{"id":7474,"date":"2004-10-04T00:00:00","date_gmt":"2004-10-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041004-02n"},"modified":"2004-10-04T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-03T22:00:00","slug":"vda-und-vke-starre-recycling-quoten-bei-altautos-aufheben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/vda-und-vke-starre-recycling-quoten-bei-altautos-aufheben\/","title":{"rendered":"VDA und VKE: Starre Recycling-Quoten bei Altautos aufheben"},"content":{"rendered":"<p>Der <a href=\"http:\/\/www.vda.de\/\" >Verband der Automobilindustrie (VDA)<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.vke.de\/de\/index.php?ctop=aktuelles\/05.php\" >Verband Kunststofferzeugende Industrie (VKE)<\/a> fordern, dass die starre Recyclingquote bei der Altfahrzeugverwertung entf\u00e4llt. Um Kunststoffe aus Altautos unter \u00f6kologischen wie \u00f6konomischen Gesichtspunkten optimal zu verwerten, sollten vielmehr s\u00e4mtliche Verwertungswege \u2013 werkstofflich (Recycling), rohstofflich (Hoch\u00f6fen, SVZ) und energetisch (z.B. Zement\u00f6fen) \u2013 flexibel genutzt werden k\u00f6nnen. Zu diesem Schluss kommt auch eine neue wissenschaftliche Untersuchung des Fraunhofer-Instituts IVV*.<\/p>\n<p> Nach Ansicht von VDA und VKE behindern die starren Quotenvorgaben der europ\u00e4ischen Altfahrzeugrichtlinie \u00f6kologisch sinnvolle Ma\u00dfnahmen zur weiteren Kraftstoffeinsparung und damit zur CO<sub>2<\/sub>-Reduktion, beispielsweise den Einsatz bestimmter Materialien im Leichtbau. Wie schon andere Studien belegen, spielt unter Umweltgesichtspunkten die Nutzung eines Pkw aber eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle als seine Verwertung. Au\u00dferdem muss ein ausreichend gro\u00dfer Markt f\u00fcr die jeweilige Verwertung vorhanden sein, wie dies nur f\u00fcr gro\u00dftechnische rohstoffliche und energetische Verfahren der Fall ist. Eine festgelegte Recyclingquote stellt demnach keine \u00f6kologisch sinnvolle Steuergr\u00f6\u00dfe dar: Weder leistet das Recycling nichtmetallischer Bestandteile des Fahrzeugs bezogen auf den gesamten Lebenszyklus einen signifikanten Beitrag zur Umweltentlastung, noch ist ein gro\u00dfer \u00f6kologischer Unterschied zwischen stofflichen und energetischen Verwertungsverfahren nachweisbar.<\/p>\n<p> Nach Ansicht von VDA und VKE sollte auch auf Detailregulierungen f\u00fcr spezifische Stoffstr\u00f6me und Verwertungsverfahren verzichtet werden: \u00d6kologische und \u00f6konomische Effekte von Demontage und werkstofflicher Verwertung auch gro\u00dfer Kunststoffbauteile h\u00e4ngen ganz wesentlich von sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden komplexen Rahmenbedingungen ab und k\u00f6nnen nicht \u00fcber gesetzliche Regulierungen sinnvoll vorgegeben werden.<\/p>\n<p> Diese Forderungen werden von der Studie des Fraunhofer-Instituts IVV untermauert: Sie widerlegt die weit verbreitete Auffassung, werkstoffliche Verwertungsverfahren seien generell \u00f6kologisch vorteilhafter als rohstoffliche oder energetische Verfahren. Vielmehr seien rohstoffliche und energetische Verfahren f\u00fcr die meisten Kunststoffbauteile der effizienteste Weg, wobei die unterschiedlichen gro\u00dftechnischen Verwertungsverfahren \u00f6kologisch gleichwertig seien. Nur unter sehr speziellen Bedingungen kann laut der Studie auch die Demontage von Teilen und ein anschlie\u00dfendes werkstoffliches Recycling sinnvoll sein. <\/p>\n<p> VDA und VKE betonen, dass die Industrie ihrer Verantwortung f\u00fcr die Altauto-Entsorgung gerecht wird. Dabei sollen in erster Linie gro\u00dftechnische rohstoffliche oder energetische Verfahren genutzt sowie bereits vorhandene Infrastrukturen mit entsprechenden Aufnahmekapazit\u00e4ten f\u00fcr Sekund\u00e4rrohstoffe intelligent miteinander vernetzt werden. Dadurch w\u00fcrden keinerlei Umweltnachteile entstehen und hingegen europaweit die Wettbewerbsverzerrungen der Altfahrzeugverwertung entsch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p> * N\u00fcrrenbach, T; Dr. Goldhan, G.; Wok\u00f6ck, A.; Fraunhofer Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung; Verwertung von Kunststoffbauteilen aus Altautos \u2013 Analyse der Umwelteffekte nach dem LCA-Prinzip und \u00f6konomische Analyse; Studie im Auftrag von VKE und VDA-FAT<\/p>\n<p><b>Zusammenfassung der Studie zum Download:<\/b> <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20041004-02\/040914PublikationVKEFAT.pdf\" >Schlussfolgerungen der Auftraggeber VDA und VKE: Verwertung von Kunststoffbauteilen aus Altfahrzeugen<\/a><\/p>\n<p>Die Ausgestaltung der EU-Altautorichtlinie hat erhebliche Auswirkungen auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Automobilproduktion. Siehe hierzu die Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/recycling-von-nr-autoinnenteilen-neues-von-schwarze-pumpe\/\" >2004-06-04<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/altauto-richtlinie-positive-impulse-fuer-nachwachsende-rohstoffe-im-automobilbau\/\" >2003-07-18<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Verband Kunststofferzeugende Industrie (VKE) fordern, dass die starre Recyclingquote bei der Altfahrzeugverwertung entf&auml;llt. 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