{"id":77378,"date":"2020-08-11T07:35:15","date_gmt":"2020-08-11T05:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=77378"},"modified":"2020-08-08T07:52:47","modified_gmt":"2020-08-08T05:52:47","slug":"risiken-und-folgen-von-stuermen-minimieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/risiken-und-folgen-von-stuermen-minimieren\/","title":{"rendered":"Risiken und Folgen von St\u00fcrmen minimieren"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_77381\" aria-describedby=\"caption-attachment-77381\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2020\/PM_2020-42_Windwurf_Foto_Plothe_Vorschau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-77381\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/csm_PM_2020-42_Windwurf_Foto_Plothe_Vorschau_911e349e20.jpg\" alt=\"csm_PM_2020-42_Windwurf_Foto_Plothe_Vorschau_911e349e20\" width=\"221\" height=\"166\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-77381\" class=\"wp-caption-text\">Eine Windwurffl\u00e4che im s\u00e4chsischen Zellwald. St\u00fcrme sind f\u00fcr Wald und Waldbesitzer Chance und Herausforderung zugleich. Foto: FNR\/M. Plothe<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Erkennung des Sturmgef\u00e4hrdungs- und -schadenspotenzials von Forstfl\u00e4chen ist Gegenstand eines im Juli 2020 gestarteten Verbundvorhabens, das vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber das F\u00f6rderprogramm Nachwachsende Rohstoffe unterst\u00fctzt wird.<\/strong><\/p>\n<p>In ihrem <a href=\"https:\/\/www.hnee.de\/de\/Fachbereiche\/Wald-und-Umwelt\/Forschung\/Aktuelle-Projekte\/WINMOL-Erfassung-und-Vorhersagemglichkeiten-von-Sturmschden-E10793.htm\" target=\"_blank\">Vorhaben WINMOL<\/a> entwickeln die Projektbeteiligten der Hochschule f\u00fcr nachhaltige Entwicklung Eberswalde und des Eberswalder Institutes f\u00fcr Wald\u00f6kosysteme am Th\u00fcnen-Institut ein Modell zur Absch\u00e4tzung der Sturmschadenswahrscheinlichkeit von Forstbest\u00e4nden. Die im Projekt entstehenden digitalen Karten und Handbl\u00e4tter erm\u00f6glichen es Forstbetrieben, in ihren Best\u00e4nden potenzielle Windwurf-Areale zu definieren, um vorsorglich Risiken zu minimieren und gef\u00e4hrdete Fl\u00e4chen langfristig sturmresilient umzugestalten.<\/p>\n<p>Basis f\u00fcr die Berechnungen zur Sturmschadensmodellierung sind terrestrische und Fernerkundungsdaten realer Windwurffl\u00e4chen, aufgenommen unter anderem von Satelliten der NASA und der ESA. Au\u00dferdem flie\u00dfen in die Berechnungen zahlreiche Geodaten ein \u2013 etwa zu Bodenart, Wassergehalt, Waldstruktur und Windverh\u00e4ltnissen an sturmgesch\u00e4digten und unversehrten benachbarten Standorten. Die Ergebnisse stehen F\u00f6rstern anschlie\u00dfend in Form digitaler 3D-Zwillinge der Schadfl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung. Sie sind zudem Ausgangspunkt f\u00fcr die Erstellung sogenannter Vulnerabilit\u00e4tskarten, aus denen sich die Sturmschadenswahrscheinlichkeit f\u00fcr Forstfl\u00e4chen ableiten l\u00e4sst. S\u00e4mtliche Informationen m\u00fcnden zum Projektende in Handbl\u00e4tter mit forstlichen Praxisempfehlungen.<\/p>\n<p>Daten zu Art, Volumen und Qualit\u00e4t angefallenen Sturmholzes werden \u00fcberdies f\u00fcr Akteure der Holzwirtschaft abrufbar sein. So k\u00f6nnen Sturmfl\u00e4chen z\u00fcgig ber\u00e4umt und Folgesch\u00e4den geringgehalten werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hintergrund<\/h3>\n<p>Gro\u00dffl\u00e4chige Sturmsch\u00e4den in nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern bergen neben Chancen f\u00fcr das \u00d6kosystem zugleich \u00f6kologische, \u00f6konomische und soziale Herausforderungen f\u00fcr Waldbesitzer. Windwurf und Windbruch bringen neben Qualit\u00e4tseinbu\u00dfen am Holz und Einschr\u00e4nkungen bei der Fl\u00e4chennutzung erh\u00f6hte R\u00e4um- und R\u00fcckekosten mit sich. Zudem f\u00fchrt das meist massenhafte Aufkommen an Sturmholz zur Markt\u00fcbers\u00e4ttigung und damit einhergehenden Absatzpreissenkungen. Nachfolgekalamit\u00e4ten wie Insektenbefall minimieren die Erl\u00f6se nochmals. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4chst die Waldbrandgefahr und das Risiko zus\u00e4tzlicher Windsch\u00e4den steigt.<\/p>\n<p>Bislang fehlt es im Forst an wirksamen Instrumenten zur Risikominimierung f\u00fcr den Sturmfall.<\/p>\n<p>Hier setzt das Verbundvorhaben \u201eErfassung und Vorhersagem\u00f6glichkeiten von Sturmsch\u00e4den im Forst (WINMOL)\u201c an. Das auf drei Jahre angelegte BMEL-gef\u00f6rderte Projekt wird \u00fcber die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) koordiniert.<\/p>\n<p>Die FNR ist seit 1993 als Projekttr\u00e4ger des BMEL f\u00fcr das F\u00f6rderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterst\u00fctzt au\u00dferdem Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zugeh\u00f6rige Dateien<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Verbundvorhaben: Erfassung und Vorhersagem\u00f6glichkeiten von Sturmsch\u00e4den (WINMOL)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Teilvorhaben 1: Entwicklung semi-automatischer Algorithmen zur quantitativen Erfassung von Sturmkalamit\u00e4ten aus multiskaligen Fernerkundungsdaten<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR024A\" target=\"_blank\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR024A<\/a><\/p>\n<p>Teilvorhaben 2: Entwicklung, Validierung und Einbindung eines Sturmschadenmoduls in die Waldwachstumsmodellierung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR024B\" target=\"_blank\">https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=2220NR024B<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erkennung des Sturmgef\u00e4hrdungs- und -schadenspotenzials von Forstfl\u00e4chen ist Gegenstand eines im Juli 2020 gestarteten Verbundvorhabens, das vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber das F\u00f6rderprogramm Nachwachsende Rohstoffe unterst\u00fctzt wird. 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