{"id":7370,"date":"2004-08-31T00:00:00","date_gmt":"2004-08-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040831-01n"},"modified":"2004-08-31T00:00:00","modified_gmt":"2004-08-30T22:00:00","slug":"kuenast-ernte-bringt-2004-spitzenertraege-und-gute-qualitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kuenast-ernte-bringt-2004-spitzenertraege-und-gute-qualitaeten\/","title":{"rendered":"K\u00fcnast: Ernte bringt 2004 Spitzenertr\u00e4ge und gute Qualit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p>(<b>Anm. d. Redaktion:<\/b> Die Pressemitteilung wurde inhaltlich auf NR-relevante Aussagen gek\u00fcrzt. Den gesamten Wortlaut incl. s\u00e4mtlicher Original-Anlagen <a href=\"http:\/\/www3.verbraucherministerium.de\/index-0006BD97ED79113285016521C0A8D816.html\" >finden Sie hier<\/a>!)<\/p>\n<p>2004 zeichnet sich f\u00fcr Landwirte und Verbraucher eine erfreuliche Entwicklung ab: Sowohl bei <b>Getreide<\/b> als auch bei <b>Raps<\/b> k\u00f6nnen <b>Rekordergebnisse<\/b> gemeldet werden. Allerdings wurde der diesj\u00e4hrige Ernteverlauf zu einer harten Geduldsprobe f\u00fcr unsere Landwirte. Den anfangs guten Wachstumsbedingungen folgte im Fr\u00fchsommer feuchtes und k\u00fchles Wetter, das wenig erfreuliche Erinnerungen an die Vorjahre aufkommen lie\u00df. Die dann noch rechtzeitig einsetzende trockene und warme Witterungsperiode erlaubte eine z\u00fcgige Einbringung der Ernte. Die Getreideernte ist bis auf die traditionellen Sp\u00e4tdruschgebiete \u00fcberwiegend abgeschlossen. Aufgrund der h\u00e4ufigen niederschlagsbedingten Unterbrechungen seit Mitte August konnten aber auch in den \u00fcbrigen Regionen, vor allem im Norden, Restfl\u00e4chen noch nicht abgeerntet werden.<\/p>\n<p>Nach den vorl\u00e4ufigen Ergebnissen der Sachverst\u00e4ndigen in den Statistischen Landes\u00e4mtern und in den Landesagrarministerien liegt die Getreideernte bei 50,1 Mill. Tonnen und l\u00e4sst das seit Jahren beste Ergebnis von 2001 (49,7 Mill. t) hinter sich. Im Vergleich zu der von der D\u00fcrre beeinflussten Erzeugung des Vorjahres (39,4 Mill. t) bedeutet dies einen Anstieg von 27,2 %. Um die Zuf\u00e4lligkeiten eines Einzeljahres auszuschalten, ist es sinnvoller, das aktuelle Ergebnis mit dem langj\u00e4hrigen Durchschnitt (von 1998 bis 2003: 44,5 Mill. t) zu vergleichen. Die diesj\u00e4hrige Getreideernte \u00fcbertrifft diesen Durchschnitt immer noch um 12,6 %.<\/p>\n<p>Bei anderen Kulturen werden die Erntemengen vom weiteren Verlauf der Witterung abh\u00e4ngen: Die Erntemenge bei Zuckerr\u00fcben wird bei r\u00fcckl\u00e4ufiger Fl\u00e4che voraussichtlich unter dem Vorjahr liegen. F\u00fcr Kartoffeln kann noch keine sichere Prognose abgegeben werden, die Erntemenge d\u00fcrfte \u00fcber dem Vorjahresniveau liegen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die deutschen Landwirte d\u00fcrften sich die <b>Absatzchancen au\u00dferhalb des Nahrungs- und Futterbereichs sp\u00fcrbar verbessern<\/b>. Steuererleichterungen, der Ausbau der Verarbeitungskapazit\u00e4ten und die tendenziell hohen \u00d6lpreise sprechen f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Verwendung von Getreide und <b>Raps als Biokraftstoff<\/b>.<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden und wegen hoher Preise in der abgelaufenen Kampagne ist der <b>Rapsanbau ausgedehnt<\/b> worden. Die Fl\u00e4che erreichte 2004 1,26 Mill. Hektar und liegt damit <b>3,6 % \u00fcber Vorjahr<\/b>. Die Erntemenge d\u00fcrfte mit rund 5,17 Mill. Tonnen ein <b>Rekordergebnis<\/b> erreichen, 45,2 % mehr als 2003. Au\u00dferdem stimmt die Qualit\u00e4t. Die Preise zeigen nach anf\u00e4nglicher Schw\u00e4che wieder festere Tendenzen. Sie liegen gegenw\u00e4rtig 13 bis 15 % unter dem hohen Vorjahresniveau. Die weitere Entwicklung der Preise d\u00fcrfte zum einen von der guten inl\u00e4ndischen Nachfrage nach <b>nachwachsenden Rohstoffen und \u00d6len<\/b> gepr\u00e4gt sein. Zum andern ist die Situation auf dem Weltmarkt f\u00fcr \u00d6lsaatenprodukte von Bedeutung.