{"id":73997,"date":"2020-04-22T07:32:35","date_gmt":"2020-04-22T05:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=73997"},"modified":"2020-04-16T14:04:35","modified_gmt":"2020-04-16T12:04:35","slug":"carbonfasern-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/carbonfasern-aus-nachwachsenden-rohstoffen\/","title":{"rendered":"Carbonfasern aus nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-thumbnail wp-image-73995 alignleft\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Manuel-Clauss-150x150.jpg\" alt=\"Manuel-Clauss\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/04\/Manuel-Clauss-150x150.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/04\/Manuel-Clauss.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Fahrzeugbauteile, Flugzeuge oder Textilbeton: Carbonfaser-verst\u00e4rkte Kunststoffe und Materialien sind leicht, rei\u00dffest und daher stark nachgefragt. Ihr Nachteil ist die energie- und kostenintensive Herstellung. Ein neues Herstellungsverfahren wird das \u00e4ndern. Die Grundlage daf\u00fcr liefert die Doktorarbeit von Dr. Manuel Clauss mit dem Titel \u201eStrukturelle Untersuchungen an Lignin-basierten Carbonfasern\u201c am <a href=\"https:\/\/www.ipoc.uni-stuttgart.de\/msf\/\" target=\"_blank\">Lehrstuhl f\u00fcr Makromolekulare Stoffe und Faserchemie<\/a> von Prof. Michael Buchmeiser an der Universit\u00e4t Stuttgart in Kooperation mit den Deutschen Instituten f\u00fcr Textil- und Faserforschung (DITF) Denkendorf. F\u00fcr seine Arbeit hat Herr Dr. Manuel Clauss jetzt den Forschungspreis 2020 des Arbeitskreis Kohlenstoff (AKK) der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) erhalten.<\/strong><\/p>\n<h3>Clauss stellt Carbonfasern aus Holzabf\u00e4llen her<\/h3>\n<p>Auf der Suche nach alternativen Rohstoffen f\u00fcr die Herstellung von Carbonfasern greift Clauss auf Lignin zur\u00fcck, ein Abfallprodukt der Zellstoffgewinnung aus Holz. Zwar schon in den 1960-er Jahren als Verfahren beschrieben, scheiterte bislang die technologische Umsetzung. Manuel Clauss ist es jetzt gelungen, aus dem braunpulvrigen Lignin Carbonfasern mit wettbewerbsf\u00e4higen Eigenschaften herzustellen. \u00dcber seine Arbeit sagt Manuel Clauss: \u201eDie besondere Herausforderung an Lignin als typischen Vertreter eines Biopolymers ist seine komplexe und unregelm\u00e4\u00dfige molekulare Struktur, die jegliche herk\u00f6mmliche Verarbeitung, Analytik und chemische Modifikation drastisch erschwert.<\/p>\n<p>Durch ein besonderes Verfahren der kontrollierten und quasi-linearen Kettenverl\u00e4ngerung von Lignin kann dieses nun wie ein technisches Polymer gehandhabt werden.\u201c Prof. Michael Buchmeiser betont dar\u00fcber hinaus die \u00f6kologische Komponente: \u201eWir nutzen einen nachwachsenden Rohstoff und generieren eine enorm hohe Wertsch\u00f6pfung.\u201c Das Interesse der Industrie ist da, schlie\u00dflich erwartet Buchmeiser eine rund 50 Prozent g\u00fcnstigere Faser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber den AKK<\/h3>\n<p>Der AKK ist ein seit 55 Jahren eigenst\u00e4ndiger Interessenverbund sowie\u00a0wissenschaftliche &#8211; technische Plattform im Rahmen der European Carbon Association [en] und der Deutschen Keramischen Gesellschaft. Seine Aufgaben\u00a0sieht der AKK\u00a0im\u00a0Austausch von Erfahrungen und Informationen auf dem Gebiet des Kohlenstoffes zwischen Lehre, Wissenschaft und Industrie. Der Forschungspreis ist mit 1.000 Euro und einer zweij\u00e4hrigen Mitgliedschaft im AKK dotiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fahrzeugbauteile, Flugzeuge oder Textilbeton: Carbonfaser-verst\u00e4rkte Kunststoffe und Materialien sind leicht, rei\u00dffest und daher stark nachgefragt. Ihr Nachteil ist die energie- und kostenintensive Herstellung. Ein neues Herstellungsverfahren wird das \u00e4ndern. 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