{"id":7727,"date":"2005-02-25T00:00:00","date_gmt":"2005-02-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050225-06n"},"modified":"2005-02-25T00:00:00","modified_gmt":"2005-02-24T22:00:00","slug":"anbaumethodik-von-faerberpflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/anbaumethodik-von-faerberpflanzen\/","title":{"rendered":"Anbaumethodik von F\u00e4rberpflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft; <br \/>Projekttr\u00e4ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.; FKZ: 22020703<\/p>\n<p><b>Detailliertere Untersuchungen zum Durchwurzelungsverm\u00f6gen von Krapp (Rubia tinctorum L.) sind f\u00fcr das Absch\u00e4tzen der Wasserstressresistenz und des Einflusses auf das Bodengef\u00fcge im Vergleich zu bekannten Gr\u00f6\u00dfen anderer Kulturen auf sandigen Standorten w\u00fcnschenswert.<\/b><\/p>\n<p>Im <b>November 2004<\/b> erfolgten die Probenahmen deren Aufbereitung und Auswertung (vgl. \u00dcbersicht 1).<\/p>\n<p><b>\u00dcbersicht 1:<\/b><br \/><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050225-06\/Material%20und%20Methoden.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"Tabelle\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/><b>Ergebnisse<\/b><\/p>\n<p>Die Untersuchungen zeigen, dass ca. 80% der Wurzelmasse im Bearbeitungs-\/ Erntehorizont bis zu 30 cm vorhanden sind. Der Wurzelkopf weist den h\u00f6chsten Anteil (ca. 30%) der Gesamtwurzelmasse auf. Generell wurden in diesem Versuch mit der Beprobung bis zu einer Tiefe von 1 m Krappwurzeln nachgewiesen. Aus einem Vorg\u00e4ngerprojekt ist bekannt, dass auch in Bodentiefen ] 1 m Krappwurzeln vorhanden sind (1). Dabei nimmt die Wurzelmasse der Pflanze in den tieferen Bodenschichten deutlich ab. <\/p>\n<p>Die Fraktion mit dem st\u00e4rkstem Durchmesser (]4 mm) weist die h\u00f6chsten Trockenmassen insbesondere in den oberen Bodenschichten (0-20 cm) auf. In den unteren Bodenschichten waren zum Teil die Wurzelmassen der mittleren Fraktion (70-80 cm) bzw. der feineren Fraktion (80-90 cm) dominierend. Der Anteil der Wurzeln in den einzelnen Fraktionen k\u00f6nnten unterschiedliche Gehalte an Inhaltsstoffen (insbesondere der Anthrachinone) verursachen (4). Die dazu noch ausstehenden Inhaltstoffanalysen sind unter diesem Aspekt zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>Werden die Trockenmasseertr\u00e4ge des Wurzelkopfes (? ca. 11 g) sowie der Wurzelmasse (? ca. 28 g) f\u00fcr die Tiefe bis zu 1 Meter und die reale Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe der Bodenentnahme extrapoliert auf die Fl\u00e4cheneinheit von 1 ha sind Werte f\u00fcr Wurzelmassen kalkulierbar, die \u00fcber denen von Luzerne und Rotklee liegen. Selbst wenn der Wurzelkopf nicht ber\u00fccksichtigt wird, sind 60 bis 80 dt\/ha Krappwurzelmasse mit Werten der Wurzelmasse von Luzerne vergleichbar (2; 3). \u00c4hnliche Wurzelmassen wurden in einer anderen Krappversuchsanlage am Standort G\u00fcterfelde bereits im Jahr 2003 ermittelt.<\/p>\n<p><b>Fazit:<\/b> Als Ergebnis zur Feststellung der Wurzelmasseanteile in verschiedenen Bodentiefen kann die Beerntung in einer Tiefe von 25 bis 30 cm als erstrebenswert angesehen werden. Die nachgewiesene Durchwurzelung in der Tiefe von 1 m und dar\u00fcber hinaus kann als positiver Einfluss auf die Wasserversorgung des Krapps, der Verbesserung des Bodengef\u00fcges und der Bodenfruchtbarkeit gelten. Inhaltsstoffanalysen der einzelnen Fraktionen sind durchzuf\u00fchren, um die Bedeutung der Wurzelst\u00e4rken zu eichen. Nach bisherigem Kenntnisstand ist der Wurzelmasseertrag (Durchwurzelungsverm\u00f6gen) der Kultur Krapp dem Niveau der Luzernewurzeln vergleichbar. Weitere Untersuchungen auf Praxisfl\u00e4chen sind zur Vertiefung der Erkenntnisse vorgesehen.<\/p>\n<p><b>Quellen:<br \/>(1) Adam, L. und Dittmann, B\u00e4rbel:<br \/>Anbauversuche zu F\u00e4rber-Resede und Krapp in Brandenburg, Forum F\u00e4rberpflanzen, Tagungsbericht, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., 1999, S. 112-133<br \/>(2) K\u00f6nnecke, G.: zitiert in: Keller, E.R., Hanus H. und Heyland K-U.: <br \/>Handbuch des Pflanzenbaues 1, Grundlagen der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1997, S. 762<br \/>(3) M\u00fcller, G.; Ewald, E.; F\u00f6rster, Ingrid; Hickisch, Brigitte; Reuter G.:<br \/>Bodenkunde, Landwirtschaftsverlag Berlin, 1989, S. 208<br \/>(4) Siebenborn, S., Walther, N. und Marquard R.:<br \/>Qualit\u00e4tseigenschaften von F\u00e4rberkrapp (Rubia tinctorum L.), Tagungsband &#8220;Arznei und Gew\u00fcrzpflanzen&#8221;, Justus-Liebig-Universit\u00e4t Giessen,1998, S.201-207<\/b><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/krapp-anbau-und-ernte-sowie-aspekte-zu-produktlinienentwicklungen-mit-pflanzenfarbstoffen\/\" >2003-04-10<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fnr-publikation-frberpflanzen\/\" >2004-11-04<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gef&ouml;rdert vom Bundesministerium f&uuml;r Verbraucherschutz, Ern&auml;hrung und Landwirtschaft; <br \/>Projekttr&auml;ger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.; FKZ: 22020703<\/p>\n<p><b>Detailliertere Untersuchungen zum Durchwurzelungsverm&ouml;gen von Krapp (Rubia tinctorum<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7727","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7727"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7727\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7727"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}