{"id":7520,"date":"2004-11-25T00:00:00","date_gmt":"2004-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041125-05n"},"modified":"2004-11-25T00:00:00","modified_gmt":"2004-11-24T22:00:00","slug":"baw-verstaerkte-foerderung-von-verpackungen-aus-bioplastics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/baw-verstaerkte-foerderung-von-verpackungen-aus-bioplastics\/","title":{"rendered":"BAW: Verst\u00e4rkte F\u00f6rderung von Verpackungen aus Bioplastics"},"content":{"rendered":"<p>Der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r im <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/a>, Matthias Berninger, referierte beim <a href=\"http:\/\/www.ik-verband.de\/\" >IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V.<\/a> am 4. November 2004 in Bad Homburg \u00fcber Potenziale und Hemmfaktoren f\u00fcr den Einsatz von Rohstoffen und Verpackungen aus BAW (Biologisch abbaubare Werkstoffe). Er informierte auch \u00fcber den Beschluss des Bundeskabinetts, im Hinblick auf die \u00d6lpreisentwicklung und zur Einhaltung der Klimaschutzvereinbarung verst\u00e4rkt auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und die Mittel f\u00fcr Projekte vor allem zum Thema Verpackungen aus BAW im kommenden Jahr deutlich zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Mit den Rahmenbedingungen f\u00fcr BAW befasste sich der beim IK angesiedelte Arbeitskreis &#8220;Kompostierbare Kunststoffverpackungen und -folien&#8221;. Dazu hie\u00df IK-Pr\u00e4sident Bernhard Borgardt den Parlamentarischen Staatssekret\u00e4r im BMVEL, Matthias Berninger, herzlich willkommen. Vor rund 30 Teilnehmern aus Unternehmen der Kunststoff herstellenden und verarbeitenden Industrie referierte Berninger \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, nachwachsende Rohstoffe in verst\u00e4rktem Umfang f\u00fcr die Herstellung von Werkstoffen zu nutzen.<\/p>\n<p>Es schlossen sich Erfahrungsberichte \u00fcber BAW-Rohstoffe und -Verpackungen an. In einer ausf\u00fchrlichen Diskussion wurde unter anderem die Frage behandelt, ob Preisgleichheit mit herk\u00f6mmlichen Werkstoffen erreicht werde k\u00f6nne, und ob sich damit die Marktchancen f\u00fcr BAW verbessern w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung geht nach Berninger davon aus, dass ein anhaltend hoher \u00d6lpreis und die Steigerung der Absatzmengen BAW in absehbarer Zeit preislich mit Werkstoffen aus fossilen Rohstoffen gleichziehen lassen. Auch wenn dies von einigen Teilnehmern als sehr optimistisch gesehen wurde, war sich die Runde einig, dass es viele gute Gr\u00fcnde f\u00fcr den Einsatz von Verpackungen aus BAW gibt, die eine st\u00e4rkere Verbreitung verdienen. Es wurde bedauert, dass BAW in Deutschland ein Schattendasein f\u00fchren, w\u00e4hrend andere EU-L\u00e4nder, wie beispielsweise Italien, die besonderen Eigenschaften dieser Werkstoffe in wesentlich gr\u00f6\u00dferem Umfang zu sch\u00e4tzen wissen. Als Ursachen wurden in der Diskussion das auf Kostenbetrachtungen reduzierte Einkaufsverhalten des Handels und das typisch deutsche Problematisieren von Neuerungen genannt, f\u00fcr die a priori perfekte L\u00f6sungssysteme einschlie\u00dflich der Entsorgung erwartet werden.<\/p>\n<p>Berninger wies darauf hin, dass eine bundesweite Aufkl\u00e4rung \u00fcber das richtige Sortieren gebrauchter BAW-Verpackungen (in die Biotonne!) aus Kostengr\u00fcnden schwer realisierbar erscheint, wie der im Vorjahr durchgef\u00fchrte Gro\u00dfversuch in Kassel deutlich gemacht habe.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang best\u00e4tigte Berninger, dass der Frage der Kompostierbarkeit eine zu gro\u00dfe und oft zentrale Aufmerksamkeit geschenkt werde; auch \u00f6kologische Gr\u00fcnde spr\u00e4chen daf\u00fcr, die energetische Verwertung nicht aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung sehe im \u00fcbrigen keinen Widerspruch, BAW auch aus fossilen Rohstoffen herzustellen, weil damit erfahrungsgem\u00e4\u00df vielfach auch dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe der Weg geebnet werde. Diese m\u00fcssten jedenfalls \u00f6koeffizient sein: &#8220;Die g\u00fcnstige CO2 \u2013Bilanz darf durch beispielsweise D\u00fcnger und Pflanzenschutzmittel nicht kaputt gemacht werden.&#8221;<\/p>\n<p>Seinem Ministerium sei es ein wichtiges Anliegen, anstelle von Fastfood gesunde Ern\u00e4hrung attraktiver zu machen. Ein cleveres Zusammenwirken von geeigneten Vermarktungsverfahren mit BAW-Verpackungen sei gesundheitspolitisch angezeigt und k\u00f6nne gleichzeitig den Obst- und Gem\u00fcseverbrauch f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Berninger gab bekannt, dass der Etat 2005 f\u00fcr Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet nachwachsender Rohstoffe fast verdoppelt werde. Hier erwarte er &#8220;das Commitment der Industrie, die sich stetig verbessernden Rahmenbedingungen aktiv zu nutzen&#8221;. Seine T\u00fcr stehe f\u00fcr entsprechende Vorschl\u00e4ge offen.<\/p>\n<p>Ganz im Sinne der Diskussion beschlossen die Teilnehmer abschlie\u00dfend eine Umbenennung des mit dem Thema befassten IK-Gremiums in &#8220;Arbeitskreis Bioplastics&#8221;. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesministerium f&uuml;r Verbraucherschutz, Ern&auml;hrung und Landwirtschaft, Matthias Berninger, referierte beim IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V. am 4. 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