{"id":7501,"date":"2004-09-22T00:00:00","date_gmt":"2004-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040922-07n"},"modified":"2004-09-22T00:00:00","modified_gmt":"2004-09-21T22:00:00","slug":"heu-und-vliesstoffe-fuer-den-erdbau-aus-sachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/heu-und-vliesstoffe-fuer-den-erdbau-aus-sachsen\/","title":{"rendered":"Heu und Vliesstoffe f\u00fcr den Erdbau aus Sachsen"},"content":{"rendered":"<p>Chemnitz (dpa). Geotextilien s\u00e4chsischer Forscher werden in vielen L\u00e4ndern f\u00fcr die Stabilisierung von B\u00f6schungen an Stra\u00dfe, Schiene oder Ufer verwendet. &#8220;In den letzten zwei Jahren befassten wir uns vorwiegend mit dem Einsatz von Heu und Vliesstoffen f\u00fcr derartige Zwecke&#8221;, sagt Abteilungsleiter Rolf Arnold vom <a href=\"http:\/\/www.stfi.de\/\" >S\u00e4chsischen Textilforschungsinstitut e.V. (stfi)<\/a> in Chemnitz. Gemeinsam mit Firmen und Universit\u00e4ten aus Sachsen und Th\u00fcringen entstanden Geomatten und supergrobe Gitter, die steilen Fl\u00e4chen sowie Pflanzen Halt geben sollen.<\/p>\n<p> &#8220;Diese Textilien, f\u00fcr die wir zum Beispiel mit der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz eine entsprechenden Wirkmaschine entwickelten, sollen das Abrutschen von Erde vermeiden, Regen speichern und \u00fcbersch\u00fcssiges Wasser verz\u00f6gert ableiten. B\u00e4ume und Str\u00e4ucher wachsen besser an&#8221;, erl\u00e4utert der Leiter der Abteilung Gewirke\/Gewebe. Wenn es um die dauerhafte Stabilisierung besonders steiler H\u00e4nge geht, werden auch hochfeste synthetische Industrieabf\u00e4lle wie zum Beispiel Vliesstoffstreifen mit eingesetzt.<\/p>\n<p> Doch der Trend gehe zu verrottbarem Material. &#8220;Wir haben zum Beispiel erfolgreich den Einsatz von Bergwiesenheu gepr\u00fcft. Partner des Forschungsprojekts war dabei der Landschaftspflegeverband Th\u00fcringer Wald&#8221;, sagt der Ingenieur. &#8220;Aus Heu fertigten wir armstarke Str\u00e4nge, die zu strickleiterartigen Gittern oder Matten verarbeitet wurden.&#8221; Beim Bau von Waldstra\u00dfen in Th\u00fcringen wurden sie getestet. Ein Gro\u00dfversuch laufe derzeit bei einem Stra\u00dfenprojekt in Chemnitz.<\/p>\n<p> F\u00fcr diese Idee begeisterte sich auch der Landschaftsgestalter Gerhard Schmidt aus dem th\u00fcringischen Langenbach bei Hildburghausen. Er wird mit dieser am Institut entwickelten Maschine von November an Heuseile produzieren und selbst verarbeiten. Mit so einer Anlage wird bereits seit zwei Jahren in Th\u00fcringen nicht verspinnbare Wolle von Rh\u00f6nschafen zu einem D\u00e4mmstoff f\u00fcr den Hausbau verarbeitet.<\/p>\n<p> Chemnitzer Textilforscher haben auch in Dubai f\u00fcr Furore gesorgt. &#8220;Dort testen wir seit dem Vorjahr Bew\u00e4sserungsmatten aus Vliesstoff, um sozusagen die W\u00fcste zum Bl\u00fchen zu bringen&#8221;, erkl\u00e4rt Arnold. <\/p>\n<p> K\u00fcnftig will sich das Chemnitzer Institut verst\u00e4rkt Geogewirken zuwenden, die unter anderem mit Draht kombinierbar sind. &#8220;Damit k\u00f6nnten beispielsweise einmal Felsb\u00f6schungen an Autobahnen gesichert werden, die zur Zeit noch von Stahlnetzen gehalten werden&#8221;, sagt Rolf Arnold.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemnitz (dpa). 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