{"id":73245,"date":"2020-03-26T07:29:29","date_gmt":"2020-03-26T06:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=73245"},"modified":"2020-03-24T14:17:11","modified_gmt":"2020-03-24T13:17:11","slug":"symposium-beleuchtet-wachstumschancen-fuer-nachhaltige-biobasierte-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/symposium-beleuchtet-wachstumschancen-fuer-nachhaltige-biobasierte-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Symposium beleuchtet Wachstumschancen f\u00fcr nachhaltige biobasierte Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_73250\" aria-describedby=\"caption-attachment-73250\" style=\"width: 577px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/de\/detailansicht\/news\/066-biooekonomie\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-73250\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/109-bams-innovationsraum-1024x724.jpg\" alt=\"109-bams-innovationsraum\" width=\"577\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/109-bams-innovationsraum-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/109-bams-innovationsraum-300x212.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/109-bams-innovationsraum-600x424.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-73250\" class=\"wp-caption-text\">Der Innovationsraum Norddeutschland &#8220;Bio\u00f6konomie auf Marinen Standorten (BaMS)&#8221; stellt Aquakulturen mit aquatischen Organismen aus S\u00fc\u00df- und Salzwasser in den Mittelpunkt einer umfassenden Kreislaufwirtschaft. \u00a9 Christian Ridder<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Am 3. und 4. M\u00e4rz trafen sich auf Einladung der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU) und des neu gegr\u00fcndeten Vereins \u201e<a href=\"http:\/\/www.bams.uni-kiel.de\/de\" target=\"_blank\">Bio\u00f6konomie auf Marinen Standorten e.V.<\/a>\u201c rund 80 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Verb\u00e4nden, um sich \u00fcber neue Verfahren und Projekte f\u00fcr das Wachstumsfeld der biobasierten und nachhaltigen blauen Wirtschaft auszutauschen. Unter dem Schlagwort \u201e<a href=\"http:\/\/www.blaue-biooekonomie.de\" target=\"_blank\">Blaue Bio\u00f6konomie<\/a>\u201c sollen zuk\u00fcnftig auf Grundlage nat\u00fcrlicher Ressourcen aus dem Meer wie Algen, Fische oder Muscheln verst\u00e4rkt aquatische Kreislaufwirtschaften und neue Verfahren entwickelt werden, die auf nachwachsende marine Rohstoffe setzen und so den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaneutralit\u00e4t unterst\u00fctzen. Dazu werden ebenso N\u00e4hrstoffe aus Oberfl\u00e4chen- und K\u00fcstengew\u00e4ssern genutzt wie aus Industrie und Landwirtschaft. Biologische Rohstoffe aus dem Meer k\u00f6nnen in Medizin, Kosmetik, Ern\u00e4hrungs- und Futterindustrie eingesetzt werden, finden sich aber auch zunehmend in Gebrauchsgegenst\u00e4nden und Produkten des Alltags.<\/strong><\/p>\n<p>Ziel des<a href=\"http:\/\/www.bams.uni-kiel.de\/de\/termine\/bams-symposium-2020\" target=\"_blank\"> ersten Kieler Symposiums zur blauen Bio\u00f6konomie<\/a> ist es, geeignete Modellstandorte f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Verb\u00fcnde zu identifizieren, Industriepartner mit ins Boot zu holen und \u00fcber neue Forschungsprojekte zu diskutieren. \u201eDie norddeutschen Bundesl\u00e4nder, allen voran Schleswig-Holstein, haben ein gro\u00dfes Potenzial, eine Schl\u00fcsselrolle im Bereich der blauen Bio\u00f6konomie zu spielen. Sowohl in der Forschung als auch auf Unternehmensseite gibt es bundesweit einmaliges Know-how, zum Beispiel f\u00fcr die Produktion von Algen oder die Herstellung von alternativen Futtermitteln in der Aquakultur, das weiter ausgesch\u00f6pft werden kann. Wir wollen interessierte Personen, Forschende und Wirtschaftsfachleute aus unterschiedlichen Bereichen, zusammenzubringen und neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte ansto\u00dfen\u201c, sagte Carsten Schulz, einer der verantwortlichen Organisatoren des Symposiums, Professor f\u00fcr marine Aquakultur an der <a href=\"http:\/\/www.agrar.uni-kiel.de\" target=\"_blank\">Agrar- und Ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Fakult\u00e4t (AEF) <\/a>und Mitglied der Steuerungsgruppe im universit\u00e4ren Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS).