{"id":76579,"date":"2020-07-17T06:41:13","date_gmt":"2020-07-17T04:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=76579"},"modified":"2020-07-08T11:54:57","modified_gmt":"2020-07-08T09:54:57","slug":"bundeskabinett-beschliesst-verbot-von-wegwerfprodukten-aus-plastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundeskabinett-beschliesst-verbot-von-wegwerfprodukten-aus-plastik\/","title":{"rendered":"Bundeskabinett beschlie\u00dft Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Bundesregierung hat heute eine Verordnung zum Verbot von Einwegkunststoff-Produkten auf den Weg gebracht. K\u00fcnftig sollen bestimmte Plastikprodukte verboten sein, f\u00fcr die es bereits umweltfreundliche Alternativen gibt. Das Verbot betrifft Wegwerfprodukte wie Einmalbesteck und -teller, Trinkhalme, R\u00fchrst\u00e4bchen, Wattest\u00e4bchen und Luftballonst\u00e4be aus Plastik. Auch To-Go-Lebensmittelbeh\u00e4lter und Getr\u00e4nkebecher aus Styropor sollen nicht mehr auf den Markt kommen. Verboten sind au\u00dferdem alle Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff, der sich in besonders schwer zu entsorgende Mikropartikel zersetzt, aber nicht weiter abbaut. Die Verordnung leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Verm\u00fcllung der Umwelt und dient dem Schutz der Meere.<\/strong><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: &#8220;Viele Einwegprodukte aus Kunststoff sind \u00fcberfl\u00fcssig und kein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen. Dazu kommt: Viel zu oft enden Kunststoffe in der Umwelt oder den Meeren. Es ist gut, dass wir uns in Europa auf ein gemeinsames Vorgehen gegen \u00fcberfl\u00fcssiges Einweg-Plastik geeinigt haben. Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss gehen wir einen wichtigen nationalen Umsetzungsschritt im Kampf gegen die Plastikflut. Ich bin mir sicher: Dieses Verbot wird schon bald zu besseren, innovativen und umweltfreundlichen Produkten und L\u00f6sungen f\u00fchren. Vor allem Mehrweg ist aus Umweltsicht das Mittel der Wahl. Denn wir m\u00fcssen weg kommen von der Wegwerfkultur.&#8221;<\/p>\n<p>Die nun verbotenen Produkte geh\u00f6ren laut EU-Kommission zu den am h\u00e4ufigsten an europ\u00e4ischen Str\u00e4nden gefundenen Plastikgegenst\u00e4nden. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sch\u00e4tzt, dass sie rund zehn bis zwanzig Prozent des Abfalls aus Parks, \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen und Stra\u00dfen ausmachen. Den gr\u00f6\u00dften Anteil daran haben To-Go-Verpackungen f\u00fcr Lebensmittel und Getr\u00e4nke aus expandiertem Polystyrol (Styropor).<\/p>\n<p>Einwegkunststoffprodukte k\u00f6nnen in vielen F\u00e4llen durch umweltfreundlichere Mehrwegl\u00f6sungen ersetzt werden. To-Go-Becher oder To-Go-Lebensmittelbeh\u00e4lter aus Metall oder Kunststoff sowie abwaschbare Trinkhalme aus Glas finden immer mehr Verbreitung. Auf vielen Volksfesten hat sich bereits Mehrweggeschirr fest etabliert. Wegwerfprodukte wie Wattest\u00e4bchen k\u00f6nnen aus nachhaltigerem Material hergestellt werden.<\/p>\n<p>Die neue Verordnung dient der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie in nationales Recht. Das Verbot soll am 3. Juli 2021 europaweit in Kraft treten. Der Abverkauf von bereits bestehenden Lagerbest\u00e4nden \u2013 die nicht zuletzt auch durch die Covid 19 Pandemie entstanden sind \u2013 bleibt zul\u00e4ssig, um eine gebrauchslose Vernichtung der Einwegprodukte zu vermeiden. Die Verordnung wird nunmehr im Bundestag behandelt und bedarf anschlie\u00dfend der Zustimmung im Bundesrat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat heute eine Verordnung zum Verbot von Einwegkunststoff-Produkten auf den Weg gebracht. 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