{"id":77666,"date":"2020-08-19T07:23:32","date_gmt":"2020-08-19T05:23:32","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=77666"},"modified":"2020-08-15T09:06:26","modified_gmt":"2020-08-15T07:06:26","slug":"teller-besteck-to-go-becher-einweg-plastik-wird-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/teller-besteck-to-go-becher-einweg-plastik-wird-verboten\/","title":{"rendered":"Teller, Besteck, To-go-Becher: Einweg-Plastik wird verboten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_77668\" aria-describedby=\"caption-attachment-77668\" style=\"width: 553px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77668\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/2020-06-26-grafik-plastik.png\" alt=\"2020-06-26-grafik-plastik\" width=\"553\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/08\/2020-06-26-grafik-plastik.png 990w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/08\/2020-06-26-grafik-plastik-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/08\/2020-06-26-grafik-plastik-600x338.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-77668\" class=\"wp-caption-text\">Zum Schutz des Meeres und der Umwelt: Das Kabinett hat ein Verkaufsverbot f\u00fcr Wegwerfartikel aus Kunststoff verabschiedet. Foto: Bundesregierung<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Welche Einweg-Kunststoffprodukte d\u00fcrfen k\u00fcnftig nicht mehr verkauft werden?<\/h3>\n<p><strong>Wattest\u00e4bchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, R\u00fchrst\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4be aus Kunststoff sowie To-go-Getr\u00e4nkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essenbeh\u00e4lter aus expandiertem Polystyrol (bekannt als Styropor) sind k\u00fcnftig nicht mehr erlaubt.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Verordnung werden herk\u00f6mmliche Einwegprodukte aus Kunststoff verboten, die aus fossilen Rostoffen wie Roh\u00f6l hergestellt werden. Landen sie in der Umwelt und nicht in der gelben Tonne, verbleiben sie dort viele Jahrzehnte &#8211; genau wie Einweg-Plastikt\u00fcten. Verboten werden zudem Wegwerfteller oder -becher aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung legt die Verordnung nun dem Bundestag und dem Bundesrat vor. Erst danach kann sie in Kraft treten.<\/p>\n<p>Warum werden Kunststoff-Einwegverpackungen verboten? Was ist daran so schlecht?<br \/>\nImmer mehr Menschen konsumieren Essen au\u00dfer Haus oder lassen es sich liefern. Einen Kaffee &#8220;to go&#8221;, ein\u00a0Schnitzel oder asiatische Nudeln\u00a0in der Styropor-Box &#8211; ausgetrunken, aufgegessen, Verpackung weggeschmissen. Das ist bequem, aber wir verursachen damit immer mehr M\u00fcll.<\/p>\n<p>Der Verpackungsm\u00fcll landet nicht selten im Park, an der Uferb\u00f6schung, bleibt am Strand liegen. Dort muss er extra aufgesammelt werden. Passiert das nicht, zerbr\u00f6selt der Plastikabfall irgendwann. Aber auch kleinere Kunststoffteilchen l\u00f6sen sich schlie\u00dflich nicht in Luft auf. Sie werden vom Wind verweht, vom Regen in Fl\u00fcsse und Seen gesp\u00fclt, von V\u00f6geln aufgepickt oder von Fischen verschluckt. Mit unseren Einmal-Verpackungen\u00a0schaden wir unserer Umwelt, den Tieren und letztlich auch unserer eigenen Gesundheit.<\/p>\n<h3>Wie viele Einwegverpackungen werden t\u00e4glich in Deutschland weggeworfen?<\/h3>\n<p>St\u00fcndlich werden allein rund 320.000 Einweg-Becher in Deutschland verbraucht &#8211;\u00a0davon bis zu 140.000 To-go-Becher, so das Bundesumweltministerium. Die Abfall-Bilanz von Einweggeschirr und To-go-Verpackungen betrug im Jahr 2017 mehr als 346.000\u00a0Tonnen, ergab eine Erhebung der Gesellschaft f\u00fcr Verpackungsmarktforschung. Die Menge der Kunststoffabf\u00e4lle insgesamt stieg laut Umweltbundesamt zwischen 2015 und 2017 um 3,9 Prozent auf 6,15 Millionen Tonnen. Das war bisher H\u00f6chststand. Vor allem bei Getr\u00e4nkeverpackungen sinkt der Mehrweganteil seit Jahren. Viele Unternehmen sind jedoch\u00a0im Zuge des EU-weiten Einwegkunststoffverbots inzwischen auf die Herstellung etwa von Mehrwegprodukten umgestiegen.