{"id":77899,"date":"2020-08-26T07:37:00","date_gmt":"2020-08-26T05:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=77899"},"modified":"2020-08-21T15:12:31","modified_gmt":"2020-08-21T13:12:31","slug":"baumrinde-ein-material-mit-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/baumrinde-ein-material-mit-zukunft\/","title":{"rendered":"Baumrinde \u2013 Ein Material mit Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der zweite Preis beim Ideenwettbewerbs 2020 der Jungen Akademie in der Kategorie &#8220;Visions&#8221; geht an ein Team, das am Potsdamer Max-Planck-Institut f\u00fcr Kolloid- und Grenzfl\u00e4chenforschung zu neuen Konzepten f\u00fcr Biomaterialien forscht.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_77900\" aria-describedby=\"caption-attachment-77900\" style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.mpikg.mpg.de\/6339877\/original-1597137992.jpg?t=eyJ3aWR0aCI6ODAwLCJoZWlnaHQiOjYwMCwib2JqX2lkIjo2MzM5ODc3fQ==--982e376d349dd7eecae4d4e6e37fc44cb553a43f\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77900 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/original.jpg\" alt=\"original\" width=\"540\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/08\/original.jpg 540w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/08\/original-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-77900\" class=\"wp-caption-text\">Das Model tr\u00e4gt eine gewebte Jacke aus flexibilisierter Kiefernrinde. \u00a9 Max-Planck-Institut f\u00fcr Kolloid- und Grenzfl\u00e4chenforschung\/ Patrick Walter<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Baumrinde \u2013 ein Abfallprodukt mit Potenzial<\/h3>\n<p>Baumrinde ist ein Abfallprodukt der traditionellen Holzindustrie, aber auch ein lokaler Rohstoff mit Potenzial im Bereich der nachhaltigen Materialinnovation. Die Nutzung von Rinde ist in mehrfacher Hinsicht Ressourcen schonend. Als Nebenprodukt der Holzindustrie wird sie entweder zu Briketts verarbeitet oder als Abfallprodukt verbrannt und verursacht dabei einen unn\u00f6tigen CO<sub>2<\/sub> Aussto\u00df. Im Rahmen der Doktorarbeit von Charlett Wenig untersuchte \u201e<a href=\"https:\/\/www.charlett-wenig.de\/the-bark-project\" target=\"_blank\">The Bark Project<\/a>\u201c daher diesen bislang noch zu wenig beachteten Rohstoff basierend auf materialfokussierten Analysen.<\/p>\n<p>Dabei wurden neben wissenschaftlichen auch gestalterische Methoden verwendet. \u201eNeben dem Zusammenspiel von praktischem Design und wissenschaftlicher Grundlagenforschung interessierte uns dabei vor allem die Entwicklung nachhaltiger Designkonzepte mit Rinde als Ausgangsmaterial.\u201c erl\u00e4utert Charlett Wenig. Gemeinsam mit Johanna Hehemeyer-C\u00fcrten hat sie festgestellt, dass Baumrinde als Abfallprodukt der Holzindustrie bislang weitestgehend ungenutzt bleibt. Dabei sind die M\u00f6glichkeiten einer ressourcenschonenden Weiterverwertung unglaublich breit: Sie reichen von der Verarbeitung zu Glasuren bis hin zu Textilfasern.<\/p>\n<h3>Nachhaltige Textilien mit \u00e4sthetischer Vision<\/h3>\n<p>\u201eThe Bark Project\u201c hat die Jury \u00fcberzeugt, weil es wissenschaftliche Grundlagenforschung zur materiellen und chemischen Beschaffenheit von Baumrinde mit einer starken \u00e4sthetischen Vision von nachhaltigen Textilien verbindet. Die Erforschung der materiellen und chemischen Charakteristika von Rinde und die daraus resultierende Entwicklung neuer Konzepte f\u00fcr Biomaterialien, die f\u00fcr zuk\u00fcnftige Designszenarien von Bedeutung sein k\u00f6nnten, wird durch die Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut f\u00fcr Kolloid- und Grenzfl\u00e4chenforschung (MPIKG) erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h3>Ideenwettbewerbs 2020 der Jungen Akademie<\/h3>\n<p>Im Rahmen dieses Online-Wettbewerbs der Jungen Akademie suchte die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit bis zum 15. Mai 2020 Beitr\u00e4ge, die sich vision\u00e4r oder konkret mit einer nachhaltigen Zukunft auseinandersetzen. In den zwei Kategorien \u201eVisions\u201c und \u201eSolutions\u201c konnten die Teilnehmenden digitale Beitr\u00e4ge aller Art einreichen, von Bildern und Videos \u00fcber Texte und Lieder bis hin zu multimedialen Inhalten. Zu gewinnen gab es in beiden Kategorien jeweils 2.000, 1.500 und 1.000 Euro f\u00fcr die drei besten Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Informationen zu allen Preistr\u00e4ger*innen und den pr\u00e4mierten Ideen finden Sie unter <a href=\"https:\/\/2020.diejungeakademie.de\" target=\"_blank\">https:\/\/2020.diejungeakademie.de<\/a>\/.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Preis beim Ideenwettbewerbs 2020 der Jungen Akademie in der Kategorie &#8220;Visions&#8221; geht an ein Team, das am Potsdamer Max-Planck-Institut f\u00fcr Kolloid- und Grenzfl\u00e4chenforschung zu neuen Konzepten f\u00fcr Biomaterialien forscht. 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