{"id":7455,"date":"2004-10-07T00:00:00","date_gmt":"2004-10-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041007-03n"},"modified":"2004-10-07T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-06T22:00:00","slug":"fraunhofer-iap-neuer-verbundwerkstoff-fuer-hoechste-ansprueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fraunhofer-iap-neuer-verbundwerkstoff-fuer-hoechste-ansprueche\/","title":{"rendered":"Fraunhofer IAP: Neuer Verbundwerkstoff f\u00fcr h\u00f6chste Anspr\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p><b>Holz- und naturfaserverst\u00e4rkte Kunststoffe sind schon seit l\u00e4ngerem feste Bestandteile moderner Fahrzeuginnenr\u00e4ume. Fraunhofer-Forscher stellen auf der <a href=\"http:\/\/www.fraunhofer.de\/fhg\/fair\/2004\/K2004.jsp\" >Messe K 2004<\/a> in D\u00fcsseldorf einen neuen Verbundwerkstoff vor: Durch die Kombination von Polypropylen und Cellulosespinnfasern ist er sowohl glasfaser- als auch naturfaserverst\u00e4rkten Kunststoffen \u00fcberlegen.<\/b><br \/>\u00a0<br \/>Gleichzeitig bieten die Wissenschaftler verschiedene Verarbeitungsverfahren f\u00fcr das neue Material an. Fahrzeugbauer stellen h\u00f6chste Anspr\u00fcche an die Werkstoffe: Sie sollen sich schnell und kosteng\u00fcnstig verarbeiten lassen, die Sicherheit der Fahrzeuginsassen gew\u00e4hrleisten und schlie\u00dflich sollten sie sich auch noch problemlos recyceln oder entsorgen lassen. Deshalb setzt die Automobilindustrie auf Glasfaserverbundwerkstoffe. Daneben sind auch holz- und naturfaserverst\u00e4rkte Kunststoffe im Kommen. Neben \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Aspekten \u00fcberzeugen die Naturmaterialien durch ihr geringes Gewicht.<\/p>\n<p> Im Vergleich zu Glasfasern gibt es aber auch Nachteile: Die Eigenschaften der nat\u00fcrlichen Werkstoffe schwanken. Anders bei der technischen Cellulosefaser (Rayon), die bisher vor allem als Reifencord verwendet wird. Verbindet man die Cellulosefasern mit Polypropylen, so entsteht ein Verbundwerkstoff, der besser ist als glasfaser- oder naturfaserverst\u00e4rkte Kunststoffe. Am Projekt &#8220;Neue Verbundwerkstoffe&#8221; sind drei Fraunhofer-Institute beteiligt. Am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP dreht sich alles um die Materialentwicklung und die richtige Materialzusammensetzung. Wissenschaftler um Oliver Geiger vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Chemische Technologie ICT in Pfinztal bei Karlsruhe und Michael Busch vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM in Halle entwickeln derzeit Verarbeitungsverfahren f\u00fcr unterschiedliche Anwendungen. <\/p>\n<p> &#8220;Unsere Verbundmaterialien sind nicht nur leichter und weniger abrasiv als die mit Glasfasern verst\u00e4rkten Kunststoffe, sie weisen zudem gerade bei tiefen Temperaturen eine deutlich h\u00f6here Schlagz\u00e4higkeit auf&#8221;, erkl\u00e4rt Gesamtprojektleiter <a href=\"http:\/\/www.iap.fraunhofer.de\/german\/fgebiete\/bereiche\/native_polymere\/\" >Hans-Peter Fink<\/a>, Forschungsbereichsleiter am IAP in Golm. Besonders positiv wirkt sich aus, dass die cellulosefaserverst\u00e4rkten Materialien mehrfach recycelbar sind oder auch r\u00fcckstandsfrei verbrannt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20041007-03\/ZwirnFraunhofer.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"ZwirnFraunhofer\"\/><b><i>Durch Kombination von Polypropylen (links) und Cellulose-Spinnfasern (Mitte) entsteht der neue Werkstoff (rechts)<\/i><\/b><\/p>\n<p>Am IAP stellen wir in einem zweistufigen Verfahren die Granulate her&#8221;, erl\u00e4utert Fink. Dabei werden die Spinnfasern in einer Maschine mit der aufgeschmolzenen Polymermatrix ummantelt. Anschlie\u00dfend wird der Strang abgek\u00fchlt und zerkleinert. In einer zweiten Stufe wird das Granulat homogenisiert. Eine Firma hat das Verfahren bereits f\u00fcr die Kleinproduktion \u00fcbernommen. Forscher am ICT besch\u00e4ftigen sich mit einem hocheffektiven Direktverarbeitungsverfahren von Cellulosefasern und Polypropylen (LFT-D-Pressverfahren) f\u00fcr die Gro\u00dfserienfertigung in der Automobilindustrie. Am IWM in Halle entstehen in einem Extrusionsverfahren Hohlkammerprofile f\u00fcr Fahrzeug-Kofferaufbauten oder Kunststoffbeh\u00e4lter.<\/p>\n<p> Vom <b>20. bis 27. Oktober<\/b>  zeigen die Wissenschaftler auf der <b><a href=\"http:\/\/www.fraunhofer.de\/fhg\/fair\/2004\/K2004.jsp\" >Messe K 2004<\/a><\/b> in D\u00fcsseldorf am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in <b>Halle 3 Stand E91<\/b> verschiedene Spritzgussteile aus dem neuen Verbundmaterial &#8211; von kleinen Zahnr\u00e4dern \u00fcber einen Motorrad-Bremshebel bis zum Instrumententr\u00e4ger. Fink ist sicher, dass das neue Material neben dem Fahrzeugbau auch andere Anwendungsgebiete wie den Elektronik-\/Elektro-Bereich oder den Beh\u00e4lter- und Rohrleitungsbau erobern kann.<\/p>\n<p>\u00a9 Fraunhofer IAP<\/p>\n<p><b>Ansprechpartner:<\/b><br \/>Dr. Hans-Peter Fink<br \/> <a href=\"http:\/\/www.iap.fraunhofer.de\/\" >Fraunhofer-Institut f\u00fcr Angewandte Polymerforschung IAP<\/a><br \/>Geiselbergstra\u00dfe 69<br \/>14476 Golm<br \/>Telefon +49-331-568-1815<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:hans-peter.fink@iap.fraunhofer.de\">hans-peter.fink@iap.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b> <a href=\"http:\/\/www.neue-verbundwerkstoffe.de\/\" >Neue Verbundwerkstoffe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Holz- und naturfaserverst&auml;rkte Kunststoffe sind schon seit l&auml;ngerem feste Bestandteile moderner Fahrzeuginnenr&auml;ume. 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