{"id":7588,"date":"2004-10-29T00:00:00","date_gmt":"2004-10-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041029-02n"},"modified":"2004-10-29T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-28T22:00:00","slug":"energiegewinnung-aus-nachwachsenden-rohstoffen-bayerischer-klimagipfel-verabschiedet-klimaschutzbuendnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiegewinnung-aus-nachwachsenden-rohstoffen-bayerischer-klimagipfel-verabschiedet-klimaschutzbuendnis\/","title":{"rendered":"Energiegewinnung aus Nachwachsenden Rohstoffen: Bayerischer Klimagipfel verabschiedet Klimaschutzb\u00fcndnis"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 21. Oktober fand in der M\u00fcnchener Residenz der Bayerische Klimagipfel statt. Die Bayerische Staatsregierung lud hierzu Entscheidungstr\u00e4ger ein und verabschiedete ein Klimaschutzb\u00fcndnis. <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >C.A.R.M.E.N.<\/a>-Projektmanagerin Dr. Bettina Schmidt und Ausstellungsbetreuer Walter Wallrapp nahmen an der Veranstaltung teil. Sie nutzten die Gelegenheit, eine Ausstellung \u00fcber die Energiegewinnung aus Biomasse zu pr\u00e4sentieren und das Kompetenzzentrum f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe in Straubing vorzustellen.<\/b><\/p>\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident, Dr. Edmund Stoiber, erinnerte an die St\u00fcrme und Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre. Als wichtige Ursache nannte er den steigenden Energiebedarf, der durch Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger gedeckt wird und Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) freisetzt. F\u00fcr diesen CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df seien der Verkehr, die Wirtschaft und die privaten Haushalte verantwortlich, so der Ministerpr\u00e4sident. Damit sei der Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der man sich stellen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>In einem &#8220;Klimaschutzb\u00fcndnis&#8221; wurde nun, als gemeinsame Erkl\u00e4rung der Bayerischen Staatsregierung und des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. vom 21. Oktober, eine Strategie f\u00fcr eine Generationen-\u00fcbergreifende Klimaschutzpolitik vereinbart. Mit dem B\u00fcndnis soll die Senkung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen weiter verst\u00e4rkt, den Auswirkungen des Klimawandels wirksamer begegnet und zu einer nachhaltigen Entwicklung beigetragen werden. Unter Punkt 2 des B\u00fcndnisses werden die Erneuerbaren Energien aufgef\u00fchrt. Es wird betont, dass die Nutzung von &#8220;Biomasse (Bioenergie Nachwachsende Rohstoffe)&#8221; und weiterer erneuerbarer Energiequellen verst\u00e4rkt werden soll.<\/p>\n<p>Der Klimaschutz hat durch die Konferenz von Rio de Janeiro (1992) und das Kyoto-Protokoll (1997) weltweit Bedeutung bekommen. Auch Russland hat inzwischen das Kyoto-Protokoll ratifiziert, womit die Umsetzung, trotz der momentan ablehnenden Haltung der USA, in greifbare N\u00e4he ger\u00fcckt ist. Im Falle des Wahlsieges von John Kerry hat dieser angek\u00fcndigt, sich f\u00fcr eine amerikanische Unterschrift unter das Kyoto-Protokoll einzusetzen.<\/p>\n<p>Bayern ist schon wesentlich weiter, das belegte der C.A.R.M.E.N. e.V. beim Klimagipfel mit seiner Ausstellung zur energetischen Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Prim\u00e4renergieverbrauch ist im Freistaat mit 7 Prozent mehr als zweimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt (2,8 Prozent). Bei Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Wasserkraft ist Bayern in Deutschland f\u00fchrend, dennoch sind weitere Anstrengungen f\u00fcr den Klimaschutz unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Auf diesem Gebiet hat Bayern bereits umfangreiche Erfahrung. Gef\u00f6rdert durch das Bayerische Staatsministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Forsten und von C.A.R.M.E.N. begleitet, wurden in den vergangenen 12 Jahren 154 Projekte umgesetzt, die sich aus 132 Biomasseheiz(kraft)werken, 8 Pflanzen\u00f6l-Blockheizkraftwerken, 7 Biogasanlagen, 2 Biodieselanlagen und 5 Biomasseh\u00f6fen zusammensetzen. Allein die Biomasseheiz(kraft)werke erzeugen pro Jahr rund 670.000 MWh an W\u00e4rme. Diese Menge entspricht dem Jahresw\u00e4rmebedarf von 45.000 Durchschnittshaushalten und einer j\u00e4hrlichen CO<sub>2<\/sub>-Einsparung von 220.000 Tonnen gegen\u00fcber dem Einsatz von Heiz\u00f6l.<\/p>\n<p>Einer weiteren Steigerung dieser Leistung steht nichts im Wege, das belegt auch die 2. Bundeswaldinventur 2004: Energieholz ist in Bayern reichlich vorhanden. Im Freistaat gibt es die zweith\u00f6chste Waldzuwachsrate Deutschlands. Hier w\u00e4chst in jeder Sekunde 1 Kubikmeter Holz nach, der der Atmosph\u00e4re 1 Tonne CO<sub>2<\/sub> entzieht. Jedem Einwohner Bayerns stehen damit pro Jahr 2,6 Kubikmeter Holz aus heimischen W\u00e4ldern zur Verf\u00fcgung, wovon derzeit nur 1,2 Kubikmeter eingesetzt werden.<\/p>\n<p><b>C.A.R.M.E.N. e.V.<\/b><br \/>Schulgasse 18<br \/>94315 Straubing,<br \/>Tel.: 09421-960-300<br \/>Fax: 09421-960-333<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:contact@carmen-ev.de\">contact@carmen-ev.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >www.carmen-ev.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 21. Oktober fand in der M&uuml;nchener Residenz der Bayerische Klimagipfel statt. Die Bayerische Staatsregierung lud hierzu Entscheidungstr&auml;ger ein und verabschiedete ein Klimaschutzb&uuml;ndnis. 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