<\/p>\n<p>Vor rund einem Jahr hatte das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) das mit bis zu 20 Millionen Euro gef\u00f6rderte und von der Kieler Universit\u00e4t koordinierte Projekt \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c (BaMS) bewilligt. Inzwischen haben bereits acht Verbundprojekte in BaMS ihre Arbeit aufgenommen und besch\u00e4ftigen sich etwa mit der Optimierung von Haltungsbedingungen f\u00fcr Fische in Aquakulturanlagen oder mit der nachhaltigen Nutzung regional produzierter Algen f\u00fcr die kosmetische und pharmazeutische Industrie. Hier geht es insbesondere um Hautaufheller f\u00fcr den asiatischen Markt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen werden die Forschungsergebnisse in einzelnen Projekten auch in Produkte f\u00fcr den Kosmetikmarkt \u00fcberf\u00fchrt. Dazu z\u00e4hlt zum Beispiel Muschelpaste als Brotaufstrich oder Pesto aus Algen. Weiter ist geplant, den Kot der Fische zu Biokohle zu karbonisieren. Weitere Partner erproben, wie sich Fischfutter aus Algenmaische herstellen oder neuartige Wasserreinigungsanlagen mithilfe von Mikroalgen entwickeln lassen.<\/p>\n<p>Im Herbst 2020 sollen neue Konsortien folgen, die im Rahmen des BMBF-Projektes \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c gef\u00f6rdert werden. Noch bis Ende Mai 2020 k\u00f6nnen Skizzen eingereicht werden. Im Fr\u00fchjahr 2021 sollen die neuen Vorhaben dann starten. \u201eEs geht uns vor allem darum, Synergien von Unternehmen und Experten so zu f\u00f6rdern, dass ganzheitliche und gleichzeitig nachhaltige Systeme entstehen, die auch in einer Region verwurzelt sind. Das Symposium ist daher auch der Startschuss f\u00fcr ein neues Netzwerk von Interessenten aus allen Bereichen der Blauen Bio\u00f6konomie\u201c, fasste Dr. Stefan Meyer, Koordinator des Projektes \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c an der Uni Kiel das Ziel des norddeutschen Branchentreffens zusammen.<\/p>\n<p>Das zweit\u00e4gige Symposium begann mit einer Mitgliederversammlung des im September 2019 neu gegr\u00fcndeten gemeinn\u00fctzigen Vereins \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten e.V.\u201c, der f\u00fcr die Abwicklung der Projekte und die Unterst\u00fctzung von Kooperationen verantwortlich ist. Anschlie\u00dfend stellten Projektpartner die acht Verbundprojekte in BaMS vor. Am zweiten Tag folgten Impulsreferate und Workshops zur besseren Vernetzung der Akteure. Begr\u00fc\u00dft wurden die Teilnehmenden von Dr. Dietmar Walter vom Referat f\u00fcr Nachhaltiges Wirtschaften und Bio\u00f6konomie im Bundesministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung (BMBF) in Berlin. Erst k\u00fcrzlich hatte Bildungsministerin Anja Karliczek die <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/de\/biooekonomie-neue-konzepte-zur-nutzung-natuerlicher-ressourcen-726.html\" target=\"_blank\">Bio\u00f6konomie-Strategie des Bundes<\/a> vorgestellt und dabei auf die besondere Bedeutung der blauen Bio\u00f6konomie, von biobasierten Prozessen aus Meeresprodukten wie Algen oder Muscheln hingewiesen. Deutschland hat das Ziel, f\u00fchrender Standort in der nachhaltigen Bio\u00f6konomie zu werden und einen relevanten Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu leisten.