{"id":7987,"date":"2005-04-21T00:00:00","date_gmt":"2005-04-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050421-08n"},"modified":"2005-04-21T00:00:00","modified_gmt":"2005-04-20T22:00:00","slug":"dbv-urwaldschutzgesetz-falscher-ansatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/dbv-urwaldschutzgesetz-falscher-ansatz\/","title":{"rendered":"DBV: Urwaldschutzgesetz falscher Ansatz"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<b>Der <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Deutsche Bauernverband (DBV)<\/a> spricht sich gegen die Zerst\u00f6rung der Prim\u00e4rw\u00e4lder auf der Erde aus. Der von Bundesminister J\u00fcrgen Trittin vorgelegte Gesetzentwurf zum Urwaldschutz ist jedoch nicht geeignet, einen effektiven Schutz gegen illegalen Holzeinschlag zu bewirken. Es sei zwar zu unterst\u00fctzen, Besitz, Erwerb und Verkauf von illegal geschlagenem Holz oder Holzprodukten zu verbieten. Dies jedoch anhand von Herkunftsnachweisen und Zertifikaten im nationalen Alleingang durchzusetzen, w\u00e4re weder praktikabel noch kontrollierbar. Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf w\u00fcrde der Bau- und Werkstoff Holz in Misskredit gebracht und massiv in die Eigentumsrechte der Waldbesitzer eingegriffen werden. Daher fordert der DBV das Bundesumweltministerium auf, den Gesetzentwurf grundlegend zu \u00fcberarbeiten und gemeinsam mit den europ\u00e4ischen Partnern \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/index-000AC5A1B995104DB2F16521C0A8D816.html\" >EU-Aktionsplan FLEGT<\/a> und freiwillige Selbstverpflichtungen eine wirkungsvolle Vermeidung von illegalen Holzeinschl\u00e4gen weltweit zu erreichen.<\/b><\/p>\n<p>Der DBV weist darauf hin, dass der einzige Effekt dieses nationalen B\u00fcrokratieaufbaus eine Verunsicherung der Verbraucher beim Holzkauf w\u00e4re. Mit diesem Gesetzentwurf w\u00fcrde die Verwendung des Rohstoffes Holz in den Augen der \u00d6ffentlichkeit unter den Pauschalverdacht der potentiellen Urwaldzerst\u00f6rung gestellt. Der Wirtschaftszweig Forst- und Holzwirtschaft mit rund einer Million Arbeitspl\u00e4tzen und 100 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr w\u00fcrde damit diskriminiert und kriminalisiert. Der Gesetzentwurf laufe dem Ziel der mit der Bundesregierung gemeinsam erarbeiteten &#8220;<a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/index-0007A716D0B7113285016521C0A8D816.html\" >Charta f\u00fcr Holz<\/a>&#8221; entgegen, den Holzabsatz und die Holzverwendung in Deutschland in den kommenden 10 Jahren um 20 Prozent zu erh\u00f6hen. Im Gesetz m\u00fcsse daher unmissverst\u00e4ndlich deutlich gemacht werden, dass f\u00fcr in Deutschland geschlagenes Holz solche Nachweise nicht notwendig sind.<\/p>\n<p>Entschieden sprach sich der DBV dagegen aus, \u00fcber Jahrhunderte vom Menschen bewirtschaftete W\u00e4lder in Deutschland im Gesetzentwurf als Urw\u00e4lder zu bezeichnen. Der DBV weist darauf hin, dass die W\u00e4lder in Deutschland als wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft Ergebnis menschlicher Aktivit\u00e4ten sind, auch wenn diese sehr naturnah sind und eine hohe biologische Vielfalt aufweisen. Insofern bedarf es dringend einer Klarstellung im Gesetz, dass die W\u00e4lder in Deutschland nicht der im Gesetz genannten Definition der Urw\u00e4lder unterliegen.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/trittin-stellt-urwaldschutzgesetz-vor\/\" >2005-04-19<\/a>.) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<b>Der Deutsche Bauernverband (DBV) spricht sich gegen die Zerst&ouml;rung der Prim&auml;rw&auml;lder auf der Erde aus. 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