{"id":7969,"date":"2005-04-28T00:00:00","date_gmt":"2005-04-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050428-04n"},"modified":"2005-04-28T00:00:00","modified_gmt":"2005-04-27T22:00:00","slug":"stilles-wasser-in-kompostierbaren-flaschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/stilles-wasser-in-kompostierbaren-flaschen\/","title":{"rendered":"Stilles Wasser in kompostierbaren Flaschen"},"content":{"rendered":"<p><b>In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt der <a href=\"http:\/\/www.sig.biz\/\" >SIG Corpoplast GmbH &#038; Co. KG<\/a>, Hamburg, <a href=\"http:\/\/www.husky.ca\/\" >Husky Injection Molding Systems LTd<\/a>, Bolton\/Kanada und <a href=\"http:\/\/www.natureworksllc.com\/corporate\/nw_pack_home.asp\" >Nature Works LLC.<\/a>, Minnetonka\/USA, wurden k\u00fcrzlich f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.biotaspringwater.com\/\" >Biota Brands of America Inc.<\/a>, Telluride, diverse Flaschengr\u00f6\u00dfen aus Polylactid (PLA) weiter entwickelt.<\/b> <\/p>\n<p>Drei Vorformlingsgr\u00f6\u00dfen f\u00fcr 12 oz (500 ml) 20 oz und 1,0 l Flaschen wurden so optimiert, dass alle Verpackungsanforderungen des Abf\u00fcllers eingehalten werden konnten.<\/p>\n<p>Das im Bundesstaat Colorado abgef\u00fcllte Quellwasser aus einer der h\u00f6chsten Quellen der Welt wird in Flaschen aus dem auf Basis von Mais produzierten kompostierbaren Kunststoff (PLA) vertrieben.<\/p>\n<p> Nature Works LLC entwickelte das kompostierbare Material, das f\u00fcr halbstarre Verpackungen eingesetzt werden kann, mit dem Ziel der Reduktion von Verpackungsabf\u00e4llen. Der Rohstoff Polymilchs\u00e4ure oder Polylactid kann aus Mais oder anderen st\u00e4rkehaltigen Pflanzen hergestellt werden und weist eine gute Transparenz sowie eine mit PP vergleichbare Sauerstoffsperre auf.<\/p>\n<p> F\u00fcr die Herstellung von PLA wird die Pflanzenst\u00e4rke in seine diversen Zuckerbestandteile zerlegt. Aus dem Kohlenstoff und anderen in diesen nat\u00fcrlichen Zuckern enthaltenen Elementen wird anschlie\u00dfend durch einen Fermentierungs-, Trennungs- und Polymerisationsprozess der Kunststoff gewonnen.<\/p>\n<p>Nach SIG Corpoplast haben kompostierbare und biologisch abbaubare Verpackungen eine gl\u00e4nzende Zukunft vor sich. Das gewaltige Wachstums von Einwegverpackungen verlangt zunehmend umweltbewusste L\u00f6sungen seitens der Hersteller und Verpackern von Lebensmittelprodukten.<\/p>\n<p> Flaschen aus PLA gelten als gewerblich kompostierbar, d.h., dass sie sich innerhalb von 75-80 Tagen zersetzen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, n\u00e4mlich W\u00e4rme (50-60\u00b0C), Mikroorganismen und Feuchtigkeit. Unter diesen Bedingungen sollen die Flaschen in Wasser, Kohlendioxid und organische Substanzen zerfallen. Dies trifft auf private Kompostierung allerdings nicht zu. <\/p>\n<p>Biologisch abbaubar ist PLA indes nicht, denn dies w\u00fcrde einen Zersetzungsvorgang unabh\u00e4ngig von jeglichen Vorgaben voraussetzen. (Eine herk\u00f6mmliche PET-Flasche w\u00fcrde Sch\u00e4tzungen zufolge \u00fcbrigens mindestens 1.000 Jahre brauchen, um sich zu zersetzen.)<\/p>\n<p><b>Herstellungstechnologie macht \u00d6konomie<\/b><\/p>\n<p>Nach Analysen des Freiblasverhaltens, der Untersuchung des Materialverhaltens in der Form und die Anpassung von Prozessparametern k\u00f6nnen PLA-Beh\u00e4lter auf herk\u00f6mmlichen Streckblasmaschinen fast mit normaler Produktionsgeschwindigkeit geblasen werden, so der Hamburger Blas-maschinenbauer. Gerade die Linear\u00f6fen der Blomax Serie III Maschinen erm\u00f6glichen ein pr\u00e4zises und kontrolliertes Erw\u00e4rmen des Vorformlings, wodurch die f\u00fcr das Aufblasen erforderliche gleichm\u00e4\u00dfige W\u00e4rmeverteilung sicher gestellt ist.<\/p>\n<p> Das im Vergleich zu PET abweichende Streckverhalten von PLA kompensiert die mechanische Streckbewegung, die bei der Blasmaschine in das Blasrad integriert ist. Sie sorgt f\u00fcr eine gleichm\u00e4\u00dfige Materialverteilung und garantiert die vorgesehene Wanddicke der fertig geblasenen Flasche.<\/p>\n<p> &#8220;Als wir die Entwicklung mit Nature Works PLA begannen, war es erheblich teurer als PET, aber das trifft inzwischen nicht mehr zu&#8221;, wei\u00df David Zutler, CEO von Biota. &#8220;Derzeit liegen die Preise sehr eng beieinander, und soweit ich geh\u00f6rt habe, sollen die Preise f\u00fcr PET im kommenden Jahr anziehen.&#8221;<\/p>\n<p> Durch das relativ schlechte Kriechverhalten des Materials sei seine Anwendung noch auf Flaschen f\u00fcr stille Getr\u00e4nke beschr\u00e4nkt. Auch die Barriereigenschaften, die mit PP vergleichbar sind, seien nicht f\u00fcr jedes Getr\u00e4nk ausreichend. &#8220;Wir untersuchen derzeit bereits, ob unsere Plasmax-Beschichtungstechnik auch f\u00fcr die alternativen Materialien zu nutzen ist, um das Barriereverhalten zu verbessern und den neuartigen Werkstoffen ein breiteres Anwendungsspektrum zu erschlie\u00dfen&#8221;, so SIG Corpoplast.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biodegradable-plastic-the-genius-in-a-bottle\/\" >2004-10-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt der SIG Corpoplast GmbH &amp; Co. 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