{"id":7312,"date":"2004-09-17T00:00:00","date_gmt":"2004-09-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040917-08n"},"modified":"2004-09-17T00:00:00","modified_gmt":"2004-09-16T22:00:00","slug":"regionen-aktiv-biogas-nun-auch-oekologisch-erzeugt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/regionen-aktiv-biogas-nun-auch-oekologisch-erzeugt\/","title":{"rendered":"REGIONEN AKTIV: Biogas &#8211; nun auch \u00f6kologisch erzeugt"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Anzahl landwirtschaftlicher Biogasanlagen erheblich zugenommen. Dieser Boom ist bis jetzt jedoch an den Betrieben des \u00d6kolandbaus weitestgehend vorbei gegangen. Mit dem Projekt &#8220;Entwicklungsberatung Bio-Biogasanlagen&#8221; will die Modellregion Wendland \/ Elbetal diese L\u00fccke schlie\u00dfen. Dabei gewann das innovative Vorhaben der Wendl\u00e4nder die Wahl zum <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/modellregionen\/projmon.php?extern=2&#038;ergy=2004&#038;ergm=08&#038;PHPSESSID=d5bb919926bb41568bad170767d9c716\" >Projekt des Monats September 2004<\/a>.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Die Nutzung von Gr\u00fcnaufwuchs und Futterbaukulturen \u00fcber eine Biogasanlage ist f\u00fcr \u00f6kologische  Betriebe sehr interessant&#8221;, erkl\u00e4rt  der Projektleiter Gregor Heckenkamp. Er f\u00fchrt die Entwicklungsberatung in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum \u00d6kolandbau  Niedersachsen (KOEN) durch. Neben dem Stromertrag ist besonders das Endprodukt der Anlage, das Biogassubstrat als organischer Stickstoffd\u00fcnger f\u00fcr \u00f6kologische Marktfruchtbetriebe von hohem Interesse. In der Pilot-Biogasanlage in der Modellregion Wendland\/Elbetal arbeiten in diesem Sinne Futterbau- und Marktfruchtbetriebe zusammen. <img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040917-08\/Ernte.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Ernte\"\/>Der Marktfruchtbetrieb kann den Aufwuchs der Kleegrasstilllegungsfl\u00e4chen in die Biogasanlage einspeisen und im Gegenzug hochwertigen Biod\u00fcnger entgegen nehmen.  Das erst k\u00fcrzlich novellierte EEG bietet zus\u00e4tzliche Chancen f\u00fcr \u00d6kobetriebe, da Strom aus Biomasse neben der Grundverg\u00fctung mit zus\u00e4tzlich 6 Cent pro Kilowattstunde gef\u00f6rdert wird. &#8220;Mit der Entwicklungsberatung wollen wir aufzeigen, dass \u00fcberschaubare b\u00e4uerliche Anlagen durch Optimierung der Prozesssteuerung auch im \u00f6kologischen Landbau wirtschaftlich arbeiten,&#8221; erkl\u00e4rt Heckenkamp die Ziele des Projektes.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040917-08\/Besichtigung.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Besichtigung\"\/>Dies kann  Manfred Ebeling, Vorsitzender der Regionalen Partnerschaft Wendland \/ Elbetal best\u00e4tigen, der mit Unterst\u00fctzung der Entwicklungsberatung die erste Bio-Biogasanlage in Niedersachsen errichtet hat. Seit April 2004 ist die Pilot-Anlage nun erfolgreich in Betrieb. &#8220;Biogasanlagen bieten einen innovativen Ansatz zur Optimierung der N\u00e4hrstoffkreisl\u00e4ufe von \u00f6kologisch gef\u00fchrten landwirtschaftlichen Betrieben&#8221;, berichtet der Bio-Landwirt Ebeling. Die K\u00fche hat er abgeschafft und &#8220;verf\u00fcttert&#8221; nun j\u00e4hrlich 5.000 Tonnen Kleegras und Maissilage  an die Anlage, wobei ein Teil der nachwachsenden Rohstoffe von Kooperationsbetrieben geliefert wird. Die in der Biomasse enthaltenen N\u00e4hrstoffe werden in der Anlage in pflanzenverf\u00fcgbare Form umgewandelt und gespeichert. Beim Abbau der organischen Masse entsteht Biogas, das aufgefangen und in Strom und W\u00e4rme umgewandelt wird. Die Bilanz der Pilot-Anlage bel\u00e4uft sich dabei auf Strom f\u00fcr etwa 600 Vier-Personen-Haushalte und 4.000 Tonnen hochwertigen Biod\u00fcnger.