<\/p>\n<p>Der <b>Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen<\/b> auf den landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen in Deutschland k\u00f6nnte von derzeit rund <b>830.000 ha<\/b> auf mindestens 2 Mio. ha, nach Meinung einiger Experten langfristig sogar auf ca. 3-4 Mio. ha Ackerfl\u00e4che, ausgebaut werden. Die zur Verf\u00fcgung stehenden organischen Nebenprodukte und Abfallstoffe (z.B. Stroh, Abf\u00e4lle der Lebensmittelindustrie, Kl\u00e4rschlamm etc.) stellen zus\u00e4tzlich einen noch kaum gehobenen Schatz dar. Auch die Nutzung von <b>Waldholz zur Stromerzeugung<\/b> erh\u00e4lt durch die \u00c4nderung des EEG einen wichtigen Impuls. Dabei muss man wissen: In Deutschland w\u00e4chst jedes Jahr immer noch viel mehr Holz zu als genutzt wird.<\/p>\n<p>Wenn diese Potenziale genutzt werden, k\u00f6nnen Land- und Forstwirte in gro\u00dfem Stil zu Energie- und Rohstoffwirten werden und Zehntausende Arbeitspl\u00e4tze vornehmlich im l\u00e4ndlichen Raum gesichert und geschaffen werden.<\/p>\n<p>Dabei profitiert der l\u00e4ndliche Raum schon heute davon. So wurden im letzten Jahr im Bioenergiesektor Umsatzerl\u00f6se von rund 1,3 Milliarden Euro erzielt, gleichzeitig wurden rund 1,5 Milliarden Euro investiert. In der Gesamtbilanz sind dies fast 2,9 Milliarden Euro allein im Bioenergiebereich. Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass <b>schon jetzt rund 50.000 Arbeitspl\u00e4tze durch die Produktion und Nutzung von Bioenergietr\u00e4gern<\/b> geschaffen worden sind, mit wachsender Tendenz .<\/p>\n<p>Allerdings: Noch sind die nachwachsenden Rohstoffe kein Selbstl\u00e4ufer. Geeignete staatliche Rahmenbedingungen sind genauso notwendig wie unternehmerisches Engagement, um die Chancen dieser Zukunftsbranche zu nutzen. Bundesregierung und Koalitionsfraktionen haben in den letzten Monaten <b>wichtige Verbesserungen in der F\u00f6rderpolitik erreicht<\/b>. Dazu geh\u00f6ren die verbesserten F\u00f6rderkonditionen f\u00fcr Bioenergieanlagen zur W\u00e4rmegewinnung im Rahmen des Markteinf\u00fchrungsprogrammes-Erneuerbare-Energien (MAP), die Erweiterung der Steuerbefreiung f\u00fcr Biotreibstoffe und die am 1. August in Kraft getretene EEG-Novelle. Damit wurden innerhalb kurzer Zeit die Rahmenbedingungen f\u00fcr s\u00e4mtliche Nutzungsformen der Biomasse (Strom, W\u00e4rme, Treibstoffe) sp\u00fcrbar verbessert.<\/p>\n<p><b>Zusammenfassend<\/b> k\u00f6nnen wir von einer au\u00dferordentlich guten Ernte sprechen, die bei einigen Sorten Rekordergebnisse aufweist. Das ist erfreulich f\u00fcr die landwirtschaftlichen Betriebe und letztlich auch f\u00fcr die Verbraucher.<\/p>\n<p><b>Diese Ernte-PK ist die letzte ihrer Art<\/b> unter den Bedingungen der alten Agrarpolitik. Von Januar 2005 an arbeiten die landwirtschaftlichen Betriebe unter v\u00f6llig ver\u00e4nderten Bedingungen. Mit der Umsetzung der von der Bundesregierung ma\u00dfgeblich mitbetriebenen Reform der EU-Agrarpolitik haben wir die <b>Agrarwende<\/b> einen gro\u00dfen Schritt vorangebracht.<\/p>\n<p>Mit den Regelungen zur\t<\/p>\n<ul>\n<li>Entkopplung der Pr\u00e4mien von der Produktion\t<\/li>\n<li>Der Koppelung der Zahlungen an die Einhaltung von Standards beim Umwelt- und Tierschutz sowie der Lebensmittelsicherheit (cross compliance)\t<\/li>\n<li>Modulation, der Umwidmung von Geldern zugunsten der F\u00f6rderung der l\u00e4ndlichen Entwicklung<\/li>\n<\/ul>\n<p>f\u00f6rdern wir im Ergebnis die Klasse und nicht mehr die Masse.<\/p>\n<p>Mein Rat an die deutschen Landwirte lautet: nutzen Sie die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen ab Januar 2005 und die hinzugewonnene Flexibilit\u00e4t auch dazu, jenseits der Nahrungsmittelproduktion Einkommensquellen zu erschlie\u00dfen. Die F\u00f6rderinstrumente stehen bereit &#8211; sie sollten genutzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(<b>Anm. d. Redaktion:<\/b> Die Pressemitteilung wurde inhaltlich auf NR-relevante Aussagen gek&uuml;rzt. 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