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten (BaMS)\u201c wird von der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU) koordiniert und vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) \u00fcber f\u00fcnf Jahre mit bis zu 20 Millionen Euro gef\u00f6rdert. Ziel ist es, einen Innovationsraum Norddeutschland f\u00fcr die Blaue Bio\u00f6konomie zu entwickeln, in dem neue Verfahren umgesetzt und nachhaltige Konzepte f\u00fcr eine umfassende Kreislaufwirtschaft gef\u00f6rdert werden, die marine biologische Ressourcen wie Fische, Muscheln oder Algen einschlie\u00dfen. Das Projekt \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c st\u00e4rkt dar\u00fcber hinaus den universit\u00e4ren Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS) an der Kieler Universit\u00e4t. Kiel Marine Science (KMS) bildet das Dach f\u00fcr natur- und gesellschaftswissenschaftliche Ozean- und Klimaforschung an sieben Fakult\u00e4ten und f\u00f6rdert die fach\u00fcbergreifende Auseinandersetzung mit meereswissenschaftlichen Themen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_73259\" aria-describedby=\"caption-attachment-73259\" style=\"width: 584px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.uni-kiel.de\/de\/pressemitteilungen\/2020\/066-biooekonomie-gruppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-73259\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe-1024x769.jpg\" alt=\"066-biooekonomie-gruppe\" width=\"584\" height=\"439\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe-300x225.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe-600x451.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-73259\" class=\"wp-caption-text\">Im Rahmen des Projektes \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c laufen zurzeit acht Verbundprojekte. Anl\u00e4sslich des Symposiums stellten die Verantwortlichen ihre Projektideen zur marinen Biotechnologie vor. 1. Reihe von links: Stefan Meyer (BaMS-Koordinator, CAU), Mirko B\u00f6gner (Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven). 2. Reihe von links: Prof. Carsten Schulz (CAU), Prof. Thomas Schweder (Universit\u00e4t Greifswald), Martina M\u00fchl (Coastal Research &amp; Management, Kiel) Elke B\u00f6hme (Fraunhofer Einrichtung f\u00fcr Marine Biotechnologie und Zelltechnik, L\u00fcbeck), Sascha Hermus (3N Kompetenzzentrum Niedersachsen), Prof. Norbert Reintjes (TH L\u00fcbeck), Prof. Tom Goldammer (Leibniz-Institut f\u00fcr Nutztierbiologie, Dummersdorf\/Mecklenburg-Vorpommern). \u00a9 Dr. Doreen Saggau, AEF<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_73253\" aria-describedby=\"caption-attachment-73253\" style=\"width: 583px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/de\/detailansicht\/news\/066-biooekonomie\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-73253\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe2-1024x701.jpg\" alt=\"066-biooekonomie-gruppe2\" width=\"583\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe2-1024x701.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe2-300x205.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/03\/066-biooekonomie-gruppe2-600x411.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-73253\" class=\"wp-caption-text\">Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) f\u00f6rdert das von der Kieler Universit\u00e4t koordinierte Projekt \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c. Im Bild von links: Dr. Dietmar Walter vom Referat Nachhaltiges Wirtschaften, Bio\u00f6konomie (BMBF), mit den Organisatoren des Netzwerktreffens in Kiel Prof. Carsten Schulz (AEF), Prof. R\u00fcdiger Schulz (Botanisches Institut) und BaMS-Koordinator Dr. Stefan Meyer. \u00a9 Dr. Doreen Saggau, AEF<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Dr. Stefan Meyer<br \/>\nProjektb\u00fcro \u201eBio\u00f6konomie auf Marinen Standorten\u201c<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:smeyer@bams.uni-kiel.de\" target=\"_blank\">smeyer@bams.uni-kiel.de<\/a><br \/>\nTelefon: 0431\/880-2588<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. und 4. 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