{"id":7307,"date":"2004-07-07T00:00:00","date_gmt":"2004-07-06T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040707-10n"},"modified":"2004-07-07T00:00:00","modified_gmt":"2004-07-06T22:00:00","slug":"energiepflanzen-effektiver-nutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiepflanzen-effektiver-nutzen\/","title":{"rendered":"Energiepflanzen effektiver nutzen"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040707-10\/423e471d73.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"423e471d73\"\/><b><i>&#8220;Energiepflanzen haben das Zeug zu einem echten Standbein f\u00fcr die Landwirtschaft&#8221;, zeigte sich Staatssekret\u00e4r Berninger bei der \u00dcbergabe des Zuwendungsbescheids in Frankenhausen \u00fcberzeugt, &#8220;das Verfahren von Prof. Scheffer bietet daf\u00fcr besondere M\u00f6glichkeiten&#8221;.<\/i><\/b><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Wer feste und fl\u00fcssige Anteile von Energiepflanzensilage trennt, kann sie effektiver energetisch nutzen. Diese Theorie will <a href=\"http:\/\/www.wiz.uni-kassel.de\/ink\/apb\/de\/scheffer.shtml\" >Prof. Dr. Konrad Scheffer<\/a> von der Uni Kassel mit Unterst\u00fctzung der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a> unter Beweis stellen. W\u00e4hrend der Presssaft in einer Biogasanlage verstromt wird, soll der Presskuchen pelletiert und zu Heizzwecken genutzt werden. Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r Matthias Berninger vom Bundesverbraucherschutzministerium \u00fcbergab am 4. Juli den Zuwendungsbescheid f\u00fcr das Projekt. <\/p>\n<p>Mit Getreide, Raps oder Mais kultiviert Scheffer zwar ganz herk\u00f6mmliche Anbaufr\u00fcchte. Mit einem speziellen Anbausystem sorgt er jedoch f\u00fcr besonders hohe Ertr\u00e4ge. Beim Zweikulturnutzungssystem wachsen auf einem Acker nicht nur mehrere Anbaufr\u00fcchte in Mischung, nach der ersten fr\u00fchen Ernte wird im gleichen Jahr auch noch f\u00fcr eine zweite Ernte ausges\u00e4t. Da immer die ganze Pflanze geerntet wird, ist der Reifezeitpunkt nebens\u00e4chlich, allein auf die Biomasseertr\u00e4ge kommt es an. Positiver Nebeneffekt des Systems: Da die Fl\u00e4che ganzj\u00e4hrig bestanden ist, kommt es kaum zu Erosion und N\u00e4hrstoffaustrag und auch Pflanzenschutzmittel sind nicht n\u00f6tig. <\/p>\n<p>Das Nutzungskonzept soll sich f\u00fcr den Landwirt aber in erster Linie \u00f6konomisch lohnen. &#8220;Nur wenn wir feste und fl\u00fcssige Phase trennen, k\u00f6nnen wir die in der Silage gebundene Energie optimal nutzen&#8221; ist Scheffer \u00fcberzeugt. \u00dcber eine Schneckenpresse will er daher n\u00e4hrstoffreichen Presssaft f\u00fcr die Biogasanlage und mineralstoffarmen Presskuchen f\u00fcr die anschlie\u00dfende Pelletierung und Verbrennung gewinnen. Da es ihm darum geht, m\u00f6glichst gro\u00dfe Anteile der in der Landwirtschaft vorhandenen Biomassen zu nutzen, soll der Silage auch geh\u00e4ckseltes Stroh beigemischt werden. <\/p>\n<p>Der Trick dabei sind die Synergien, die sich aus dem Verfahren ableiten lassen. F\u00fcr die Biogasanlage sind die in der Silage enthaltenen Rohfasern und Lignine n\u00e4mlich st\u00f6rend. Wird nur der n\u00e4hrstoffreiche Presssaft genutzt, kann die Biogasanlage erheblich effektiver und schneller arbeiten. Die Verbrennung von Biomasse wiederum l\u00e4uft effektiver, wenn die nat\u00fcrlich enthaltenen Mineralstoffe vorher herausgel\u00f6st werden. Auch das sollen Silierung und Pressung bewirken. <\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist es au\u00dferdem auszuloten, wie das zur Pressung bestimmte Substrat so vorbereitet werden kann, dass die Rezepturen f\u00fcr Saft und Kuchen im jeweiligen Verfahren optimale Ertr\u00e4ge bringen. Nicht nur mit dem Erntezeitpunkt will Scheffer dazu experimentieren, auch das Zumischen von Presssaft aus vorherigen Pressvorg\u00e4ngen oder von Enzymen zur Silage k\u00f6nnte Erfolge bringen. <\/p>\n<p>Da der Presskuchen mit einer Restfeuchte von 40 bis 60 Prozent f\u00fcr die Pelletierung nicht nutzbar ist, wird er mit die Abw\u00e4rme der Biogasanlage erst getrocknet. Danach sollen die Feststoffe zu Pellets gepresst und in Pelletheizungen zum Einsatz kommen. <\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4r Berninger zeigte sich begeistert von der Verzahnung \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Aspekte. &#8220;Mit dem vorgeschlagenen Aufbereitungsverfahren gelingt es, den gr\u00f6\u00dften Teil der Wertsch\u00f6pfung in der Landwirtschaft zu behalten,&#8221; sagte er. &#8220;Und genau das ist unser Ziel bei der F\u00f6rderung der Bioenergie&#8221;. In welcher Form die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erkenntnisse zur Umsetzung kommen, wird sich im Juni 2006 zum Abschluss des Projekts zeigen. Sicher ist schon heute, dass Energiepflanzen in der Lage sind, ihren guten Teil zur Energieversorgung in Deutschland beizutragen. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioenergie-hat-zukunft\/\" >2004-06-03<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biomasse-groesster-beitrag-zur-energiewende\/\" >2002-07-02<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b><i>&#8220;Energiepflanzen haben das Zeug zu einem echten Standbein f&uuml;r die Landwirtschaft&#8221;, zeigte sich Staatssekret&auml;r Berninger bei der &Uuml;bergabe des Zuwendungsbescheids in Frankenhausen &uuml;berzeugt, &#8220;das Verfahren<\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-7307","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7307\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7307"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=7307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}