{"id":7697,"date":"2004-12-03T00:00:00","date_gmt":"2004-12-02T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041203-02n"},"modified":"2004-12-03T00:00:00","modified_gmt":"2004-12-02T22:00:00","slug":"eurosolar-und-die-kfw-foerderbank-verleihen-die-europaeischen-solarpreise-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/eurosolar-und-die-kfw-foerderbank-verleihen-die-europaeischen-solarpreise-2004\/","title":{"rendered":"EUROSOLAR und die KfW F\u00f6rderbank verleihen die Europ\u00e4ischen Solarpreise 2004"},"content":{"rendered":"<p>Die von <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.org\/\" >EUROSOLAR<\/a> zum elften Mal verliehenen Europ\u00e4ischen Solarpreise sind in der <a href=\"http:\/\/www.kfw.de\/DE\/Inhalt.jsp\" >KfW<\/a>-Niederlassung Berlin in zehn verschiedenen Kategorien an 14 Preistr\u00e4ger vergeben worden. Die Europ\u00e4ischen Solarpreise werden von EUROSOLAR seit 1994 ausgeschrieben, seit 1999 findet die Preisverleihung in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der KfW F\u00f6rderbank statt. <\/p>\n<p>In der Festrede &#8220;Die inspirierende Rolle von Vorbildern \u2013 Europ\u00e4ischer Solarpreis&#8221;  betont EUROSOLAR &#8211; Pr\u00e4sident Hermann Scheer, dass die Preistr\u00e4ger der Europ\u00e4ischen Solarpreise sowohl die ideellen wie auch die praktischen Vorreiter sind, die die M\u00f6glichkeit einer vollst\u00e4ndigen Abl\u00f6sung atomarer und fossiler durch Erneuerbare Energien zeigen. Die Laudationes auf die Preistr\u00e4ger hielt der bekannte Fernsehjournalist Franz Alt.<\/p>\n<p>Im Folgenden finden alle Preistr\u00e4ger Erw\u00e4hnung, die insbesondere im Bereich &#8220;Nachwachsende Rohstoffe&#8221; innovative Ideen realisiert haben. <\/p>\n<p><b>Den St\u00e4dtepreis erhalten<\/b>:<\/p>\n<p>&#8211; <b>Gemeinde G\u00fcssing in \u00d6sterreich f\u00fcr das Projekt &#8220;Energieautarken Gemeinde&#8221;<\/b>. <br \/>Die 4400 Einwohner starke Gemeinde G\u00fcssing im Burgenland, im S\u00fcdosten \u00d6sterreichs  litt lange Zeit unter ihrer peripheren Lage. Bis zum Fall des Eisernen Vorhanges z\u00e4hlte die Gemeinde zu einer der \u00e4rmsten Regionen in \u00d6sterreich mit hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Um dem entgegenzuwirken setzte sich die Gemeinde schon 1988 das Ziel, die j\u00e4hrlichen Ausgaben von 1,3 Mio. EUR f\u00fcr den Import von \u00d6l, Strom und anderen Energietr\u00e4gern durch Energieerzeugung aus lokalen Ressourcen zu substituieren. 1990 fasste man dann den Grundsatzbeschluss &#8220;100 % Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung&#8221; und nur ein Jahr sp\u00e4ter wurde ein neues Energiekonzept verabschiedet, das den gesamten Energiebedarf durch lokal verf\u00fcgbare Biomasse abdeckte.  Aufgrund einer konsequenten Realisierung verf\u00fcgt G\u00fcssing heute unter anderem heute \u00fcber eine Rapsmethylester-Anlage zur Produktion von Biodiesel, eine Fernw\u00e4rmeanlage mit Holzbefeuerung und  ein hochmodernes Biomassekraftwerk mit einer Leistung von 2 MW Strom und 4,5 MW W\u00e4rme.  Mit der Inbetriebnahme wurde schlie\u00dflich  das Ziel des ehrgeizigen Konzeptes verwirklicht. Seine Leitung deckt den gesamten Strombedarf und zusammen mit der Fernw\u00e4rmeanlage den gesamten Heizbedarf der Gemeinde ab. In G\u00fcssing sind bis heute 475 neue Arbeitsstellen in 42 Unternehmen  geschaffen worden, ein eindrucksvolles Beispiel eines  nachhaltigen, endogenen, regionalen Entwicklungsprozesses. Das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr Erneuerbare Energien in G\u00fcssing hilft die Ideen und Erfahrungen weiterzugeben, damit andere Regionen dem Beispiel folgen.