{"id":7590,"date":"2004-10-28T00:00:00","date_gmt":"2004-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041028-07n"},"modified":"2004-10-28T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-27T22:00:00","slug":"welt-lebt-weiter-von-oel-und-gas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/welt-lebt-weiter-von-oel-und-gas\/","title":{"rendered":"Welt lebt weiter von \u00d6l und Gas"},"content":{"rendered":"<p><b>Der weltweite Energiebedarf wird bis 2030 um 60 Prozent steigen. Von dieser Annahme geht die <a href=\"http:\/\/www.iea.org\/\" >Internationale Energie-Agentur<\/a> aus und empfiehlt eine nachhaltige Entwicklung.<\/b><\/p>\n<p> Vor einem dramatisch ansteigenden Energieverbrauch und einer immer gr\u00f6\u00dferen Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6lproduzenten hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) gewarnt. Der Welt werde das \u00d6l &#8220;bis 2030 und dar\u00fcber hinaus&#8221; nicht ausgehen, sagte Claude Mandil, Exekutivdirektor der bei der OECD ans\u00e4ssigen IEA gestern anl\u00e4sslich der Vorstellung des Berichts &#8220;Welt-Energie-Ausblick 2004&#8221; in London. Dennoch m\u00fcsse durch entschlossenes staatliches Handeln ein nachhaltiger Energienutzungspfad eingeschlagen werden, forderte er. <\/p>\n<p>Die Entwicklung des \u00d6lpreises, so der IEA-Bericht weiter, habe weltweit gro\u00dfen Einfluss auf Wirtschaft, Inflation und Sozialprodukt. Dauerhaft hohe \u00d6lpreise w\u00fcrden zu sinkendem Erd\u00f6lverbrauch mit geringeren CO-Emissionen, aber auch zu h\u00f6heren Energiekosten, niedrigerem Wachstum, h\u00f6heren Inflationsraten und weniger Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fchren. &#8220;Ein dauerhafter Anstieg um zehn Dollar pro Barrel verlangsamt den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um ein halbes Prozent&#8221;, sagte Mandil. <\/p>\n<p>Die IEA fordert die Staaten auf, die k\u00fcnftige Energiepolitik tats\u00e4chlich nachhaltig zu gestalten. &#8220;Wir brauchen den technologischen Durchbruch bei den erneuerbaren Energien&#8221;, verlangte Mandil. Aus Biomasse erzeugte Kraftstoffe sowie Strom aus allen erneuerbaren Energien m\u00fcssten kosteneffizienter produziert werden. &#8220;Auch Atomstrom wird ein Teil der emissionsfreien Zukunft sein&#8221;, so der IEA-Chef. Wer die Klimagasemissionen reduzieren wolle, komme an Atomenergie nicht vorbei. Er forderte die Regierungen auf, deutlich mehr Geld in Energieforschung zu investieren. Es sei an der Zeit, Alternativen f\u00fcr Erd\u00f6l zu entwickeln und gro\u00dftechnisch einsetzbar zu machen. &#8220;Wasserstoff kann die Mobilit\u00e4t der Zukunft sichern&#8221;, erkl\u00e4rte Mandil. Auch zus\u00e4tzliche Forschung zur Abtrennung von CO aus Kohlekraftwerken sei n\u00f6tig. <\/p>\n<p>Bei unver\u00e4nderter Energiepolitik geht die IEA von einer Zunahme der weltweiten CO-Emissionen von 2002 bis 2030 um j\u00e4hrlich 1,7 Prozent aus. Nahezu 70 Prozent dieses Zuwachses werde aus Entwicklungsl\u00e4ndern kommen. Die H\u00e4lfte aller zus\u00e4tzlichen Emissionen gehe auf das Konto der Stromerzeugung. Bereits 2010 k\u00f6nnten die energiebedingten Emissionen der IEA zufolge um 39 Prozent h\u00f6her liegen als 1990. <\/p>\n<p>Dem IEA-Szenario zufolge steigt der Weltenergiebedarf von 2002 bis 2030 um 60 Prozent auf 16,5 Billionen Tonnen \u00d6l\u00e4quivalent, zwei Drittel der Nachfrage kommen aus Schwellenl\u00e4ndern wie China, Indien und Russland. Die Nachfrage nach Erd\u00f6l wird der IEA zufolge um 1,6 Prozent j\u00e4hrlich auf 90 Millionen Barrel je Tag (2010) und 121 Millionen Barrel 2030 steigen. Der Gasbedarf wird sich bis 2030 verdoppeln. Auch der Verbrauch von Kohle steigt mit 1,5 Prozent j\u00e4hrlich bis 2030 auf dann 7 Billionen Tonnen. Erneuerbare Energien wachsen zwar mit 5,7 Prozent j\u00e4hrlich schneller als alle anderen Quellen wachsen, dennoch wird ihr Anteil am weltweiten Prim\u00e4renergieverbrauch im Jahr 2030 erst bei zwei Prozent liegen.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energieagentur-nrw-empfiehlt-langfristig-denken-und-energie-sparen\/\" >2004-08-22<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biosprit-hat-im-autotank-noch-nichts-zu-suchen\/\" >2004-07-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der weltweite Energiebedarf wird bis 2030 um 60 Prozent steigen. Von dieser Annahme geht die Internationale Energie-Agentur aus und empfiehlt eine nachhaltige Entwicklung.<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7590\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7590"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}