{"id":7477,"date":"2004-10-01T00:00:00","date_gmt":"2004-09-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041001-04n"},"modified":"2004-10-01T00:00:00","modified_gmt":"2004-09-30T22:00:00","slug":"berninger-den-holzweg-oekologisch-und-wirtschaftlich-voranbringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/berninger-den-holzweg-oekologisch-und-wirtschaftlich-voranbringen\/","title":{"rendered":"Berninger: Den Holzweg \u00f6kologisch und wirtschaftlich voranbringen"},"content":{"rendered":"<p>Der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r im <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesverbraucherministerium<\/a>, Matthias Berninger, gab heute in Berlin die Ergebnisse der zweiten Bundeswaldinventur bekannt und zog dabei eine positive Bilanz: &#8220;Mit 3,4 Milliarden Kubikmetern Holzvorrat liegt der deutsche Wald in Europa mit an der Spitzen. Es ist unser Ziel, dieses Potential mit der &#8220;Charta f\u00fcr Holz&#8221; gemeinsam mit der beteiligten Wirtschaft zu nutzen und den Holzabsatz zu steigern,&#8221; so Berninger. &#8220;Hierzu m\u00fcssen wir die \u00f6kologischen Probleme des Waldes erfolgreich angehen.&#8221;<\/p>\n<p>Der Holzzuwachs in den alten L\u00e4ndern liegt mit 12 Kubikmetern pro Hektar und Jahr \u00fcber den bisherigen Annahmen. Damit w\u00e4chst dort in der Sekunde ein W\u00fcrfel von 1,44 m Kantenl\u00e4nge. Der Zuwachs wurde in den vergangenen 15 Jahren zu etwa drei Viertel genutzt. Berninger appellierte auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher, heimisches Holz verst\u00e4rkt zu nutzen.<\/p>\n<p> Seit der ersten Bundeswaldinventur 1987 hat sich der Wald in seiner Zusammensetzung deutlich ver\u00e4ndert: So hat der Anteil der Laubb\u00e4ume, insbesondere Buchen, zugenommen. Gleichzeitig nahm der Anteil der Nadelb\u00e4ume, insbesondere der Fichten, ab. Dieser Weg muss konsequent weiter gegangen werden. Nur der nachhaltig bewirtschaftet Mischwald bietet Schutz vor zu starken K\u00e4ferbefall (etwa Buchdrucker und Finkenstecher) und dient der Reduzierung des Klimawandel, dessen negative Wirkung laut Expertinnen und Experten im Wald bereits zu beobachten ist. Klimawandel und die damit verbundenen Witterungsextreme mit St\u00fcrmen und Massenvermehrung von Borkenk\u00e4fern und anderen Forstsch\u00e4dlingen seien ein unkalkulierbares Risiko. Es sei damit zu rechnen, dass die Trockenheit des vergangenen Jahres dem Wald stark zugesetzt habe.<\/p>\n<p> Der Kurzbericht wird in K\u00fcrze unter <a href=\"http:\/\/www.bundeswaldinventur.de\/\" >www.bundeswaldinventur.de<\/a>&#8220;&#8221; abrufbar sein. Einige Ergebnisse finden Sie in den folgenden <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20041001-04\/Bundeswaldinventur.pdf\" >Tabellen<\/a>. Der offizielle Abschlussbericht zur Bundeswaldinventur wird im November vorliegen. Informationen zur Charta f\u00fcr Holz erhalten Sie in der Rubrik <a href=\"http:\/\/www3.verbraucherministerium.de\/index-0007A716D0B7113285016521C0A8D816.html\" >Holzmarkt<\/a>.<\/p>\n<p><b>Erl\u00e4uterung<\/b><\/p>\n<p>Mit der Bundeswaldinventur wurde zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung der Wald in ganz Deutschland einheitlich, L\u00e4nder \u00fcbergreifend und in allen Besitzarten durch eine Stichprobe erhoben. Die erste Bundeswaldinventur wurde 1987 durchgef\u00fchrt. Ziel des Berichtes ist es, das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Wald zu st\u00e4rken und die Informationsbasis f\u00fcr Politik, Forstwirtschaft und Holzwirtschaft, aber auch f\u00fcr die ganze Gesellschaft \u00fcber die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland zu verbessern. Auf der Grundlage der Daten aus der Bundeswaldinventur werden in den n\u00e4chsten Monaten Szenarien einer nachhaltigen Waldnutzung der n\u00e4chsten Jahrzehnte erarbeitet. Zu diesem Thema wird das Bundesverbraucherministerium am 16. und 17.\u00a0November 2004 mit der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen ein Seminar veranstalten.<\/p>\n<p>Die Bundeswaldinventur macht deutlich, dass sich die Strukturen des Waldes positiv entwickelten. \u00dcber die H\u00e4lfte des Waldes ist mindestens zweischichtig aufgebaut. Fast 15\u00a0Prozent des Waldes sind als sehr naturnah und 20\u00a0Prozent als naturnah einzustufen. Das bedeutet, dass auf \u00fcber einem Drittel der Waldfl\u00e4che die Hauptbaumarten der nat\u00fcrlichen Waldgesellschaft zu nennenswerten Anteilen vertreten sind. Nur 17\u00a0Prozent des Waldes sind kulturbedingt, das hei\u00dft der Anteil der Baumarten der nat\u00fcrlichen Waldgesellschaft sinkt unter 25 Prozent. Die Bundeswaldinventur weist zudem einen bedeutenden Anteil alter B\u00e4ume aus. So haben zum Beispiel 8\u00a0Prozent der Eichenfl\u00e4chen ein Alter von \u00fcber 160 Jahren.<\/p>\n<p>Nach wie vor untersuchen Bund und L\u00e4nder etwa die Risiken zum Beispiel in der allj\u00e4hrlichen Waldschadenserhebung und auf den langfristigen Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen, dem so genannten Level 2. Hier\u00fcber berichtet das Bundesverbraucherministerium jedes Jahr im &#8220;Bericht \u00fcber den Zustand des Waldes _ Ergebnisse des forstlichen Umweltmonitoring&#8221;.<\/p>\n<p>(Vgl. Veranstaltungshinweis vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/\/\" >2004-08-10<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesverbraucherministerium, Matthias Berninger, gab heute in Berlin die Ergebnisse der zweiten Bundeswaldinventur bekannt und zog dabei eine positive Bilanz: &#8220;Mit 3,4<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7477"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7477\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7477"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}