{"id":79841,"date":"2020-10-14T07:32:59","date_gmt":"2020-10-14T05:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=79841"},"modified":"2020-10-09T12:43:43","modified_gmt":"2020-10-09T10:43:43","slug":"kunststoffabfaelle-als-wertvolle-ressource-suedpack-investiert-in-gemeinsames-projekt-mit-recenso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kunststoffabfaelle-als-wertvolle-ressource-suedpack-investiert-in-gemeinsames-projekt-mit-recenso\/","title":{"rendered":"Kunststoffabf\u00e4lle als wertvolle Ressource \u2013 S\u00dcDPACK investiert in gemeinsames Projekt mit RECENSO"},"content":{"rendered":"<p><strong>S\u00dcDPACK setzt sich f\u00fcr die Etablierung des chemischen Recyclings als erg\u00e4nzende Technologie zum mechanischen Recycling ein, das sich bisher nicht f\u00fcr die Verarbeitung komplexer Verbundfolien der Verpackungsindustrie eignet. Die Kooperation mit RECENSO, einem Spezialisten f\u00fcr die Realisierung von Systemen zur Rohstoffr\u00fcckgewinnung, ist nun ein erster wegweisender Schritt des f\u00fchrenden Folien-Herstellers in Richtung einer effizienten Kreislaufwirtschaft im Markt.<\/strong><\/p>\n<p>Maximaler Produkt- und somit Verbraucherschutz macht im Bereich der Lebensmittelverpackungen den Einsatz von Verbundfolien unverzichtbar. Diese bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Polymeren und gew\u00e4hrleisten u.a. lange Haltbarkeit und niedriges Verpackungsgewicht. Leider st\u00f6\u00dft das etablierte mechanische Recycling bei diesen Materialien an seine Grenzen. Die wertvolle Verpackung kann daher nicht einem geschlossenen Kreislauf zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Ingenieure der RECENSO haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich auch gemischte Kunststofffraktionen in fl\u00fcssige und universell verwendbare Kohlenwasserstoffgemische umwandeln lassen, die dann der Chemischen Industrie wieder als Rohstoff zur Herstellung h\u00f6chstwertiger Kunststoffe zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Die innovativen Anlagen zur Direktver\u00f6lung arbeiten nach dem CARBOLIQ-Verfahren und sind weltweit einzigartig. Eine Pilotanalage im industriellen Ma\u00dfstab wurde am Standort des Entsorgungszentrums Ennigerloh realisiert.<\/p>\n<p>\u201eDie Ausf\u00fchrung entspricht den internationalen Standards f\u00fcr verfahrenstechnische Anlagen und dient der Erprobung und Weiterentwicklung des chemischen Recyclings in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rt Christian Haupts, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der in Remscheid ans\u00e4ssigen RECENSO GmbH.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngst besiegelte Kooperation der beiden Technologief\u00fchrer S\u00dcDPACK und RECENSO verfolgt nun das Ziel, in industriellem Ma\u00dfstab produktionsbedingte Wertstoffe in hochwertiges Pyrolyse-\u00d6l umzuwandeln. Das produzierte Pyrolyse-\u00d6l wird der Kunststoffindustrie als Rohstoff f\u00fcr die Herstellung hochwertiger Granulate in Neuware-Qualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung gestellt. Ziel ist es, dieses f\u00fcr die Herstellung von Produktverpackungen in Branchen mit hohen Qualit\u00e4ts- und Hygieneanforderungen wie der Lebensmittel- und Medizing\u00fcterindustrie einzusetzen werden.<\/p>\n<p>Dirk Hardow, der seitens S\u00dcDPACK f\u00fcr die Kooperation verantwortlich zeichnet, bewertet die Investition in das innovative Projekt \u201eals ersten wegweisenden Schritt, um als Hersteller hoch-performanter Verbundmaterialien ma\u00dfgeblich zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffverpackungsindustrie beizutragen.\u00a0 Denn das chemische Recycling erm\u00f6glicht es, die anspruchsvollen Recyclingquoten der EU-Kunststoffstrategie und des Deutschen Verpackungsgesetzes zu erf\u00fcllen \u2013 und somit unsere Kunden bei der Erf\u00fcllung der aktuellen wie k\u00fcnftigen Marktanforderungen zu unterst\u00fctzen. S\u00dcDPACK nimmt hier eine Vorreiterrolle ein und wird auch in Zukunft diese Innovation durch Investitionen weiter vorantreiben.\u201c<\/p>\n<p>Kunststoffprodukte aus chemisch recyceltem Material lassen sich nach dem Gebrauch erneut recyceln. Je \u00f6fter also chemisches Recycling (mit bereits chemisch recyceltem Material) betrieben wird, umso mehr CO2 wird eingespart, das sonst bei der Raffination von Erd\u00f6l als Ressource und der Verbrennung der Kunststoffe nach dem Gebrauch entsteht.\u00a0 Nicht zuletzt dadurch leistet das Chemische Recycling Beitr\u00e4ge insbesondere in der Verpackungsindustrie zum Schlie\u00dfen von Kreisl\u00e4ufen und zur Reduzierung von Treibhausgasen.<\/p>\n<p>Dirk Hardow ist \u00fcberzeugt, dass sich \u201edie Technologie auch in der Verpa-ckungsindustrie durchsetzt.\u201c Christian Haupts zeigt sich hocherfreut \u00fcber das Engagement des neuen Kooperationspartners: \u201eIch bin wirklich stolz, in S\u00dcDPACK einen Partner gefunden zu haben, der sich vehement f\u00fcr das chemische Recycling als sinnvollen, zus\u00e4tzlichen Baustein f\u00fcr ein nachhaltiges Abfallmanagement und eine nachhaltige, zirkul\u00e4re Kreislaufwirtschaft einsetzt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00dcDPACK setzt sich f\u00fcr die Etablierung des chemischen Recyclings als erg\u00e4nzende Technologie zum mechanischen Recycling ein, das sich bisher nicht f\u00fcr die Verarbeitung komplexer Verbundfolien der Verpackungsindustrie eignet. 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