{"id":78806,"date":"2020-09-18T07:26:03","date_gmt":"2020-09-18T05:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=78806"},"modified":"2020-09-16T14:58:06","modified_gmt":"2020-09-16T12:58:06","slug":"biologisch-abbaubares-verbundmaterial-fortschritt-aus-mitteleuropa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biologisch-abbaubares-verbundmaterial-fortschritt-aus-mitteleuropa\/","title":{"rendered":"Biologisch abbaubares Verbundmaterial: Fortschritt aus Mitteleuropa"},"content":{"rendered":"<p>Jeder benutzt Produkte, die aus Papier und Kunststoff bestehen. Verbundmaterialien, die nicht biologisch abbaubar sind. In Mitteleuropa sch\u00e4rft ein von der europ\u00e4ischen Koh\u00e4sionspolitik unterst\u00fctztes Projekt das Bewusstsein bei Unternehmen und im Dienstleistungssektor, Verpackungen aus biologisch abbaubarem Kunststoff und Papier herzustellen. Technologietransfer und Kreislaufwirtschaft ist das Thema dieser Folge von Smart Regions.<\/p>\n<p>Das slowenische Bled ist bekannt f\u00fcr seinen See und f\u00fcr seine Cremeschnitten. In dieser Cafeteria, wie auch anderswo in der Stadt setzt man auf nachhaltige Verpackungen. Anstelle der klassischen Plastikschachteln werden biologisch abbaubare Verbundverpackungen aus Papier und Kunststoff verwendet. Diese beiden Materialien, die man in vielen Verpackungen kombiniert findet, sind zusammen schwierig zu recyceln. Das <a href=\"http:\/\/interreg-central.eu\/Content.Node\/BIOCOMPACK-CE.html\" target=\"_blank\">EU-Projekt Biocompack<\/a> hat Prototypen aus Papier und Kunststoff entwickelt, die biologisch abbaubar sind.<\/p>\n<p>&#8220;Es gibt gro\u00dfe Abfallprobleme, vor allem mit Plastik. Da finde ich es sehr gut, dass man dieses Verbundmaterial auf den Kompost werfen kann und es sich vollst\u00e4ndig zersetzt&#8221;, erz\u00e4hlt der Konditor Andrej Klinar von Conditus D.O.O.<\/p>\n<p>Fakten &amp; Zahlen<br \/>\nDas ist aktuell meistens nicht der Fall: Nicht recycelbare Verbundverpackungen aus Kunststoff und Papier machen 32,2 Millionen Tonnen Abfall in der EU aus. Biocompack fordert einen Paradigmenwechsel entlang der gesamten Produktkette: von der Forschung bis zum Verkauf.<\/p>\n<p>Das Projekt hat einen Gesamtetat von 1,95 Millionen Euro. Davon kommen 1,63 Millionen Euro aus der Europ\u00e4ischen Koh\u00e4sionspolitik. Beteiligt sind 10 Partner wie Forschungs- und Innovationsinstitute, aber auch Recycling-Firmen und Unternehmen aus 6 mitteleurop\u00e4ischen L\u00e4ndern (Ungarn, Slowakei, Slowenien, Italien, Kroatien, Polen).<\/p>\n<p>Sensibilisierung f\u00fcr das Abfallproblem<br \/>\nDieses ungarische Familienunternehmen nimmt \u00fcber ein Cluster an Biocompack teil. Getestet werden biologisch abbaubare Papier- und Kunststoffverpackungen. Biologisch abbaubarer Kunststoff ist sehr teuer, in Verbindung mit Papier wird die Verpackung billiger. Ein weiteres Projektziel ist die Sensibilisierung f\u00fcr das Abfallproblem. Es ist billiger, Biopolymer auf Papier zu streichen, als nur Biopolymer zu verwenden, weil Papier das billigere Material ist. Papier kann die Eigenschaften und die Festigkeit des Materials so ver\u00e4ndern, dass eine d\u00fcnne Schicht Biopolymer ausreicht, um es widerstandsf\u00e4hig, wasserfest und hei\u00dfsiegelf\u00e4hig zu machen.<\/p>\n<p>&#8220;Im vergangenen Jahr \u00fcberzeugten wir einige Gastronomen auf dem Sziget Festival an unserem Projekt teilzunehmen und nur kompostierbare Teller und Tassen zu verwenden&#8221;, erz\u00e4hlt Andr\u00e1s Ugrin, Chef von Ugrinpack. &#8220;Wir sammelten die gebrauchten Teller und Becher ein. Wir haben sie mit unserer Cluster-Maschine zerkleinert und f\u00fcr den biologischen Abbau vorbereitet.&#8221;<\/p>\n<p>Der Firmenchef steht regelm\u00e4\u00dfig in Kontakt mit Andrej Kr\u017ean vom <a href=\"https:\/\/www.ki.si\/en\/\" target=\"_blank\">nationalen Chemischen Institut Sloweniens<\/a>. Er ist der Projektkoordinator de Biocompack-Projekts. Er antwortet auf die Frage, warum es wichtig ist, das Bewusstsein f\u00fcr biologisch abbaubare Verpackungen in Mitteleuropa zu f\u00f6rdern:<\/p>\n<p>&#8220;In dieser Region Europas gibt es viel technisches Know-how, auch in der Produktion. Aber es werden kaum nachhaltige Produkte hergestellt. Man h\u00e4ngt hinter dem westlichen Teil Europas her. Wir wollten die beiden Ziele zusammenbringen: eine st\u00e4rkere Nutzung nachhaltiger Produkte anzuregen und es als wirtschaftliche Chance zu begreifen. Diese Expertise mit Leben zu erf\u00fcllen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder benutzt Produkte, die aus Papier und Kunststoff bestehen. Verbundmaterialien, die nicht biologisch abbaubar sind. In Mitteleuropa sch\u00e4rft ein von der europ\u00e4ischen Koh\u00e4sionspolitik unterst\u00fctztes Projekt das Bewusstsein bei Unternehmen und im Dienstleistungssektor, Verpackungen aus biologisch abbaubarem Kunststoff und Papier herzustellen. Technologietransfer und Kreislaufwirtschaft ist das Thema dieser Folge von Smart Regions. Das slowenische Bled ist [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[13082,12257,12875,12344],"supplier":[2317,17457],"class_list":["post-78806","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-bioabbaubarkeit","tag-biopolymere","tag-kompostierbarkeit","tag-verpackungen","supplier-european-commission","supplier-ugrinpack"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78806\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78806"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=78806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}