{"id":7936,"date":"2005-05-11T00:00:00","date_gmt":"2005-05-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050511-02n"},"modified":"2005-05-11T00:00:00","modified_gmt":"2005-05-10T22:00:00","slug":"biokraftstoffe-im-deutschen-pavillon-auf-der-bundesgartenschau-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokraftstoffe-im-deutschen-pavillon-auf-der-bundesgartenschau-2005\/","title":{"rendered":"Biokraftstoffe im Deutschen Pavillon auf der Bundesgartenschau 2005"},"content":{"rendered":"<p><b>Nahezu der gesamte Kraftverkehrssektor ist weltweit vom Erd\u00f6l abh\u00e4ngig. Aufgrund der einsetzenden Verknappung und Verteuerung dieser Ressource ist die Suche nach Alternativen im Mobilit\u00e4tsbereich besonders dringend,\u00a0zumal hier bislang weniger Optionen bekannt sind als f\u00fcr die Strom- und W\u00e4rmeproduktion. Die einzige kurzfristig umsetzbare M\u00f6glichkeit stellen Biokraftstoffe dar, die aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden und somit auch gro\u00dfe Chancen f\u00fcr die einheimische Landwirtschaft bergen. Auf der Bundesgartenschau 2005 (BUGA) stehen die Biokraftstoffe deshalb im Mittelpunkt des Gartens der nachwachsenden Rohstoffe im Deutschen Pavillon. Er steht unter dem Motto &#8220;<a href=\"http:\/\/www.biovision2005.de\/\" >Biovision &#8211; Zukunft mit Pflanzen<\/a>&#8221; und ist der BUGA-Beitrag des <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministeriums f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMVEL)<\/a>.<\/b><\/p>\n<p>Reines Pflanzen\u00f6l, Biodiesel aus Raps\u00f6l und Ethanol aus Getreide oder R\u00fcben &#8211; das sind die drei in Deutschland bereits bekannten und am Markt eingef\u00fchrten Biokraftstoffe. Noch im Entwicklungsstadium befinden sich hingegen Methan aus Biogas, das in Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden kann und die synthetischen Biokraftstoffe, auch Biomass-to-Liquid-(BTL)-Kraftstoffe genannt. F\u00fcr diese kann nicht nur eine besonders breite Rohstoff-Palette von der Energiepflanze bis zum Restholz genutzt werden, es sind zudem auch s\u00e4mtliche Bestandteile der Pflanzen verwertbar. Deshalb verbinden sich mit BTL-Kraftstoffen besonders gro\u00dfe Hoffnungen, im Jahr 2020 sollen sie den gr\u00f6\u00dften Anteil von allen Biokraftstoffen stellen.<\/p>\n<p>Bislang ist Biodiesel der in Deutschland am st\u00e4rksten verbreitete Biokraftstoff. Im letzten Jahr betrug sein Anteil am Kraftstoffverbrauch hierzulande bereits rund zwei Prozent. Seit Beginn 2004 mischen die gro\u00dfen Mineral\u00f6lkonzerne au\u00dferdem bis zu f\u00fcnf Prozent des Raps\u00f6l-Kraftstoffs herk\u00f6mmlichem Diesel bei. Bioethanol, f\u00fcr das bereits die ersten Anlagen in Betrieb gegangen sind, wird Otto-Kraftstoffen in Form des Additives ETBE (ein Ethanol-Derivat als Oktanzahl-Verbesserer) zugesetzt. Au\u00dferdem sollen in K\u00fcrze so genannte Flexible Fuel Fahrzeuge (FFV) in Flottenversuchen erprobt werden, die in der Lage sind, mit Ottokraftstoff und Ethanol in Mischungen mit bis zu 85 Prozent Ethanol zu fahren. Diese von deutschen Unternehmen entwickelte innovative Technologie wird bereits mit Erfolg in Brasilien, USA und Schweden eingesetzt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind allen Biokraftstoffen die folgenden Vorteile gemein: Sie ersetzen Anteile des knapper werdenden Erd\u00f6ls und dienen dem Klimaschutz, da sie sich bei der Verbrennung weitgehend CO<sub>2<\/sub>-neutral verhalten. Ihre Nutzung erfordert zudem weniger aufw\u00e4ndige Anpassungen der Infrastruktur als Wasserstoff; auch die bestehende Motortechnik kann weitestgehend beibehalten werden, eine Ausnahme stellt nur das gasf\u00f6rmige Methan dar. Werden Biokraftstoffe herk\u00f6mmlichen Kraftstoffen beigemischt, entfallen entsprechende Neu-Investitionen sogar g\u00e4nzlich. Schlie\u00dflich mangelt es an Alternativen &#8211; es gibt keinen anderen klimaschonenden Energietr\u00e4ger, der kurzfristig und in \u00e4hnlicher Menge f\u00fcr den Verkehrsbereich zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Projekttr\u00e4ger des BMVEL, sch\u00e4tzt, dass die verschiedenen Biokraftstoffe bei insgesamt sinkendem Verbrauch im Jahr 2020 theoretisch bis zu 25 Prozent des Gesamtverbrauchs stellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Im Garten der nachwachsenden Rohstoffe im Deutschen Pavillon &#8220;Biovision&#8221; werden die unterschiedlichen Biokraftstoffe und deren Herstellung anhand verschiedener Exponate veranschaulicht.\u00a0So k\u00f6nnen die Besucher zum Beispiel eine Destille f\u00fcr Bioethanol betrachten oder sehen,\u00a0aus welcher Menge Holzhackschnitzel ein Liter BTL-Kraftstoff gewonnen werden kann. An den beiden H\u00f6rstationen erkl\u00e4ren Kinder das Verh\u00e4ltnis von Produktionseinsatz und Leistung der gr\u00fcnen Energietr\u00e4ger. Und\u00a0in den Biovision-G\u00e4rten im Freiland k\u00f6nnen die BUGA-G\u00e4ste die Energiepflanzen dann auch gleich wachsen sehen.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050511-02\/RZ_Biokraftstoff_RGB.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/><a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a><br \/>V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>Hofplatz 1<br \/>18276 G\u00fclzow<br \/>Tel.: 03843\/69 30-0 <br \/>Fax: 03843\/69 30-102<br \/>e-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung voom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erffnung-biovision-der-deutsche-pavillon-auf-der-buga\/\" >2005-04-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Nahezu der gesamte Kraftverkehrssektor ist weltweit vom Erd&ouml;l abh&auml;ngig. 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