{"id":7472,"date":"2004-10-04T00:00:00","date_gmt":"2004-10-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041004-03n"},"modified":"2004-10-04T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-03T22:00:00","slug":"forschungszentrum-karlsruhe-weniger-fleisch-mehr-bioenergie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungszentrum-karlsruhe-weniger-fleisch-mehr-bioenergie\/","title":{"rendered":"Forschungszentrum Karlsruhe: Weniger Fleisch &#8211; mehr Bioenergie"},"content":{"rendered":"<p><b>Die beiden Wissenschaftler <a href=\"http:\/\/www.itas.fzk.de\/mahp\/roesch\/roesch.htm\" >Dr. Christine R\u00f6sch<\/a> vom Forschungszentrum Karlsruhe und <a href=\"http:\/\/www.itas.fzk.de\/mahp\/woitowitz\/woitowitz.htm\" >Axel Woitowitz<\/a> aus Esslingen haben den Zusammenhang von Fleischkonsum und den Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung untersucht. Ergebnis: Viel mehr Bioenergie als heute kann in Deutschland gewonnen werden, wenn die Deutschen weniger Fleisch essen, was auch noch ges\u00fcnder ist.<\/b> <\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat das Ziel vorgegeben, bis 2010 den regenerativen Stromanteil von heute 10 Prozent auf 12,5 Prozent zu steigern, den Anteil von alternativen Kunststoffen von ein Prozent auf 5,75 Prozent. Auch im W\u00e4rmemarkt soll der alternative Anteil stark steigen (ohne Prozentangaben allerdings). Hauptziel der Landwirtschaft bleibt freilich der Lebensmittelanbau. Bleibt dann \u00fcberhaupt noch Fl\u00e4che f\u00fcr Energiepflanzen \u00fcbrig? 2003 wurden bereits 830.000 Hektar Energiepflanzen, haupts\u00e4chlich Raps, angebaut. <\/p>\n<p>Die Autoren legen ihren Berechnungen eine Studie der <a href=\"http:\/\/www.dge.de\/\" >Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE)<\/a> zu Grunde. Darin wird den Deutschen aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden empfohlen, ihren Fleischverzehr um 50 bis 75 Prozent zu reduzieren &#8211; heute isst ein deutscher Mensch etwa 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das w\u00fcrde bedeuten, dass etwa 40 Prozent der heute f\u00fcr Lebensmittelanbau genutzten Fl\u00e4chen in Deutschland frei w\u00fcrde. Selbst bei 100 Prozent \u00d6kolandbau w\u00fcrden dann gegen\u00fcber heute noch 20 Prozent Fl\u00e4chen frei f\u00fcr nachwachsende Energiepflanzen. <\/p>\n<p>Ergebnis: Wenn die Deutschen etwa 50 Prozent ihrer heutigen Energieverbr\u00e4uche einsparen, dann ist die solare Energiewende, das hei\u00dft Energie zu 100 Prozent aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie, bis etwa 2050 m\u00f6glich. Zu diesem Schluss kommt eine EU-Studie. <\/p>\n<p>Christine R\u00f6sch und Axel Woitowitz weisen nun nach, dass es durch geringeren Fleischverzehr und frei werdende Fl\u00e4che keinen Widerspruch zwischen Lebensmittelproduktion und Bioenergieproduktion geben muss. Schon heute sind etwa 15 Prozent der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che in Deutschland Brache und im Wald w\u00e4chst 40 Prozent mehr Holz nach als wirtschaftlich verbraucht wird. Die EU kommt zum Schluss, dass bis 2050 etwa 30 Prozent aller Energie vom Wald und Acker kommen wird. Das w\u00e4ren etwa zwei Millionen neue Arbeitspl\u00e4tze in der Land- und Forstwirtschaft Europas. <\/p>\n<p>Zwei Voraussetzungen sind allerdings zu beachten: Drastisch weniger Fleischkonsum und etwa 50 Prozent weniger Prim\u00e4renergieverbrauch durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und Solararchitektur. Viele Beispiele zeigen, dass diese Ziele erreichbar sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die beiden Wissenschaftler Dr. Christine R&ouml;sch vom Forschungszentrum Karlsruhe und Axel Woitowitz aus Esslingen haben den Zusammenhang von Fleischkonsum und den Anbau nachwachsender Rohstoffe zur<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7472","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7472\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7472"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}