<\/p>\n<p>&#8211; <b>Bundesstadt Bonn<\/b> hat die Auszeichnung aufgrund <b>zahlreicher kommunalpolitischer Projektinitiativen<\/b> und die in den vergangen Jahren erworbene <b>Rolle als internationales Kommunikationszentrum f\u00fcr die Entwicklung einer globalen \u00f6kologischen Perspektive auf der Basis Erneuerbarer Energien erhalten<\/b>. Die 1995 von der Stadt Bonn eingef\u00fchrte kostendeckende Verg\u00fctung f\u00fcr Solarstrom, das F\u00f6rderprogramm &#8220;Solarthermie&#8221;, sowie st\u00e4dtische Initiativen zur Kraft \u2013 W\u00e4rme Kopplung und das mit Pflanzen\u00f6l betriebene BHKW im Rheindorfer Hafen sind nur einige Beispiele f\u00fcr die Vielzahl der gef\u00f6rderten Initiativen. Unterst\u00fctzt wurde die f\u00fcr die Projekte notwendige breite Aufkl\u00e4rungs- und Motivierungsarbeit durch die von der Stadt Bonn seit 1996 j\u00e4hrlich veranstalteten &#8220;Bonner Solarwochen&#8221;. Eine besondere Rolle f\u00fcr die Vergabe des Europ\u00e4ischen Solarpreises an die Stadt Bonn ist ihr Engagement als internationales Kommunikationszentrum und Dialogplattform f\u00fcr eine \u00f6kologische Energieperspektive. Mehrfach war Bonn Gastgeberstadt von Klimaverhandlungen. Die deutsche UN-Stadt ist Sitz von 12 UN-Organisationen. Von den \u00fcber 170 in Bonn ans\u00e4ssigen staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen und Organisationen, vor allem aus den Bereichen Umwelt und Entwicklung, widmen sich in der &#8220;Solaratmosph\u00e4re&#8221; der Stadt immer mehr der Aufgabe der Mobilisierung Erneuerbarer Energien.<\/p>\n<p><b>Der Unternehmenspreis erh\u00e4lt u.a.<\/b>:<\/p>\n<p>&#8211; Die <b>Brauerei Neumarkter Lammsbr\u00e4u<\/b> setzt \u00f6kologische Zielvorstellungen in s\u00e4mtlichen Produktionsprozessen um. Bereits seit 1980 verfolgt das Unternehmen ein \u00f6kologisches Konzept, indem es u.a. f\u00fcr eine regionale Absatzbeschr\u00e4nkung und f\u00fcr 100 % Mehrweg eintrat. Dem Slogan &#8220;Das Reinheitsgebot beginnt auf dem Acker&#8221; gem\u00e4\u00df,  folgte der  kontinuierliche Aufbau der Rohstoffbasis aus  kontrolliert \u00f6kologischem Landbau. Schon 1987 kamen die ersten \u00f6kologischen Biersorten auf den Markt. Auch bei nicht-alkoholischen Getr\u00e4nken wurden Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt: der naturtr\u00fcbe Apfelsaft stammt von kontrolliert \u00f6kologischen Streuobstwiesen.  Auch wurde bereits in der ersten H\u00e4lfte der 80er Jahre der \u00dcbergang zu emissions\u00e4rmeren Energietr\u00e4gern (Solarw\u00e4rme, Erdgas) eingeleitet. Seit 1989 verzichtet das Unternehmen vollst\u00e4ndig auf schweres Heiz\u00f6l. Fortgef\u00fchrt wurde das Engagement mit einer verbesserten Abw\u00e4rmenutzung durch W\u00e4rmetauscher sowie 1992 durch den Bau einer Solaranlage f\u00fcr die Beleuchtung im Getr\u00e4nkeabholmarkt. Bereits 1994 deckte das Unternehmen seinen gesamten Rohstoffbedarf aus \u00f6kologischem Landbau. 1997 begann die Umr\u00fcstung von Pkws auf Pflanzen\u00f6lbetrieb, die bis heute auch auf die LKW-Flotte ausgedehnt wurde. Das Unternehmen Lammsbr\u00e4u wird mit dem Europ\u00e4ischen Solarpreis 2004 f\u00fcr mehr als zwei Jahrzehnte herausragende Arbeit ausgezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von EUROSOLAR zum elften Mal verliehenen Europ&auml;ischen Solarpreise sind in der KfW-Niederlassung Berlin in zehn verschiedenen Kategorien an 14 Preistr&auml;ger vergeben worden. 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