{"id":7609,"date":"2005-01-24T00:00:00","date_gmt":"2005-01-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050124-03n"},"modified":"2005-01-24T00:00:00","modified_gmt":"2005-01-23T22:00:00","slug":"gruene-woche-kuenast-will-mehr-forschung-fuer-nawaro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruene-woche-kuenast-will-mehr-forschung-fuer-nawaro\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Woche: K\u00fcnast will mehr Forschung f\u00fcr Nawaro"},"content":{"rendered":"<p>In ihrer Rede zur Er\u00f6ffnung des 12. Ost-West-Agrarforums auf der 70. <a href=\"http:\/\/www.gruenewoche.de\/\" >Internationalen Gr\u00fcnen Woche<\/a> in Berlin hat <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Verbraucherschutzministerin<\/a> Renate K\u00fcnast heute auf die Bedeutung einer nachhaltigen Agrarwirtschaft f\u00fcr Politik und Gesellschaft hingewiesen. Das Ost-West-Agrarforum habe in den letzten 12 Jahren gerade auch den Wandel im Agrarbereich begleitet. &#8220;Ich halte deshalb die Agrarwende f\u00fcr eine herausragende und notwendige organisatorische und institutionelle Innovation unserer Zeit&#8221;, erkl\u00e4rte K\u00fcnast.<\/p>\n<p>Anstelle der Leistung, m\u00f6glichst viel zu produzieren, seien andere Erwartungen an die Landwirtschaft getreten: Die Lebensmittelqualit\u00e4t, Tierschutz, Natur- und Umweltschutz, oder die Landschaftspflege. Die Bundesministerin betonte die enorme Leistung und die Vorreiterrolle des \u00f6kologischen Landbaus und der artgerechten Tierhaltung: &#8220;Wir m\u00fcssen diese besonders nachhaltigen Wirtschaftsweisen so stark wie m\u00f6glich machen. Wir m\u00fcssen gemeinsam daran arbeiten, dass sie noch mehr Sogwirkung entwickelt, auch f\u00fcr den &#8220;Mainstream&#8221;.<\/p>\n<p>Es geht im 21. Jahrhundert um f\u00fcnf zentrale Herausforderungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit:<\/p>\n<p>1. <b> Globale Ebene<\/b>. Hier gehe es um ein gerechtes, nachhaltiges Handelssystem f\u00fcr alle. Die k\u00fcnftige Verankerung Nicht-Handelsbezogener Kriterien auf internationaler Ebene sei dabei ein ganz wesentliches Element.<\/p>\n<p>2. <b>Lebensmittelsicherheit<\/b>. Hier brauche man ein durchg\u00e4ngiges System der Verantwortlichkeit vom Acker bis zum Teller, Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf allen Stufen der Lebensmittelkette. Neue, innovative L\u00f6sungen m\u00fcsse es vor allem beim Umgang mit Salmonellen, Antibiotika\u00adresistenzen oder Zoonosen geben. &#8220;Sie geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr die Gesundheit der Menschen. Hier brauchen wir Verbesserungen durch eine nachhaltige Wirtschaftsweise&#8221;, so die Ministerin. Auch im Zusammenhang mit den so genannten neuartigen Lebensmitteln m\u00fcsse man \u00fcber Lebensmittelsicherheit reden. Hier sei ein Szenariobuilding wichtig, das auch zuk\u00fcnftigen Generationen ein gutes und gesundes Leben erm\u00f6gliche.<\/p>\n<p>3. <b>Forschung<\/b>. In der Forschung gehe es vor allem darum, technische M\u00f6glichkeiten mit gesellschaftlichen Erfordernissen und Erwartungen zusammen zu bringen. Man m\u00fcsse sich fragen: Wohin soll die Forschung forschen? Welches sind die dr\u00e4ngenden Probleme, vor denen wir stehen und welche L\u00f6sungsans\u00e4tze k\u00f6nnen wir bieten? Wie organisieren wir Forschung, um diesen Problemen beizukommen?