{"id":7991,"date":"2005-04-20T00:00:00","date_gmt":"2005-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050420-04n"},"modified":"2005-04-20T00:00:00","modified_gmt":"2005-04-19T22:00:00","slug":"biogas-im-lz-haus-duesse-gut-besuchte-vortragstagung-informiert-ueber-trends-und-technik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogas-im-lz-haus-duesse-gut-besuchte-vortragstagung-informiert-ueber-trends-und-technik\/","title":{"rendered":"Biogas im LZ Haus D\u00fcsse: Gut besuchte Vortragstagung informiert \u00fcber Trends und Technik"},"content":{"rendered":"<p><b>Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nummer eins in Deutschland und in der Europ\u00e4ischen Union. Darauf wies Landwirtschaftskammer-Vizepr\u00e4sident Johannes Frizen anl\u00e4sslich der Biogastagung 2005 vor 200 Besuchern hin, die im <a href=\"http:\/\/www.duesse.de\/\" >Landwirtschaftszentrum Haus D\u00fcsse<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.lwk-nrw.de\/\" >Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen<\/a> im Kreis Soest stattfand. Die Landwirtschaftskammer hat die Tagung gemeinsam mit der <a href=\"http:\/\/www.energieland.nrw.de\/\" >Landesinitiative Zukunftsenergien NRW<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.ea-nrw.de\/\" >Energieagentur NRW<\/a>, dem <a href=\"http:\/\/www.fachverband-biogas.de\/\" >Fachverband Biogas<\/a> und dem Zentrum f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe der Landwirtschaftskammer ausgerichtet.<\/b> <\/p>\n<p>40 Prozent des Energieverbrauchs von Deutschland entfallen auf NRW. &#8220;Ein Grund hierf\u00fcr sind die Ballungsr\u00e4ume an Rhein und Ruhr&#8221;, sagte Frizen. W\u00e4hrend in den Zentren der Ausbau der regenerativen Energien schnell an Grenzen sto\u00dfe, sehe das f\u00fcr l\u00e4ndliche R\u00e4ume ganz anders aus. Mittelfristig sehe man in einzelnen Regionen die M\u00f6glichkeit bis zu einem F\u00fcnftel der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zu erhalten. Die gr\u00f6\u00dften Zuw\u00e4chse beim regenerativen Energiemix der Zukunft w\u00fcrden nach dem EU-Wei\u00dfbuch beim Entwicklungsfeld &#8220;Energie aus Biomasse&#8221; gesehen.<\/p>\n<p><b>Bestand an Biogasanlagen verdoppelt<\/b><\/p>\n<p>Vizepr\u00e4sident Frizen: &#8220;Auf der Grundlage dieser Rahmenbedingungen hat sich in NRW in den vergangenen beiden Jahren der Bestand an Biogasanlagen auf mehr als 200 verdoppelt.&#8221; Zu beobachten sei ein Trend in Richtung gr\u00f6\u00dferer Anlagen bis 500 Kilowatt Leistung. Insbesondere in veredlungsstarken Regionen Westfalens k\u00f6nne der Ausbau von Biogasanlagen zum Problem werden, denn eine Biogasanlage k\u00f6nne zur &#8220;N\u00e4hrstoffsammelmaschine&#8221; werden und so zus\u00e4tzlich die regionalen N\u00e4hrstoffbilanzen belasten. Au\u00dferdem mache eine Biogasanlage Arbeit und stelle hohe Anforderungen an den Betriebsleiter. Die Fachleute rechnen mit Arbeitszeiten von 1,5 bis 2 Stunden pro Tag, f\u00fcr den Betrieb der Anlage.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen leiste mit ihrem Fachreferat und dem Zentrum f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe NRW ihren Beitrag dazu, dass \u00fcber Information und Beratung der Ausbau der Biogastechnik zum Wohle der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen geschehe, sagte Vizepr\u00e4sident Frizen. 140 Bauinteressierte und 25 Anlagengebtreiber h\u00e4tten sich im vergangenen halben Jahr im Rahmen von Betreiberschulungen zu Biogas durch die Landwirtschaftskammer fortgebildet. Einen wertvollen Beitrag f\u00fcr Demonstrations- und Versuchszwecke lieferten des Weiteren die Biogasanlagen im Gartenbauzentrum Straelen und in den Landwirtschaftszentren Haus Riswick und Haus D\u00fcsse mit ihrer Versuchsarbeit. <\/p>\n<p><b>Biogasanlagen in Ackerbaustandorte<\/b><\/p>\n<p>Die Karte mit den Biogasanlagen in NRW weise noch ein uneinheitliches Bild auf. Von den etwa 220 fertigen und geplanten Anlagen stehen etwa 50 Prozent im M\u00fcnsterland. Zahlreiche Anlagen w\u00fcrden auch in Ostwestfalen-Lippe geplant und errichtet, wohingegen das Rheinland noch eher unterrepr\u00e4sentiert sei. Es w\u00e4re jetzt sinnvoll, dass Biogasanlagen in Ackerbaustandorten geplant werden, um dort die N\u00e4hrstoffe aus diesen Anlagen auszubringen.<\/p>\n<p>Der Saal hier ist voll und gleiches gilt auch f\u00fcr die Auftragsb\u00fccher der Biogas-Anlagenbauer&#8221;, sagte Staatssekret\u00e4r Dr. Thomas Griese aus dem Landwirtschafts- und Umweltministerium in D\u00fcsseldorf. In der Branche gehe zur Zeit die Post ab: &#8220;Biogas boomt, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern im ganzen Bundesgebiet.