{"id":7512,"date":"2004-11-29T00:00:00","date_gmt":"2004-11-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041129-02n"},"modified":"2004-11-29T00:00:00","modified_gmt":"2004-11-28T22:00:00","slug":"jatropha-nuesse-vom-oedland-fuer-biodiesel-im-tank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/jatropha-nuesse-vom-oedland-fuer-biodiesel-im-tank\/","title":{"rendered":"Jatropha-N\u00fcsse vom \u00d6dland f\u00fcr Biodiesel im Tank"},"content":{"rendered":"<p>Das Ziel ist ehrgeizig: Bodenerosion stoppen, \u00d6dland fruchtbar machen, Arbeitspl\u00e4tze und eine Industrie zur Fruchtverwertung schaffen. Der Anbau der Pflanze Jatropha ist f\u00fcr Indiens Landbev\u00f6lkerung ein Hoffnungstr\u00e4ger, f\u00fcr Politiker eine positive Infrastrukturma\u00dfnahme und f\u00fcr DaimlerChrysler ein Teil von Corporate Social Responsibility. <\/p>\n<p>&#8220;Das Jatropha-Projekt steht f\u00fcr viel mehr als die Produktion von Biodiesel in Indien und damit f\u00fcr etwas mehr Unabh\u00e4ngigkeit vom Import\u00f6l. Jatropha steht f\u00fcr Arbeit und Einkommen der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung, f\u00fcr neue Betriebe, f\u00fcr Mobilit\u00e4t und Verringerung der Luftverschmutzung.&#8221;<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Teil der in den n\u00e4chsten 5 Jahren anfallenden Projektkosten tr\u00e4gt <a href=\"http:\/\/www.daimlerchrysler.com\/\" >DaimlerChrysler<\/a> mit 1,3 Mio. EUR. Aber auch die <a href=\"http:\/\/www.deginvest.de\/\" >Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)<\/a> f\u00f6rdert das Projekt mit rund 200.000 EUR aus gutem Grund.  Denn der Anbau der Jatropha-Nuss st\u00f6\u00dft bei der einheimischen Bev\u00f6lkerung auf offene Ohren, da neue Einkommensquellen erschlossen und Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Der Aufbau von Produktionsanlagen vor Ort tr\u00e4gt zur regionalen Wertsch\u00f6pfung bei, da der gesamte Produktions- und Nutzungszyklus lokal organisiert werden kann. Die Produktionsanlagen k\u00f6nnen sehr einfach gehalten werden und deswegen wird es nicht verwunderlich sein, wenn in naher Zukunft neben einer Autoreparaturwerkstatt \u00d6lpressen stehen, die den Grundstoff f\u00fcr kleine Fabriken zur Biodieselproduktion liefern. Die Bauern k\u00f6nnten mit dem produzierten Biokraftstoff &#8220;station\u00e4re Motoren oder ihre Traktoren antreiben, N\u00fcsse und \u00d6l k\u00f6nnten Rohstoff f\u00fcr eine Chemieindustrie sein, die Fetts\u00e4uren und Glycerin ben\u00f6tigt&#8221;. <\/p>\n<p>Der aus dem Nuss\u00f6l produzierte Biodiesel erf\u00fcllt sogar die scharfe EU-Norm 14924. Erste Fahrtests mit einem handles\u00fcblichen Dieselfahrzeug der C-Klasse \u00fcber eine Strecke von &#8220;5.900 km quer durch Indien verliefen st\u00f6rungsfrei und ohne Umbauten&#8221;.<\/p>\n<p>Neben den oben genannten Vorteilen f\u00fcr die Gesellschaft und der vielf\u00e4ltigen Verwertbarkeit der Jatropha-Nuss kommt ein dritter wesentlicher Punkt hinzu: Durch den Anbau der Jatropha-Nuss ist eine Rekultivierung von bisherigem \u00d6dland m\u00f6glich.  Die Jatropha-Nuss &#8220;w\u00e4chst in tropischen Regionen wild. Sie ist sehr gen\u00fcgsam, gedeiht auf erodiertem, verkrustetem und damit landwirtschaftlich bisher nicht nutzbarem Boden&#8221;. Die zu den Wolfsmilchgew\u00e4chsen geh\u00f6rende Pflanze wird bis zu 6 m hoch, liefert \u00fcber einen Zeitraum von bis zu 30 Jahre  Ertr\u00e4ge und ben\u00f6tigt lediglich durchschnittliche Jahresniederschlagswerte von 250 mm. Mit seinem Wissen  \u00fcber die Jatropha-Nuss hat Herr Gosh, Direktor des <a href=\"http:\/\/www.csmcri.org\/\" >Central Salt &#038; Marine Chemicals Research Institute<\/a> zusammen mit Prof. Becker vom Institut f\u00fcr Tierproduktion der <a href=\"http:\/\/www.uni-hohenheim.de\/\" >Universit\u00e4t Hohenheim<\/a> wesentlich zu dem bisherigen optimalen Verlauf des Projektes beigetragen.<\/p>\n<p>Einziger negativer Aspekt der Jatropha-Nuss ist die hohe Toxizit\u00e4t: &#8220;Leider eignet sich Jatropha noch nicht direkt als Proteinzusatz f\u00fcr Futter oder gar als bedenkenlos zu verteilender D\u00fcnger. Jatropha ist in allen Teilen giftig&#8221;. Einige der rund einem halben Dutzend Gifte l\u00e4sst sich durch erhitzen auf Temperaturen \u00fcber 50 \u00b0C zerst\u00f6ren, aber man ist erst noch am Anfang der Forschungsarbeiten. Sponsoren k\u00f6nnen gerne ihren Teil zu einem positiven Ausgang der Forschungsarbeiten beitragen.  <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/daimlerchrysler-starts-biodiesel-in-india\/\" >06.02.2004<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/daimlerchrysler-jatropha-biodiesel-produktion-startet-in-indien\/\" >19.11.2003<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ziel ist ehrgeizig: Bodenerosion stoppen, &Ouml;dland fruchtbar machen, Arbeitspl&auml;tze und eine Industrie zur Fruchtverwertung schaffen. 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