{"id":7902,"date":"2005-03-04T00:00:00","date_gmt":"2005-03-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050304-09n"},"modified":"2005-03-04T00:00:00","modified_gmt":"2005-03-03T22:00:00","slug":"staerkefabriken-hatten-laenger-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/staerkefabriken-hatten-laenger-zu-tun\/","title":{"rendered":"St\u00e4rkefabriken hatten l\u00e4nger zu tun"},"content":{"rendered":"<p><b>L P D &#8211; Mit der Rekord-Kartoffelernte des vergangenen Jahres hatten die drei nieders\u00e4chsischen St\u00e4rkefabriken mehr zu tun als sonst. Erst vor wenigen Tagen und somit zehn Tage sp\u00e4ter als im Durchschnitt konnte die Emslandst\u00e4rke mit ihren Werken in Emlichheim und Wietzendorf die Kampagne 2004 beenden, und die St\u00e4rkefabrik der AVEBE in L\u00fcchow hat sogar noch fast bis Mitte des Monats zu tun.<\/b> <\/p>\n<p>Die Kampagne 2003 musste dagegen wegen der kleinen Ernte bereits im Dezember abgeschlossen werden. Erstmals nach zwei Jahren, in denen wegen kleinerer Ernten die St\u00e4rkequoten nicht ausgesch\u00f6pft werden konnten, haben die drei nieders\u00e4chsischen St\u00e4rkefabriken ihr Soll jetzt wieder \u00fcbererf\u00fcllt. Wegen der gro\u00dfen Erntemenge wurde sogar der zul\u00e4ssige Vorgriff von f\u00fcnf Prozent der kommenden St\u00e4rkeproduktion in Anspruch genommen. Als Konsequenz werden die St\u00e4rkefabriken f\u00fcr die demn\u00e4chst beginnende Anbausaison den Bauern weniger Vertr\u00e4ge f\u00fcr St\u00e4rkekartoffeln anbieten; der Anbau muss deshalb leicht eingeschr\u00e4nkt werden. <\/p>\n<p>Sehr zufrieden sind die St\u00e4rkefabriken mit der Qualit\u00e4t der angelieferten Kartoffeln, die sich nicht nur durch hohe Ertr\u00e4ge, sondern auch durch gute St\u00e4rkegehalte auszeichneten. Bei der Emslandst\u00e4rke lagen die Gehalte auf der H\u00f6he des Durchschnitts der vergangenen drei Jahre und etwas unter dem Niveau von 2003, in L\u00fcchow wurden mit 18,8 Prozent sogar leicht h\u00f6here Werte als 2003 festgestellt. Auch mit der Haltbarkeit bis zum Ende der Kampagne gab es keine Probleme. <\/p>\n<p>Insgesamt wurden in der jetzt abgeschlossenen Kampagne bei der Emslandst\u00e4rke gut 1,7 Millionen Tonnen (t) Kartoffeln zu 367.000 t St\u00e4rke verarbeitet. Bei der AVEBE waren es im Werk L\u00fcchow ungef\u00e4hr 510.000 t Kartoffeln, die etwa 107.000 t St\u00e4rke ergaben. Mit einem Anteil von mehr als zwei Dritteln am gesamten deutschen St\u00e4rkekontingent von 700.000 t ist Niedersachsen auch weiterhin der bedeutendste Erzeuger von Kartoffelst\u00e4rke in Deutschland. Von insgesamt 127.000 ha Kartoffelanbaufl\u00e4che im vergangenen Jahr entfielen lediglich 38.000 ha auf Speisekartoffeln, den gr\u00f6\u00dften Anteil stellten mit 89.000 ha die Industriekartoffeln, zu denen neben den St\u00e4rkekartoffeln allerdings auch Kartoffeln f\u00fcr die Pommes-frites- und Chipherstellung z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Auf die Erl\u00f6se der Bauern hat sich die gro\u00dfe Erntemenge bei St\u00e4rkekartoffeln nicht ausgewirkt, letztmalig erhielten sie mit dem von der EU festgesetzten Erzeuger-Mindestpreis im Gegensatz zu Speisekartoffel-Erzeugern einen sicheren Auszahlungspreis. F\u00fcr die n\u00e4chste Kampagne m\u00fcssen sie allerdings unter den neuen Rahmenbedingungen der Entkoppelung produzieren. <\/p>\n<p>Aufgrund der besonderen Bedingungen im St\u00e4rkekartoffelanbau bleiben die Erzeugerpreise jedoch zu 60 Prozent gekoppelt. Die St\u00e4rkefabriken hoffen, dass damit der Anbau nicht drastisch eingeschr\u00e4nkt wird und auch in Zukunft ihre Rohstoffbasis gesichert bleibt. Daf\u00fcr spricht auch, dass sich die Bauern in der Regel mit umfangreichen Investitionen langfristig auf den St\u00e4rkekartoffelanbau festgelegt haben.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/staerkeerzeugung-aus-uebermengen\/\" >2005-03-02<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>L P D &#8211; Mit der Rekord-Kartoffelernte des vergangenen Jahres hatten die drei nieders&auml;chsischen St&auml;rkefabriken mehr zu tun als sonst. 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