{"id":7459,"date":"2004-10-07T00:00:00","date_gmt":"2004-10-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041007-04n"},"modified":"2004-10-07T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-06T22:00:00","slug":"methanol-aus-biomasse-noch-nicht-wettbewerbsfaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/methanol-aus-biomasse-noch-nicht-wettbewerbsfaehig\/","title":{"rendered":"Methanol aus Biomasse noch nicht wettbewerbsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p><b>F\u00fcr die Herstellung von Biodiesel aus Raps\u0161l ist der Einsatz von Methanol auf fossiler Basis notwendig. Als Ergebnis dieses Umesterungsprozesses entstehen Fetts\u00e4uremethylester und hochwertiges Glyzerin pflanzlichen Ursprungs. Glyzerin ist ein gefragter Rohstoff der oleochemischen sowie der Kosmetikindustrie. Obwohl das Mineral\u00f6lsteuergesetz per Definition eindeutig die Verwendung von fossilem Methanol zur Herstellung von steuerbefreitem Biodiesel regelt, wurde vor diesem Hintergrund wiederholt gefordert, ebenfalls als Option den Einsatz von Biomethanol zu pr\u00fcfen.<\/b><\/p>\n<p>Zur Versachlichung dieser Diskussion hat die <a href=\"http:\/\/www.ufop.de\/\" >Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP)<\/a> das <a href=\"http:\/\/www.zsw-bw.de\/\" >Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW)<\/a>, Stuttgart, mit der Evaluierung dieser Fragestellung beauftragt. Unter dem Titel <b>&#8220;Gewinnung von Methanol aus Biomasse&#8221;<\/b> ist die Studie jetzt auf der Homepage der UFOP ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es existiert zurzeit keine kommerziell betriebene Anlage zur Erzeugung von Methanol aus Biomasse.\n<\/li>\n<li>Die Technologie zur Vergasung von Biomasse in kleinen Einheiten (10\u00a0bis 100 Megawatt thermisch) ist zurzeit noch nicht Stand der Technik, sondern befindet sich im Versuchs- bzw. Prototypstadium.\n<\/li>\n<li>Die Technologie zur Erzeugung von Methanol in kleinen Einheiten (z.B. 100.000 t ) ist zwar prinzipiell Stand der Technik, die spezifischen Investitionskosten liegen aber um ein mehrfaches \u00fcber denen konventioneller Methanolanlagen.\n<\/li>\n<li>Der Preis am Amsterdamer Spotmarkt lag im Jahr 2003 im Bereich von 130\u00a0bis 210 EUR je Tonne, im August 2004 bei 230 EUR je Tonne. Demgegen\u00fcber stehen die gesch\u00e4tzten Kosten f\u00fcr Methanol auf Basis von Biomasse zwischen 320 und 400 EUR je Tonne. Wird Methanol auf Basis von Biogas hergestellt, variieren die Kosten zwischen 150 und 500 EUR je Tonne.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ZSW stellt fest, dass Biomethanol zurzeit aus anlagentechnischen Gr\u00fcnden praktisch nicht verf\u00fcgbar ist und zudem zu einem erheblich h\u00f6heren Preis in Abh\u00e4ngigkeit von den Rohstoffkosten hergestellt und angeboten werden m\u00fcsste. Die UFOP begr\u00fc\u00dft deshalb die Initiative der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.<\/a>, im F\u00f6rderschwerpunkt synthetische Kraftstoffe aus Biomasse insbesondere die Anlagentechnologien mit dem Ziel Effizienzsteigerung und Kostenminimierung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p> Die Studie steht <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20041007-04\/Metahnolgewinnung.pdf\" >hier zum Download<\/a> bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>F&uuml;r die Herstellung von Biodiesel aus Raps&scaron;l ist der Einsatz von Methanol auf fossiler Basis notwendig. 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