{"id":7847,"date":"2005-04-01T00:00:00","date_gmt":"2005-03-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050401-02n"},"modified":"2005-04-01T00:00:00","modified_gmt":"2005-03-31T22:00:00","slug":"bioenergiedorf-juehnde-437-000-euro-fuer-die-wissenschaftliche-begleitforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioenergiedorf-juehnde-437-000-euro-fuer-die-wissenschaftliche-begleitforschung\/","title":{"rendered":"Bioenergiedorf J\u00fchnde: 437.000 Euro f\u00fcr die wissenschaftliche Begleitforschung"},"content":{"rendered":"<p><b>Wissenschaftler der <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/\" >Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/a> werden die Begleitforschung f\u00fcr das Projekt <a href=\"http:\/\/www.bioenergiedorf.de\/\" >Bioenergiedorf J\u00fchnde<\/a> weitere drei Jahre fortsetzen: Die von dem Geowissenschaftler Prof. Dr. Hans Ruppert geleitete Arbeitsgruppe am Interdisziplin\u00e4ren Zentrum f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung erh\u00e4lt daf\u00fcr F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 437.000 Euro, die das Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe<\/a> zur Verf\u00fcgung stellt.<\/b><\/p>\n<p> Ziel des Aktionsforschungsprojektes ist es, die W\u00e4rme- und Stromversorgung in J\u00fchnde auf nachwachsende Rohstoffe umzustellen. Das G\u00f6ttinger Wissenschaftlerteam untersucht in diesem Zusammenhang, unter welchen Voraussetzungen im l\u00e4ndlichen Raum eine eigenst\u00e4ndige Energieversorgung durch Biomasse wie Holz und Biogas m\u00f6glich ist und welche Auswirkungen diese Umstellung auf Landwirtschaft, \u00d6kologie und Lebenskultur haben wird. Der Arbeitsgruppe geh\u00f6ren Biologen, Agrar- und Geowissenschaftler, Soziologen und Psychologen sowie Wirtschaftswissenschaftler an.<\/p>\n<p>Der Ort J\u00fchnde im s\u00fcdlichen Landkreis G\u00f6ttingen ist 2001 von den Wissenschaftlern als &#8220;Modelldorf&#8221; f\u00fcr eine neue, nachhaltige Form der Energieversorgung ausgew\u00e4hlt worden. Die Umstellung der Energieversorgung ist bereits im Gang: Nach Angaben von Prof. Ruppert entsteht seit Februar ein neues Nahw\u00e4rmenetz, mit dem die Heizenergie im Dorf verteilt wird. Bis zum September dieses Jahren werden auch eine Biogasanlage und ein Holzhackschnitzelheizwerk fertig gestellt sein. Damit ist es m\u00f6glich, Strom und W\u00e4rme mit Hilfe von Biomasse zu erzeugen. &#8220;So k\u00f6nnen die Bewohner von J\u00fchnde bereits im n\u00e4chsten Winter mit regenerativen Energien versorgt werden&#8221;, sagt der Geowissenschaftler. <\/p>\n<p>Die Erfahrungen mit diesem Pilotvorhaben sollen in einen Leitfaden einflie\u00dfen, mit dessen Hilfe andere Ortschaften ebenfalls auf einheimische Energietr\u00e4ger umstellen k\u00f6nnen. Prof. Ruppert: &#8220;Engp\u00e4sse und Preissteigerungen bei \u00d6l, Gas und Kohle sowie die Freisetzung des Treibhausgases Kohlendioxid machen es notwendig, Alternativen zur herk\u00f6mmlichen Energieversorgung zu schaffen. Zugleich kann damit der l\u00e4ndliche Raum in seiner neuen Funktion als Energielieferant gest\u00e4rkt werden.&#8221;<\/p>\n<p>Die Naturwissenschaftler im Team von Prof. Ruppert analysieren die Stoff- und Energiefl\u00fcsse vom Anbau der &#8220;Energiepflanzen&#8221; \u00fcber die Vergasungs- und Verbrennungsprozesse bis hin zur R\u00fcckf\u00fchrung der G\u00e4rreste und der Asche auf die B\u00f6den. Dabei untersuchen sie auch die Umweltleistungen der Landwirtschaft, die sich durch die Umstellung der Energieversorgung ergeben. &#8220;Positive Nebeneffekte sind zum Beispiel Einsparungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, eine Reduzierung der Nitratbelastung, die Verminderung von Erosion oder die Steigerung der Artenvielfalt&#8221;, erl\u00e4utert Prof. Ruppert. <\/p>\n<p>Aufgabe der Soziologen und Psychologen ist es, die Planungs- und Entscheidungsprozesse im Ort zu moderieren und zu dokumentieren. Sie fragen dar\u00fcber hinaus nach den Ver\u00e4nderungen in den sozialen Beziehungen und in der Lebenskultur der Bewohner. In einem dritten Arbeitsfeld besch\u00e4ftigen sich die Wirtschaftswissenschaftler mit den Einkommenseffekten f\u00fcr die Land- und Forstwirtschaft, mit den Kosten der Energieversorgung und den Auswirkungen auf die lokalen und regionalen Wirtschaftskreisl\u00e4ufe.<\/p>\n<p><b>Kontaktadresse:<\/b><br \/>Prof. Dr. Hans Ruppert<br \/><a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/\" >Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/a><br \/>Fakult\u00e4t f\u00fcr Geowissenschaften und Geographie<br \/>Geowissenschaftliches Zentrum<br \/>Goldschmidtstra\u00dfe 1 &#8211; 3<br \/>37077 G\u00f6ttingen<br \/>Tel.: 0551-39-9701<br \/>Fax: 0551-39-7996<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:hrupper@gwdg.de\">hrupper@gwdg.de<\/a> oder <a href=\"mailto:vruwisc@gwdg.de\">vruwisc@gwdg.de<\/a> <\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioenergiedorf-juehnde-baubeginn\/\" >2004-12-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Wissenschaftler der Universit&auml;t G&ouml;ttingen werden die Begleitforschung f&uuml;r das Projekt Bioenergiedorf J&uuml;hnde weitere drei Jahre fortsetzen: Die von dem Geowissenschaftler Prof. Dr. Hans Ruppert geleitete<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7847","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7847"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7847\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7847"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}