{"id":7620,"date":"2005-01-17T00:00:00","date_gmt":"2005-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050117-06n"},"modified":"2005-01-17T00:00:00","modified_gmt":"2005-01-16T22:00:00","slug":"oekospanplatten-erobern-aussenbereich-stabil-und-feuchtebestaendig-dank-tanninen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oekospanplatten-erobern-aussenbereich-stabil-und-feuchtebestaendig-dank-tanninen\/","title":{"rendered":"\u00d6kospanplatten erobern Au\u00dfenbereich &#8211; stabil und feuchtebest\u00e4ndig dank Tanninen"},"content":{"rendered":"<p>Dank der Forschungsarbeiten der <a href=\"http:\/\/www.elka-holzwerke.de\/\" >Lud. Kuntz GmbH<\/a> tut sich jetzt ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der Spanplatten auf. Erd\u00f6lbasierte Bindemittel sind k\u00fcnftig auch f\u00fcr Hochleistungsspanplatten nicht mehr n\u00f6tig. Statt Phenolharzen sorgen Tannine und St\u00e4rke nicht nur f\u00fcr den n\u00f6tigen Zusammenhalt, sondern auch f\u00fcr die nach EU-Norm vorgegebene Stabilit\u00e4t. Sogar feuchtestabile und selbsttragende Platten des Typs P5 k\u00f6nnen jetzt mit Tanninen hergestellt werden.<\/p>\n<p>Vor allem synthetischen Bindemitteln ist es zu verdanken, dass sich Spanplatten als universell einsetzbare Holzwerkstoffe etabliert haben. Harnstoff- oder Phenol-Formaldehydharze verleihen den Platten bislang die n\u00f6tige Festigkeit f\u00fcr den Innenausbau oder die Au\u00dfenanwendung. Fossile Rohstoffe sind aber kein Muss bei der Werkstoffherstellung. Denn auch die Natur stellt Substanzen mit starker Bindekraft bereit, beispielsweise Tannine aus den Rinden tropischer H\u00f6lzer oder St\u00e4rke aus Kartoffeln oder Getreide. Eine tanningebundenen Spanplatte f\u00fcr den Trockenbau war bereits vor einigen Jahren im Handel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung der Fachagentur <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a> konnte die Entwicklung jetzt weiter vorangetrieben werden. Zusammen mit der Lud. Kuntz GmbH hat sich das <a href=\"http:\/\/www.wood.uni-goettingen.de\/\" >Institut f\u00fcr Holzbiologie und Holztechnologie<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.uni-goettingen.de\/\" >Uni G\u00f6ttingen<\/a> nicht nur an alternative Bindemittel, sondern auch an Plattenqualit\u00e4ten f\u00fcr den Feuchtebereich gewagt. <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst galt es, Tannin-St\u00e4rke-Leimharze zu entwickeln, die f\u00fcr die Span- und Faserplattenherstellung taugen. Je nach Plattenqualit\u00e4t erwiesen sich St\u00e4rkeanteile von 10 bis 40 Prozent in der Praxis als machbar. Auch die \u00f6kologischen Qualit\u00e4ten des neuen Bindemittels \u00fcberzeugten. Die Formaldehydemissionen der \u00d6koplatten lagen deutlich unter denen herk\u00f6mmlicher Platten.<\/p>\n<p>Dem Bauherrn kommt es jedoch in erster Linie auf die physikalisch-technischen Eigenschaften des Baustoffs an. Die europ\u00e4ische Norm f\u00fcr Baustoffe macht daher sehr konkrete Vorgaben bez\u00fcglich Dickenquellung, Querzugfestigkeit oder Biegefestigkeit f\u00fcr die jeweilige Produktgruppe. Zwar lie\u00dfen sich Platten des Typs P3 relativ rasch entwickeln und auf den Markt bringen, die Lud. Kuntz GmbH wollte aber noch weiter. Tats\u00e4chlich gelang es im Rahmen des Projekts, tanningebundene Spanplatten der anspruchsvollen Produktgruppe P5 zu produzieren. Die \u00d6koplatten k\u00f6nnen auch im Au\u00dfenbereich f\u00fcr W\u00e4nde oder Decken eingesetzt werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank der Forschungsarbeiten der Lud. Kuntz GmbH tut sich jetzt ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der Spanplatten auf. 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