{"id":7470,"date":"2004-10-05T00:00:00","date_gmt":"2004-10-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041005-07n"},"modified":"2004-10-05T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-04T22:00:00","slug":"biogasanlage-kogel-hochwertiger-duenger-fuer-landwirte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogasanlage-kogel-hochwertiger-duenger-fuer-landwirte\/","title":{"rendered":"Biogasanlage Kogel:  Hochwertiger D\u00fcnger f\u00fcr Landwirte"},"content":{"rendered":"<p>Die hochmoderne und in Deutschland in ihrer Gr\u00f6\u00dfenordnung einmalige Biogasanlage der Schaalsee-Biogas &#038;Recycling GmbH wird in absehbarer Zeit auf Volllast fahren. W\u00e4hrend eines Tages der offenen T\u00fcr hatten Einwohner der Gemeinde und Interessierte die M\u00f6glichkeit, die komplizierte Technik der 5-Millionen-Euro-Investition in Augenschein zu nehmen. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer G\u00fcnther Hempfling gab den G\u00e4sten umfangreiche Erl\u00e4uterungen.<\/p>\n<p> <b>Auf die Erfordernisse der Zukunft eingestellt<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Die Biogasanlage errichteten wir, weil die Zukunft unseres bisherigen Gesch\u00e4ftszweiges, die Herstellung von Recycling-Schweinefutter aus tierischen und pflanzlichen Abf\u00e4llen laut Beschluss der EU ab November 2006 verboten wird. Die Folge davon w\u00e4re die Insolvenz des Unternehmens und der Verlust von mehr als 30 Arbeitspl\u00e4tzen gewesen. Diese hochmoderne Biogasanlage ist eine Investition in die Zukunft des Standortes hier in Kogel&#8221;, sagte G\u00fcnther Hempfling unter Hinweis darauf, dass die sinnvollste Alternative zur bisherigen Herstellung von Schweinefutter die Produktion organischen D\u00fcngers ist, der mit seinem hohen N\u00e4hrstoffgehalt die Anforderungen der D\u00fcngemittelverordnung erf\u00fcllt.<\/p>\n<p> Wie erfolgt in Kogel in der hochmodernen Aufbereitungsanlage die D\u00fcngerproduktion? Die von Fremdstoffen befreite und zerkleinerte Biomasse wird auf mindestens 70 Grad Celsius \u00fcber den Zeitraum einer Stunde erhitzt. Danach erfolgt, wie der Fachmann sagt, das Ausfaulen der Masse im Bioreaktor der Anlage. Mit dieser zweistufigen und nachhaltigen Abt\u00f6tung von Keimen und Unkrautsamen steht ein qualitativ hochwertiger D\u00fcnger f\u00fcr die Landwirtschaft zur Verf\u00fcgung. Nach Informationen von G\u00fcnther Hempfling laufen derzeit in Kogel noch beide Produktionszweige, die Herstellung von Schweinefutter sowie die Gewinnung von D\u00fcnger und Gas aus Biomasse, parallel nebeneinander, bis die EU die Futterproduktion untersagt. T\u00e4glich werden so jeweils 110 Tonnen Schweinefutter und 110 Tonnen Biomasse bereitgestellt.<\/p>\n<p> <b>Biogas betreibt das Blockheizkraftwerk<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Unsere Gasanlage verf\u00fcgt \u00fcber zwei Biogasreaktoren, die eine Fassungsverm\u00f6gen von 2.700 Kubikmetern haben, die geeignet sind, t\u00e4glich 110 Kubikmeter Biomasse zu verarbeiten, mit denen st\u00fcndlich 800 Kubikmeter Biogas erzeugt werden k\u00f6nnen&#8221;, erl\u00e4uterte G\u00fcnther Hempfling weiter im Gespr\u00e4ch mit SVZ.<\/p>\n<p> Das Biogas betreibt ein angeschlossenes Blockheizkraftwerk und wandelt das Biogas in 1.400 Kilowattstunden Elektroenergie um, die in das \u00f6ffentliche Netz eingespeist werden. Au\u00dferdem ist die Biogasanlage so konzipiert, dass die 1.500 Grad Celsius hei\u00dfen Abgase des Blockheizkraftwerkes einen Kessel speisen, der je Stunde 1,2 Tonnen Hei\u00dfdampf erzeugt, der f\u00fcr den Produktionsprozess zur Herstellung von Schweinefutter und Biomasse ebenso verwendet wird, wie f\u00fcr das Heizen der R\u00e4ume des Unternehmens und der Bereitstellung von hei\u00dfem Wasser. Der bisherige Heiz\u00f6lbedarf konnte auf diese Weise, so G\u00fcnther Hempfling, zu 100 Prozent durch die Abw\u00e4rme des Blockheizkraftwerkes abgedeckt werden.<\/p>\n<p> <b>Mit neuen Erfahrungen auf Zukunft eingestellt<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Tages der offenen T\u00fcr machte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Besucher noch einmal auf den komplizierten Prozess der Erzeugung von Biogas aufmerksam. Die Mikroben im Reaktor waren nach seinen Worten schwer an das n\u00e4hrstoffreiche Substrat der Biomasse zu gew\u00f6hnen. &#8220;Hierbei ist es im Zeitraum der Inbetriebnahme zu Geruchsbel\u00e4stigungen gekommen. Auch f\u00fcr uns war das eine sehr \u00e4rgerliche Situation, die durch die Stabilisierung des biologischen Prozesses behoben werden konnte. Aus diesem Grund habe ich mich w\u00e4hrend des Tages der offenen T\u00fcr bei den Einwohnern von Kogel f\u00fcr ihr Verst\u00e4ndnis bedankt. Mit den jetzt gewonnen Erfahrungen, sind wir darauf eingestellt, mit der Einstellung der Schweinefutterproduktion vollst\u00e4ndig die Verwertung der Biomasse \u00fcber die Produktion von organischem D\u00fcnger zu gew\u00e4hrleisten&#8221;, sagte Hempfling unter Hinweis darauf, dass in der Anlage j\u00e4hrlich bis zu 40.000 Tonnen Biomasse verarbeitet werden k\u00f6nnen. Dabei fallen etwa 35.000 Tonnen Fl\u00fcssigd\u00fcnger an, der mit Tankwagen ausgebracht werden muss. Die LUFA untersucht monatlich den D\u00fcnger. Ein entsprechender Nachweis \u00fcber die Inhaltsstoffe ist erbracht. So beinhaltet der D\u00fcnger pro Kubikmeter beispielsweise 5 Kilogramm Stickstoff, und 1,5 Kilogramm Phosphor sowie Spurenelemente. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die hochmoderne und in Deutschland in ihrer Gr&ouml;&szlig;enordnung einmalige Biogasanlage der Schaalsee-Biogas &amp;Recycling GmbH wird in absehbarer Zeit auf Volllast fahren. 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