{"id":7639,"date":"2005-01-06T00:00:00","date_gmt":"2005-01-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050106-02n"},"modified":"2005-01-06T00:00:00","modified_gmt":"2005-01-05T22:00:00","slug":"viel-raps-fuer-oel-und-diesel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/viel-raps-fuer-oel-und-diesel\/","title":{"rendered":"Viel Raps f\u00fcr \u00d6l und Diesel"},"content":{"rendered":"<p>G\u00fcnstige Witterungsbedingungen haben 2004 bei Raps zu hohen Fl\u00e4chenertr\u00e4gen gef\u00fchrt. Wie die <a href=\"http:\/\/www.landwirtschaftskammer.de\/\" >Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen<\/a> mitteilt, stiegen die Hektar-Ertr\u00e4ge im Durchschnitt um eine halbe Tonne auf 3,58 Tonnen je Hektar. Die Rapsernte brachte in Nordrhein-Westfalen insgesamt 200.000 Tonnen, ein Plus von etwa 29 Prozent. Bundesweit wurden 5,26 Millionen Tonnen Raps eingefahren, knapp 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Erh\u00f6hung ist vor allem auf Ertragssteigerungen zur\u00fcck zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>In vielen L\u00e4ndern, in denen Raps erzeugt wird, sind ebenfalls \u00fcberdurchschnittliche Ernteergebnisse erzielt worden. F\u00fcr die 25 Staaten der EU wird die Rapsernte um mehr als 30 Prozent h\u00f6her mit 14,5 bis 15 Millionen Tonnen angegeben. So gut wie 2004 f\u00fcr den Rapsanbau auch war, so schlecht war es f\u00fcr die Preise. Die hohen US-Sojabohnen-Erntesch\u00e4tzungen und das hohe EU-Rapsangebot lie\u00dfen die Erzeugerpreise um ein Drittel fallen.<\/p>\n<p>Leichte Hoffnung kommt dabei von der lebhaften Raps\u00f6lnachfrage. Denn einerseits wird ein h\u00f6herer Verbrauch in der menschlichen Ern\u00e4hrung erwartet, andererseits hat die wachsende Biodieselindustrie einen hohen Bedarf. Die Verarbeitungskapazit\u00e4ten in der EU reichen nicht aus, die Ernte zu verarbeiten. Um angesichts des festen Euro exportieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Preise in der EU sinken. Daher rechnen Marktbeobachter trotz voll ausgelasteter \u00d6lm\u00fchlenkapazit\u00e4ten, reger \u00d6l- und Schrotnachfrage in den kommenden Monaten kaum mit besseren Preisen.<\/p>\n<p>In der EU ist die Beimischung von Biodiesel zum Diesel wichtig (vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/beimischung-von-biodiesel-startet\/\" >2004-01-28<\/a>). Sie soll von zwei Prozent auf 5,75 Prozent Ende 2010 steigen. F\u00fcr 2004 rechnet das European Biodiesel Board f\u00fcr Deutschland mit einer Produktion von 1,1 Millionen Tonnen. In 2003 waren es 714.000 Tonnen. F\u00fcr die EU wird mit 2,2 Millionen Tonnen gerechnet. Etwa 15 Prozent der in der EU verwendeten pflanzlichen \u00d6le werden als Biodiesel genutzt. Durch die hohen Erd\u00f6lpreise getrieben, geht der Aufbau weiterer Verarbeitungskapazit\u00e4ten in der EU weiter.<\/p>\n<p>Der Anbau von Non-Food-Raps ist auf Stilllegungsfl\u00e4chen f\u00fcr das Erntejahr 2005 deutlich ausgeweitet worden. In einigen Regionen werden 60 Prozent der Stilllegungsfl\u00e4chen genutzt. Insgesamt wird die Rapsanbaufl\u00e4che in Deutschland nach Prognosen um 0,4 Prozent, in Nordrhein-Westfalen jedoch um 6,7 Prozent steigen. Im Jahr 2004 wurden in Nordrhein-Westfalen 57.000 Hektar mit Raps bestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G&uuml;nstige Witterungsbedingungen haben 2004 bei Raps zu hohen Fl&auml;chenertr&auml;gen gef&uuml;hrt. 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