{"id":7401,"date":"2004-08-21T00:00:00","date_gmt":"2004-08-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040822-03n"},"modified":"2004-08-21T00:00:00","modified_gmt":"2004-08-20T22:00:00","slug":"regionen-aktiv-von-der-wolle-bis-zum-pullover-aus-einer-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/regionen-aktiv-von-der-wolle-bis-zum-pullover-aus-einer-region\/","title":{"rendered":"REGIONEN AKTIV: Von der Wolle bis zum Pullover \u2013 aus einer Region"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040822-03\/skudden.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Skudden\"\/><b>Extensive Schafhaltung leistet einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege, rentiert sich aus \u00f6konomischer Sicht jedoch kaum noch. Mit dem Projekt &#8220;Schafe schaffen Landschaft \u2013 Schafe brauchen Zukunft&#8221; will die Modellregion S\u00e4chsische Schweiz\/Wei\u00dferitzkreis Alternativen aufzeigen, wie durch zeitgem\u00e4\u00dfe Verarbeitung der Wolle, die Schafhaltung auch wirtschaftlich wieder interessant gestaltet werden kann. Nun wurde das &#8220;Woll-Projekt&#8221; von den Akteuren der anderen 17 Modellregionen zum <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/modellregionen\/projmon.php?extern=2&#038;ergy=2004&#038;ergm=6&#038;PHPSESSID=d5bb919926bb41568bad170767d9c716\" >REGIONEN AKTIV-Projekt des Monats Juli 2004<\/a> gew\u00e4hlt.<\/b><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Im Rahmen des Projektes soll der gesamte Produktionszyklus von der Rohwolle bis zur Veredelung, wie Waschen, Kardieren, Spinnen, Filzen und F\u00e4rben wieder in der Region realisiert werden.<\/p>\n<p>Mit einer Studie wurden bereits die Chancen einer zeitgem\u00e4\u00dfen Verarbeitung von Schafwolle in der Region untersucht. Dabei wurden sowohl die Schafbest\u00e4nde als auch die m\u00f6gliche Weiterverarbeitung sowie die Veredelung der anfallenden Rohwolle analysiert. Die Ergebnisse belegen, dass es durchaus m\u00f6glich ist, Wolle regional zu verarbeiten. So ergaben Recherchen, dass Schafhalter sehr daran interessiert w\u00e4ren, ihre gereinigte Wolle wieder zur\u00fcckzukaufen und selbst zu vermarkten. Zurzeit wird die Wolle zumeist noch an Gro\u00dfh\u00e4ndler verkauft und wandert von dort aus in industrielle Gro\u00dfw\u00e4schen, zum Beispiel nach Belgien.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040822-03\/Pullover.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Pullover\"\/>Auf der Suche nach regionalen Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Wolle wurden elf s\u00e4chsische wollverarbeitende Betriebe kontaktiert. F\u00fcnf der Betriebe erkl\u00e4rten, dass sie die in der Modellregion anfallende Wolle nach einer Testphase in Lohnarbeit weiter verarbeiten w\u00fcrden, sei es zu Wollvliesen, D\u00e4mmstricken, Strickgarnen, Socken oder Filzprodukten. Dar\u00fcber hinaus stellte sich im Rahmen der Untersuchung heraus, dass die Region, neben den typischen Wollsorten, \u00fcber zehn besondere Sorten verf\u00fcgt, die von seltenen und zum Teil vom Aussterben bedrohten Schafrassen stammen. Gro\u00dfh\u00e4ndler haben auf Grund der unterschiedlichen Eigenschaften keine Verwendung f\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnliche Wolle. Probeverarbeitungen haben aber ergeben, dass diese Wollarten gerade in ihrer Vielfalt f\u00fcr das Kunsthandwerk und den Kreativbereich von besonderem Interesse w\u00e4ren. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Nutzung dieses Potenzials wird eine Wollwaschanlage in der Region ben\u00f6tigt, die in der Lage w\u00e4re, auch geringe Mengen zu waschen. Dann k\u00f6nnten die einzelnen Wollarten separat gewaschen und verarbeitet werden. Daher wird nun nach einem geeigneten Standort f\u00fcr die Wollwaschanlage gesucht sowie eine Kostenkalkulation und ein Betreiberkonzept erstellt. Im Rahmen eines weiteren REGIONEN-AKTIV-Projektes wird ein Logistik- und Informationszentrum aufgebaut. Hier soll zum einen der Einkauf, die unterschiedliche Verarbeitung der verschiedenen Wollen und die regionale Vermarktung koordiniert werden. So erhalten Schafhalter die Chance, ihre anfallende Rohwolle zu hochwertigen Produkten verarbeiten zu lassen und sie mit Wertsteigerung an Endkunden weiterverkaufen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Zum anderen werden in dem Informationszentrum Ausstellungen rund um das Thema Schafwolle sowie Schauwerkst\u00e4tten eingerichtet. Damit soll das Image des wertvollen Naturproduktes Wolle verbessert werden. Mit dem im April 2004 durchgef\u00fchrten Woll-Fest in Bad Schandau wurde ein Anfang gemacht: Marktst\u00e4nde mit Schafwollprodukten, eine Modenschau und Vorf\u00fchrungen im Handspinnen und Filzen begeisterten 1.500 Besucher.<\/p>\n<p>Das Modellvorhaben &#8220;REGIONEN AKTIV \u2013 Land gestaltet Zukunft&#8221; ist eine Initiative des <a href=\"http:\/\/www3.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministeriums f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/a>. Im Zeitraum von 2002 bis 2005 unterst\u00fctzt das Bundesverbraucherschutzministerium 18 Modellregionen darin, die Zukunft ihrer Region durch innovative Ideen und Projekte nachhaltig zu verbessern. Den Modellregionen stehen dabei insgesamt mindestens 45,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Extensive Schafhaltung leistet einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege, rentiert sich aus &ouml;konomischer Sicht jedoch kaum noch. 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