{"id":7416,"date":"2004-10-21T00:00:00","date_gmt":"2004-10-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20041021-06n"},"modified":"2004-10-21T00:00:00","modified_gmt":"2004-10-20T22:00:00","slug":"tu-dresden-wissenschaftler-verbund-wartet-mit-ergebnissen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/tu-dresden-wissenschaftler-verbund-wartet-mit-ergebnissen-auf\/","title":{"rendered":"TU-Dresden: Wissenschaftler-Verbund wartet mit Ergebnissen auf"},"content":{"rendered":"<p><b>Ob als M\u00fcsliriegel, Bau- oder Brennstoff, vorrangig den Anwendungsm\u00f6glichkeiten nachwachsender Rohstoffen gilt die Aufmerksamkeit von rund 120 Wissenschaftlern der TU-Dresden. Das Konsortium dreier sehr verschiedener Fachrichtungen der Technischen Universit\u00e4t entwickelt in beispielhafter Pioniermanier gemeinschaftlich neue Technologien von der Ackerfrucht \u00fcber ihre maschinelle Aufbereitung bis hin zu ihrer industriellen Nutzung.<\/b><\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.tu-dresden.de\/vd57\/kompzent\/zint.htm\" >Kompetenzzentrum f\u00fcr Integrierte Naturstofftechnik (Zint)<\/a> vereint Forscher vom Institut f\u00fcr Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik mit dem Dresdner Fraunhofer-Institut f\u00fcr Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik, das Institut f\u00fcr Holz- und Papiertechnik soll in K\u00fcrze hinzusto\u00dfen. So k\u00f6nnen f\u00fcr neue Produkte auf diesem Wege zeitnah passende Maschinen entwickelt werden.<\/p>\n<p>Ein Forschungsergebnis des Institutes f\u00fcr Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik k\u00f6nnte bereits als schmackhafter Erfolg gelten: So entwickelten die Lebensmitteltechnologen zusammen mit dem Dresdner Backwarenproduzenten Dr. Quendt einen probiotischen, inulinhaltigen M\u00fcsli-Riegel mit Topinambur, der bereits im Handel ist. &#8220;Das Bundesforschungsministerium f\u00f6rdert die Forschung mit rund einer halben Million Euro binnen zwei Jahren&#8221;, so Professor Thomas Bley, der Sprecher des Zentrums.<\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt besch\u00e4ftigt sich mit der Verarbeitung \u00fcberfl\u00fcssiger Pflanzenfasern zu sinnvollen Anwendungen, denn &#8220;Das Verbrennen von Bio-Rohstoffen zwecks Energiegewinnung ist nur die zweitbeste Wahl&#8221;, erkl\u00e4rt der Wissenschaftler. So fallen beim Pressen von Raps- oder Palm\u00f6l weltweit gewaltige Mengen bislang ungenutzter Pflanzenfasern als Sekund\u00e4rrohstoff an.<\/p>\n<p>Ein inzwischen europaweit patentiertes Verfahren zum Verkleben von Pflanzenfasern zu M\u00f6belplatten oder D\u00e4mmstoffen kommt aus dem Institut f\u00fcr Holz- und Papiertechnik unter Professor Andr\u00e9 Wagenf\u00fchr (vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nova-tagungsbericht-11-internationale-chemnitzer-tagung\/\" >2004-10-20<\/a>). Hierbei wird nat\u00fcrliches Lignin als einziges Faserbindemittel eingesetzt, auf chemische Kleber kann komplett verzichtet werden. &#8220;Aus solchen Platten lassen sich echte Bio-M\u00f6bel produzieren&#8221;, erkl\u00e4rt Bley. Dennoch bleibt er bei aller wirtschaftlicher Bedeutung Realist: &#8220;Der Anteil der auf biologischem Weg geklebten Faserplatten bewegt sich derzeit im Promillebereich. Binnen 20 bis 30 Jahren k\u00f6nnte er auf bis zu 30 Prozent steigen.&#8221; Interessiert f\u00fcr die Dresdner Forschungen zeigen sich bereits Abnehmer aus Thailand und Indonesien. Bley: &#8220;Der VW-Konzern pr\u00fcft den Einsatz der D\u00e4mmplatten f\u00fcr T\u00fcrverkleidungen in Autos.&#8221; <\/p>\n<p>Weitere Vorhaben des Kompetenzzentrums zielen auf die Entwicklung so genannter &#8220;hygienischer Maschinen&#8221; zur Lebensmittelproduktion, da sich ein Trend zu nicht konservierten Lebensmitteln abzeichne. Neue Materialien und Maschinen m\u00fcssen daf\u00fcr getestet werden, ein Antrag \u00fcber eine Million Euro F\u00f6rderung wurde bei der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen speziell hierf\u00fcr gestellt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ob als M&uuml;sliriegel, Bau- oder Brennstoff, vorrangig den Anwendungsm&ouml;glichkeiten nachwachsender Rohstoffen gilt die Aufmerksamkeit von rund 120 Wissenschaftlern der TU-Dresden. 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