<\/p>\n<p><b>Bio-Biogasanlagen als Paradebeispiel zukunftsweisender Regionalentwicklung<\/b> <\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040917-08\/Kreislauf.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Kreislauf\"\/>&#8220;Der Gewinn f\u00fcr unsere Region ist enorm,&#8221; berichtet Ebeling. &#8220;Durch b\u00e4uerliche Biogasanlagen werden Probleme der Landwirtschaft verringert und b\u00e4uerliche Existenzen gesichert. Gleichzeitig werden die Betriebe des \u00d6kolandbaus in unser regionales Ziels, der Umstellung auf 100% regenerative Energien eingebunden.&#8221; Die Wirtschaftskraft der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe aber auch der gesamten Region wird gefestigt, da alle wesentlichen Bauauftr\u00e4ge an heimische Handwerksbetriebe vergeben werden k\u00f6nnen.<br style=\"clear:left;\"\/><\/p>\n<p><b>2005 folgen zwei weitere &#8220;Bio-Anlagen&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Die Beratung der \u00d6kologischen Betriebe nimmt bei der Verfolgung dieser Ziele einen bedeutenden Stellenwert ein. Das Angebot der Beratung reicht von der Standortauswahl und der Bewertung der Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die hofspezifischen Randbedingungen des jeweiligen Betriebes \u00fcber die Erarbeitung von Genehmigungsunterlagen bis zur Unterst\u00fctzung bei der Realisierung des Projektes. Nach dem Bau der ersten Pilot-Anlage sollen 2005 nun zwei weitere &#8220;Bio-Anlagen&#8221; errichtet werden. F\u00fcr die Zukunft haben sich die Wendl\u00e4nder vorgenommen auch die Abw\u00e4rme der Anlagen zu nutzen. &#8220;Bisherige Anlagen,&#8221; so erkl\u00e4rt Heckenkamp &#8220;verfolgen allein die Stromerzeugung, dabei stellt die Abw\u00e4rme der Biogasanlagen ein enormes Energie-Potenzial dar, das  kaum genutzt wird.&#8221; In diesem Zusammenhang werden nun verschiedene M\u00f6glichkeiten auf die Wirtschaftlichkeit ihrer Anwendung und die Umsetzbarkeit im regionalen Umfeld untersucht.<\/p>\n<p><b>REGIONEN AKTIV \u2013 Land gestaltet Zukunft<\/b><br \/>Das Modellvorhaben &#8220;<a href=\"http:\/\/www.modellregionen.de\/\" >REGIONEN AKTIV \u2013 Land gestaltet Zukunft<\/a> ist eine Initiative des <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministeriums f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/a>. Im Zeitraum von 2002 bis 2005 unterst\u00fctzt das Bundesverbraucherschutzministerium 18 Modellregionen darin, die Zukunft ihrer Region durch innovative Ideen und Projekte nachhaltig zu verbessern. Den Modellregionen stehen dabei insgesamt mindestens 45,5 Mio. Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><b>Detaillierte Informationen zum Projekt erhalten Sie bei:<br \/>Dipl. Ing. Gregor Heckenkamp, Projektleitung<\/b><br \/>Tel.: 05844-976214<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:g.heckenkamp@freenet.de\">g.heckenkamp@freenet.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.oeko-komp.de\/\" >www.oeko-komp.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biogasnutzung-auch-fuer-oekolandbau-attraktiv\/\" >2004-06-09<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/region-aktiv-wendlandelbetal-e-v-biogasanlage-fuer-den-oekolandbau\/\" >2004-04-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Anzahl landwirtschaftlicher Biogasanlagen erheblich zugenommen. 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