&#8221; Der Fachverband Biogas gehe davon, dass sich die Zahl der Anlagen bundesweit bis zum Jahresende auf 4.000 erh\u00f6hen werde. Glaube man dem Investitionsbarometer des Deutschen Bauernverbandes, w\u00fcrden in diesem Jahr ungef\u00e4hr zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe mit mehr als 30 Hektar \u2013 das w\u00e4ren etwa 2.800 Betriebe \u2013 eine Biogasanlage bauen.<\/p>\n<p><b>Feste Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr regenerative Energieversorgung<\/b><\/p>\n<p>Der technische Stand der Biogasanlagen und ihre Leistungsf\u00e4higkeit habe sich in wenigen Jahren deutlich erh\u00f6ht. &#8220;Man kann also mit Fug und Rechts behaupten&#8221;, res\u00fcmierte der Staatssekret\u00e4r, &#8220;Biogas ist zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die regenerative Energieversorgung in Deutschland geworden.&#8221; Es sei Ziel der Landesregierung, den Ausbau der Biogasanlagen \u2013 auch im Rheinland \u2013 in den n\u00e4chsten Jahren voranzutreiben. Es gebe Nutzungsm\u00f6glichkeiten, die bisher in der Praxis noch wenig verbreitet seien und f\u00fcr die Zukunft interessante Perspektiven b\u00f6ten. Das seien beispielsweise die M\u00f6glichkeit der Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz und eine abgesetzte Nutzung von &#8220;gr\u00fcnem Gas&#8221; in Kraft-W\u00e4rme-Kopplung. Mittel- bis langfristig sei ebenso denkbar, dass Biogas Erdgas als Treibstoff f\u00fcr Fahrzeuge ersetze und damit neben Strom und W\u00e4rme k\u00fcnftig auch Treibstoffe in Biogasanlagen produziere. &#8220;Wir haben erhebliche Potenziale f\u00fcr den Ausbau von Biogasanlagen und diese Chance sollten wir in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Umfang nutzen&#8221;, sagte Dr. Griese.<\/p>\n<p>Die Biogastagung im Landwirtschaftszentrum Haus D\u00fcsse befasste sich mit der Strom- und W\u00e4rmeerzeugung aus Biogas. So referierte Dr. Stephan Kabasci vom Institut <a href=\"http:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer-Umsicht<\/a> in Oberhausen \u00fcber <b>&#8220;Innovative Techniken bei Biogasanlagen&#8221;<\/b>, die im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2004 m\u00f6glich sind. Den <b>&#8220;Einfluss der Faulraumbelastung auf die Gasausbeute von G\u00fclle und nachwachsenden Rohstoffen&#8221;<\/b> untersuchte Dr. Bernd Linke. Dr. Linke arbeitet am <a href=\"http:\/\/www.atb-potsdam.de\/\" >Institut f\u00fcr Agrartechnik Bornim<\/a> in Potsdam und betreut ein Forschungsprojekt, das von der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe<\/a> gef\u00f6rdert wird. Georg D\u00f6ring von <a href=\"http:\/\/www.claas.com\/\" >Claas<\/a> in Harsewinkel stellte ein neues Claas-Direktschneidwerk unter dem Thema <b>&#8220;Vielseitige Erntetechnik f\u00fcr nachwachsende Rohstoffe&#8221;<\/b> vor.<\/p>\n<p>Die <b>&#8220;Erzeugung von Biomasse vom Gr\u00fcndland und vom Acker&#8221;<\/b> untersucht der <a href=\"http:\/\/www.fh-swf.de\/fb\/agrar\/\" >Fachbereich Agrarwirtschaft<\/a> der Fachhochschule S\u00fcdwestfalen in Soest. Die neuesten Ergebnisse referierte Dr. Franz-Ferdinand Gr\u00f6blinghoff von der Fachhochschule. Dr. Karsten Block vom Landwirtschaftszentrum Haus D\u00fcsse informierte die Teilnehmer \u00fcber Direkteinspeisung als <b>&#8220;L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr Nachwachsende-Rohstoff-Anlagen&#8221;<\/b>. Den <b>&#8220;Energieverbrauch in Biogasanlagen&#8221;<\/b> stellte Simone Besgen aus B\u00fchl vor. Sie nutzte Projektergebnisse von Biogasanlagen aus dem Rheinland, um unter anderem darauf hinzuweisen, dass ein Fermenter f\u00fcr den Prozess der Verg\u00e4rung nicht \u2013 wie bisher angenommen \u2013 50 Prozent W\u00e4rme ben\u00f6tigt, sondern lediglich 20 Prozent. Arne Dahlhoff vom Landwirtschaftszentrum Haus D\u00fcsse stellte das Projekt <b>&#8220;Betriebsoptimierung und St\u00f6rfallanalyse f\u00fcr Biogasanlagen&#8221;<\/b> vor. Abschlie\u00dfend kamen zwei Praktiker zu Wort: Andreas Rugen berichtete \u00fcber Erfahrungen aus seinem Biogasbetrieb Breddorf: <b>&#8220;Betrieb einer Anlage, die ausschlie\u00dflich mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird&#8221;<\/b>.<b> &#8220;Erste Erfahrungen mit der Trockenfermentation&#8221;<\/b> zeigte Johannes Thei\u00dfen aus Schwalmtal auf. Nach Abschluss der Biogastagung besichtigten die Teilnehmer die Biogasanlage von Haus D\u00fcsse und lie\u00dfen sich ihre Wirkungsweise erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Unter <a href=\"http:\/\/www.duesse.de\/\" >www.duesse.de<\/a> werden die Vortr\u00e4ge in K\u00fcrze als pdf bereit stehen.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nrw-fuehrend-in-energieerzeugung-aus-biomasse\/\" >2005-04-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nummer eins in Deutschland und in der Europ&auml;ischen Union. 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