{"id":7440,"date":"2004-10-13T00:00:00","date_gmt":"2004-10-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041013-10n"},"modified":"2004-10-13T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-12T22:00:00","slug":"wwf-bedrohung-fr-heilpflanzen-wird-unterschtzt-br","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wwf-bedrohung-fr-heilpflanzen-wird-unterschtzt-br\/","title":{"rendered":"WWF: Bedrohung f&uuml;r Heilpflanzen wird untersch&auml;tzt &lt;br \/&gt;"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf der Konferenz zum Washingtoner Artenschutz\u00fcbereinkommen CITES in Bangkok setzt sich die Umweltorganisation f\u00fcr den Schutz von Eiben der Gattung Taxus ein. Diese liefern einen Wirkstoff zur Krebsbek\u00e4mpfung. &#8220;Die Welt\u00f6ffentlichkeit und die Regierungsvertreter konzentrieren sich auf den internationalen Handel mit charismatischen Arten wie Elefanten oder Haie. Dabei werden die katastrophalen Folgen des bl\u00fchenden Milliardengesch\u00e4ftes mit den weniger spektakul\u00e4ren Heilpflanzen noch immer untersch\u00e4tzt. H\u00e4ufig gef\u00e4hrdet der enorme Bedarf f\u00fcr Medizin, Kosmetika oder Tees die Best\u00e4nde dieser Mauerbl\u00fcmchen des Artenschutzes&#8221;, erkl\u00e4rt WWF-Artensch\u00fctzer Volker Homes. Im vergangenen Jahr gingen allein in Deutschlands Apotheken pflanzliche Heilmittel im Wert von zwei Milliarden Euro \u00fcber die Ladentheke.<\/b><\/p>\n<p>Etwa 4.000 Heilpflanzenarten sind laut Experten der Weltnaturschutzunion IUCN bereits gef\u00e4hrdet. Neben Lebensraumverlust z\u00e4hlt der unregulierte internationale Handel zu den gr\u00f6\u00dften Bedrohungen. Bisher unterliegen erst knapp 300 Heilpflanzenarten den Handelskontrollen des CITES-Abkommens. Den L\u00f6wenanteil machen 220 Orchideenarten aus. &#8220;Die r\u00fccksichtslose Ausbeutung wertvoller Heilpflanzen n\u00fctzt dem Geldbeutel der Pharmakonzerne. Die Verlierer sind die Menschen und die Natur. Medizin und Artenschutz m\u00fcssen Hand in Hand gehen. CITES ist ein wichtiges Instrument, um die nachhaltige Nutzung von Heilpflanzen sicherzustellen&#8221;, betont Homes.<\/p>\n<p>Ein Opfer der medizinischen Nutzung sind die asiatischen Eibenarten: Aus ihren Extrakten wird das Krebsmittel Paclitaxel gewonnen &#8211; der weltweit am meisten gehandelte Wirkstoff gegen Krebs. Um die n\u00f6tige Menge f\u00fcr eine einzige Behandlung zu gewinnen, m\u00fcssen etwa acht Eiben gef\u00e4llt werden. Prognosen zeigen, dass der Bedarf in den n\u00e4chsten zwanzig Jahren auf bis zu einer Million B\u00e4ume pro Jahr ansteigen k\u00f6nnte. Schon heute leiden die nur langsam wachsenden Taxus-Arten an ihrer \u00dcbernutzung. Bisher genie\u00dft nur die Himalaya-Eibe den Schutz des CITES-Abkommens. China und die USA beantragen in Bangkok Handelskontrollen f\u00fcr weitere Eibenarten und verbesserte Schutzbestimmungen. Der WWF unterst\u00fctzt diese Antr\u00e4ge. <\/p>\n<p>Ebenso begr\u00fc\u00dft der WWF die Initiative Botswanas, Namibias und S\u00fcdafrikas, den Handel mit der als Appetitz\u00fcgler vermarkteten Hoodia-Pflanze zu reglementieren. Hoodia w\u00e4chst in der Kalahari-W\u00fcste im s\u00fcdlichen Afrika. Ein Pharmakonzern bereitet die gro\u00df angelegte Nutzung der Best\u00e4nde vor. &#8220;Die CITES-Konferenz muss rechtzeitig die Notbremse ziehen. Ohne Handelskontrollen droht der Hoodia-Pflanze durch die bevorstehende industrielle Ausbeutung ein schnelles Ende&#8221;, f\u00fcrchtet Homes.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wwf-macht-zum-fruehlingsbeginn-auf-die-bedrohung-von-heilpflanzen-aufmerksam\/\" >2004-03-26<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf der Konferenz zum Washingtoner Artenschutz&uuml;bereinkommen CITES in Bangkok setzt sich die Umweltorganisation f&uuml;r den Schutz von Eiben der Gattung Taxus ein. 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