<\/p>\n<h3>Gilt das Verbot nur in Deutschland? Was unternimmt die Bundesregierung noch gegen die Plastikverm\u00fcllung?<\/h3>\n<p>Einwegprodukte aus Kunststoff werden nicht nur in Deutschland verboten. Ab dem 3. Juli 2021 ist die Herstellung von Einwegplastik\u00a0EU-weit nicht mehr erlaubt. Die Bundesregierung setzt sich daf\u00fcr ein, Abf\u00e4lle zu vermeiden und Ressourcen effizienter zu nutzen. So haben sich die Recyclingquoten seit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes Anfang 2019 deutlich erh\u00f6ht. Hersteller werden daf\u00fcr belohnt, wenn sie recyclingf\u00e4hige Verpackungen und Kunststoffe verwenden. Mit der ersten Novelle des Verpackungsgesetzes soll dem Handel ebenfalls verboten werden, leichte Plastikt\u00fcten anzubieten.<\/p>\n<p>Damit Ressourcen effizienter genutzt werden, soll k\u00fcnftig auch die Vernichtung funktionst\u00fcchtiger Ware untersagt werden. Einweg- oder Mehrwegflaschen m\u00fcssen besser\u00a0markiert werden, um Verbraucherinnen und Verbrauchern die Entscheidung zu erleichtern, \u00fcberfl\u00fcssiges Plastik zu vermeiden und wiederverwertbare Produkte zu kaufen. Beide Regelungen sind Teil des neuen Gesetzes zur Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie.<\/p>\n<h3>Was tut Deutschland, um die illegale Entsorgung von Kunststoffabf\u00e4llen in anderen L\u00e4ndern zu stoppen?<\/h3>\n<p>Europ\u00e4ischer Plastikm\u00fcll darf nicht in anderen L\u00e4ndern in der Umwelt oder im Meer landen. Auf Ebene des Basler \u00dcbereinkommens hat Deutschland im Rahmen der EU Versch\u00e4rfungen mit Blick auf die Verbringung von Kunststoffabf\u00e4llen ausgehandelt. Im Zuge deren Umsetzung ins Europarecht beabsichtigt die EU-Kommission, ein Verbot des Exports von ungef\u00e4hrlichen, aber nicht frei handelbaren Kunststoffabf\u00e4llen in Entwicklungsl\u00e4nder vorzuschlagen. Dies wird von der Bundesregierung unterst\u00fctzt. Verpackungsabf\u00e4lle von privaten Verbrauchern werden europaweit \u00fcber R\u00fccknahmesysteme wie den Gr\u00fcnen Punkt praktisch vollst\u00e4ndig recycelt. Seit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes werden alle Produktverantwortlichen in einem umfassendem Verpackungsregister registriert, um die Kontrolle von Exportwegen zu erleichtern.<\/p>\n<h3>Was kann ich selbst tun, um Plastikm\u00fcll zu vermeiden?<\/h3>\n<p>In vielen Superm\u00e4rkten gibt es Produkte ohne Verpackung. Besonders umweltfreundliche Produkte weist das\u00a0Umweltzeichen\u00a0&#8220;Blauer Engel&#8221; aus. Zudem kann man den t\u00e4glichen Kaffee to go\u00a0in vielen St\u00e4dten bereits im Pfandbecher kaufen. Auch mit dem Abfallvermeidungsprogramm\u00a0von Bund und L\u00e4ndern werden Ideen und Projekte gef\u00f6rdert, wie sich M\u00fcll vermeiden l\u00e4sst. Mit Abfallberatung oder Second-Hand-Kaufh\u00e4usern haben vor allem die Kommunen es geschafft, dass Firmen, Institutionen, aber auch B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sich st\u00e4rker f\u00fcr die Abfallvermeidung engagieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Einweg-Kunststoffprodukte d\u00fcrfen k\u00fcnftig nicht mehr verkauft werden? Wattest\u00e4bchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, R\u00fchrst\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4be aus Kunststoff sowie To-go-Getr\u00e4nkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essenbeh\u00e4lter aus expandiertem Polystyrol (bekannt als Styropor) sind k\u00fcnftig nicht mehr erlaubt. Mit der Verordnung werden herk\u00f6mmliche Einwegprodukte aus Kunststoff verboten, die aus fossilen Rostoffen wie Roh\u00f6l hergestellt werden. 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