission, diese Woche in Br\u00fcssel auf der Jahresversammlung des Europ\u00e4ischen Verbandes der Mischfutterindustrie (FEFAC).<\/p>\n<p>Die brasilianische Regierung habe vor Jahren vorgeschrieben, dem Benzin 25% Bioethanol beizumischen. Daraufhin sei die Entwicklung dann sehr schnell verlaufen. In Europa fehle bisher die Bereitschaft, so entschieden wie in Brasilien vorzugehen, betonte Mildon. Die Energiepflanzenpr\u00e4mie von EUR 45,- pro ha, nationale Steuerbefreiungen und das Ziel von 5,75% Biokraftstoffanteil im Jahr 2010 seien im Vergleich dazu relativ schwache Impulse in der EU. <\/p>\n<p>Mildon sch\u00e4tzt, dass im Jahr 2010 in der EU auf rund 10 Mio. ha Energierohstoffe angebaut werden k\u00f6nnten. Bis 2020 d\u00fcrften es ca. 18 Mio. ha sein, das w\u00e4ren immerhin mehr als 10% der Ackerfl\u00e4che in der EU. &#8220;Um den Anteil von Biokraftstoffen zu erh\u00f6hen, k\u00f6nnen wir selbstverst\u00e4ndlich auch von dort importieren, wo die Ware am billigsten angeboten wird&#8221;, erkl\u00e4rte der Kommissionsmitarbeiter. Deshalb habe man in den Verhandlungen mit dem Mercosur Brasilien eine Einfuhrquote \u00fcber 1 Mio. t Bioethanol angeboten.<\/p>\n<p>Biokraftstoff aus Brasilien sei inzwischen wettbewerbsf\u00e4hig mit Mineral\u00f6l, beteuerte Sergio Trindade seinen ungl\u00e4ubigen Zuh\u00f6rern auf FO Lichts achter Europ\u00e4ischer Zuckerkonferenz in dieser Woche in Br\u00fcssel. Der US-Amerikaner Trindade, der die Brasilianer in Energiefragen betr\u00e4t, gibt zu, dass es ohne den staatlichen Ansto\u00df nicht funktioniert h\u00e4tte. Aber inzwischen k\u00f6nnten die Brasilianer das Bioethanol zu 20 Cent je Liter herstellen, weshalb es bei den augenblicklichen \u00d6lpreisen kein Problem sei, Gewinne zu erzielen. Er sch\u00e4tzt die Jahresproduktion an Bioethanol in Brasilien im Jahr 2010 auf 20,5 Mio. m<sup>3<\/sup>. Bei einem Eigenbedarf von rund 18 Mio. m<sup>3<\/sup> k\u00f6nne Brasilien rund 2 Mio. m<sup>3<\/sup> exportieren, und zwar \u00fcberwiegend nach Europa, sch\u00e4tzt Trindade.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Biokraftstoffe geh&ouml;ren l&auml;ngst nicht mehr nur in das Reich versponnener Utopisten. 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