<br \/>Die Agro-Gentechnik sei ein gutes Beispiel f\u00fcr diesen Diskurs. &#8220;Sie ist zweifellos ein hochinnovativer Bereich. Aber: Wir wissen noch immer zu wenig \u00fcber die Langzeitfolgen der Gentechnik. Wir problematisieren zu wenig die Frage der R\u00fcckholbarkeit&#8221;, sagte K\u00fcnast. Man m\u00fcsse sich die Frage stellen, was eine wirklich innovative Forschung sei, was uns voran bringe und was die Existenz einer nachhaltigen Agrarwirtschaft sichere. Gerade im Bereich Gentechnik m\u00fcsse die Frage erlaubt sein, ob wir nicht mit einer traditionellen, standortangepassten Z\u00fcchtung die gleichen, wenn nicht gar bessere Ergebnisse erzielen k\u00f6nnen. Hierzu habe es in j\u00fcngster Zeit beeindruckende Beispiele gegeben.<\/p>\n<p>4. <b>nachwachsende Rohstoffe<\/b>. Die Landwirtschaft sei l\u00e4ngst \u00fcber ihre Rolle als reiner Lebensmittelproduzent hinausgewachsen. Sie biete mittlerweile eine breite Palette von Rohstoffen f\u00fcr hoch innovative Produkte an. &#8220;Das Segment der nachwachsenden Rohstoffe ist eine Innovation im besten Sinne und er\u00f6ffnet zukunftsf\u00e4hige Wege f\u00fcr die Landwirtschaft und damit auch f\u00fcr die l\u00e4ndlichen R\u00e4ume&#8221;, sagte Ministerin K\u00fcnast. &#8220;Es profitieren letztlich alle. Denn Innovationen in diesem Bereich sind unverzichtbar in ihrem Beitrag zum Klimaschutz, zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und zur Schaffung von Wertsch\u00f6pfung und neuen Arbeitspl\u00e4tzen&#8221;, so die Ministerin.<\/p>\n<p>5. <b>Bedeutung und k\u00fcnftige Rolle des l\u00e4ndlichen Raums<\/b>. Erfolg h\u00e4tten schon in der Vergangenheit vor allem die l\u00e4ndlichen R\u00e4ume gehabt, die sich schon fr\u00fch auf anstehende Ver\u00e4nderungen eingestellt und innovative Strategien gesucht und umgesetzt haben. Die nachwachsenden Rohstoffe seien ein hervorragendes aktuelles Beispiel f\u00fcr einen solchen Blick in die Zukunft, die Verkn\u00fcpfung von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus ein anderes. &#8220;Auch in der Agrarpolitik m\u00fcssen wir uns fragen, wo und wie wir solche Impulse setzen k\u00f6nnen, die diese notwendigen Prozesse in der l\u00e4ndlichen Wirtschaft unterst\u00fctzen&#8221;, so K\u00fcnast. Die EU-Agrarkomissarin Fischer-Boel habe in ihrer Er\u00f6ffnungsrede zur Gr\u00fcnen Woche darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume zu einem Herzst\u00fcck der Lissabon-Strategie werden m\u00fcsse. &#8220;Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, dann muss die Entwicklung der l\u00e4ndlichen R\u00e4ume das Herzst\u00fcck der innovativen Kr\u00e4fte werden&#8221;, sagte die Ministerin. &#8220;Dabei ist der Bergriff der Nachhaltigkeit in seiner \u00d6kologischen, sozialen und \u00f6konomischen Dimension unweigerlich mit dem Begriff der &#8220;Modernit\u00e4t&#8221; und damit Erfolg versprechenden Innovationen im 21. Jahrhundert verbunden&#8221;, sagte die Ministerin abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrer Rede zur Er&ouml;ffnung des 12. Ost-West-Agrarforums auf der 70. 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