{"id":73641,"date":"2020-04-07T07:20:03","date_gmt":"2020-04-07T05:20:03","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=73641"},"modified":"2021-09-09T21:20:15","modified_gmt":"2021-09-09T19:20:15","slug":"wasserstofftechnologie-eroeffnet-neue-chancen-fuer-energieversorger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wasserstofftechnologie-eroeffnet-neue-chancen-fuer-energieversorger\/","title":{"rendered":"Wasserstofftechnologie er\u00f6ffnet neue Chancen f\u00fcr Energieversorger"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wasserstofftechnologien k\u00f6nnten ein Schl\u00fcssel zu neuen, erfolgversprechenden Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr Energieversorger werden. So hat sich das Vertrauen in die positive Entwicklung durch Power-to-Gas in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt, aktuell rechnen rund 60 Prozent der Versorgungsunternehmen mittel- und langfristig mit hohen bis sehr hohen Margen. Das ist ein Ergebnis der Studie \u201e<a href=\"https:\/\/www.horvath-partners.com\/media-center\/studien\/strategieentwicklung-von-energieversorgern\/?L=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Strategieentwicklung von Energieversorgern<\/a>\u201c der Managementberatung Horv\u00e1th &amp; Partners.<\/strong><\/p>\n<p>Noch ist der Durchbruch nicht gelungen, aber Power2X k\u00f6nnte gleich mehrere Probleme l\u00f6sen. Der Begriff bezeichnet unterschiedliche Technologien zur Speicherung oder Nutzung von Strom\u00fcbersch\u00fcssen aus erneuerbaren Energien. Hierzu z\u00e4hlt auch die Wasserstofftechnologie, die auf dem Verfahren der Elektrolyse basiert, also der Umwandlung von Strom zu Wasserstoff. Dabei wird Wasser mit Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Bei der Power-to-Gas-Variante wird das Element in einem n\u00e4chsten Schritt zu einem synthetischen Gas umgewandelt, das zum Heizen oder f\u00fcr innovative Antriebstechnologien, zum Beispiel auf Schiffen verwendet werden kann. Aber auch als Speicherl\u00f6sung kommt Wasserstofftechnologie in Frage. \u00dcbersch\u00fcssiger Strom aus Wind- und Solarkraft kann in Wasserstoff verwandelt und entweder gespeichert oder weiterverwendet werden.<\/p>\n<p>Damit k\u00f6nnte die Wasserstofftechnologie auch bei der Energiewende eine bedeutende Rolle spielen. Bis zum Jahr 2025 werden etwa 47 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugt, so die Prognose der Energieversorgungsunternehmen. Damit w\u00fcrde das Ziel der Bundesregierung von 40 bis 45 Prozent bis 2025 noch \u00fcbertroffen. Wachstum erwarten die Versorger den Studienergebnisse zufolge etwa im Bereich Photovoltaik. 80 Prozent sehen in der Energiewende eine Chance f\u00fcr ihren Betrieb. Durch diesen starken Ausbau der Erzeugungskapazit\u00e4ten steigt die Volatilit\u00e4t in der Stromerzeugung und damit der Bedarf f\u00fcr Energiespeicher. Eine dieser L\u00f6sungen k\u00f6nnte Wasserstoff sein.<\/p>\n<h3>Aussichtsreiche Technologie<\/h3>\n<p>Die Studie belegt, dass die Versorger Power-to-Gas unter den Top drei der Flexibilisierungsoptionen des Stromversorgungssystems sehen. Kaum eine andere Flexibilisierungsoption verspricht zuk\u00fcnftig \u00e4hnlich hohe Margen. Diese Einsch\u00e4tzung hat sich bei Power-to-Gas in den vergangenen zwei Jahren stark ver\u00e4ndert: Heute messen 60 Prozent der Versorger der Technologie hohes Potenzial zu, vor zwei Jahren waren es 25 Prozentpunkte weniger. \u201eAllerdings ist der Weg, diese Potenziale zu heben, oftmals noch nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Die Energieversorger suchen noch ihre Strategie und weisen bez\u00fcglich ihrer Zukunftsprojekte einen sehr heterogenen Reifegrad auf\u201c, sagt Matthias Deeg, Leiter des Beratungsbereichs f\u00fcr die Energiewirtschaft von Horv\u00e1th &amp; Partners.<\/p>\n<h3>Co-Existenz der Technologien<\/h3>\n<p>Auch mit Blick auf Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen steht noch nicht fest, wohin die Reise geht. Unternehmen setzen nicht nur auf Batteriebetrieb, sondern geben auch Brennstoffzellen eine Chance. In den Bereichen Bus und LKW sehen mehr als 75 Prozent der Befragten in Hybriden und Brennstoffzellen ein gr\u00f6\u00dferes Potenzial als bei reinem Batteriebetrieb. \u201eWir haben es mit einer Co-Existenz verschiedener Technologien zu tun. Je gr\u00f6\u00dfer das Fahrzeug und je l\u00e4nger die Strecke, desto mehr Vorteile kann der Wasserstoff bieten\u201c, sagt Horv\u00e1th-Experte Deeg. Seine Prognose f\u00fcr die Bereiche Mobilit\u00e4t und Logistik, aber auch die Energieversorgung: \u201eWir werden sehen, dass die Speicherung von Energie aus \u00fcbersch\u00fcssigem \u00d6ko-Strom im Energietr\u00e4ger Wasserstoff an Bedeutung gewinnt. Mit steigenden Preisen f\u00fcr CO2-Zertifikate wird das auch f\u00fcr die Stadtwerke und Energieproduzenten immer reizvoller.\u201c<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u00dcber die Studie<\/h3>\n<p>Mit der Studie \u201e<a href=\"https:\/\/www.horvath-partners.com\/media-center\/studien\/strategieentwicklung-von-energieversorgern\/?L=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Strategieentwicklung von Energieversorgern<\/a>\u201c untersucht Horv\u00e1th &amp; Partners seit 2010 im zweij\u00e4hrlichen Turnus aktuelle Trends in Bezug auf die zuk\u00fcnftige strategische Ausrichtung von Energieversorgern und -dienstleistern. An der aktuellen Befragung beteiligten sich 44 Unternehmen, die gemessen an der Anzahl der Z\u00e4hlpunkte rund 55 Prozent des deutschen Energiemarktes vertreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasserstofftechnologien k\u00f6nnten ein Schl\u00fcssel zu neuen, erfolgversprechenden Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr Energieversorger werden. So hat sich das Vertrauen in die positive Entwicklung durch Power-to-Gas in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt, aktuell rechnen rund 60 Prozent der Versorgungsunternehmen mittel- und langfristig mit hohen bis sehr hohen Margen. 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