{"id":73001,"date":"2020-03-18T07:37:13","date_gmt":"2020-03-18T06:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=73001"},"modified":"2021-09-09T21:20:49","modified_gmt":"2021-09-09T19:20:49","slug":"b-fab-erhaelt-foerderung-vom-bmbf-zur-co2-fixierung-in-biopolymeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/b-fab-erhaelt-foerderung-vom-bmbf-zur-co2-fixierung-in-biopolymeren\/","title":{"rendered":"b.fab erh\u00e4lt F\u00f6rderung vom BMBF zur CO<sub>2<\/sub>-Fixierung in Biopolymeren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die b.fab GmbH erhielt Ende Februar die Zusage fu\u0308r eine Projektfo\u0308rderung vom BMBF (Bundesministerium fu\u0308r Bildung und Forschung) im Rahmen der Ausschreibung CO2-WIN. Das von b.fab koordinierte Projekt \u201eTRANSFORMATE\u201c hat es sich zur Aufgabe gemacht, CO<sub>2<\/sub>-haltige Abgasstro\u0308me von Industrieparks in werthaltige Biokunststoffe umzuwandeln. Dem Projektkonsortium geho\u0308ren neben b.fab insgesamt 7 weitere Projektpartner aus Wissenschaft und Industrie an: Max-Planck-Institut fu\u0308r Molekulare Pflanzenphysiologie, Max-Planck-Institut fu\u0308r Kolloid- und Grenzfla\u0308chenforschung, Universita\u0308t Stuttgart, Ertel IonStream UG, Plinke GmbH, YNCORIS GmbH &amp; Co. KG und die Dechema e.V.. Die Projektlaufzeit betra\u0308gt 3 Jahre vom 1.3.2020 bis zum 28.02.2023.<\/strong><\/p>\n<p>Die Zielsetzung des Projektes ist die Verwertung von CO<sub>2<\/sub>-Abgasen aus Industrieparks in werthaltigen, biologisch-abbaubaren und stabilen Biokunststoffen. Dazu wird eine neuartige Kombination aus elektrochemischer Konversion und Biotechnologie gew\u00e4hlt. Im ersten Schritt wird CO<sub>2<\/sub> in einem Elektrolyseur in Ameisens\u00e4ure umgewandelt, um diese dann in einem zweiten Schritt mittels Bakterien in Biokunststoffe umzusetzen. Zielmolek\u00fcle sind Polyhydroxybuttersa\u0308ure (PHB) und Crotons\u00e4ure.<\/p>\n<p>Das Projektkonsortium deckt die gesamte Wertscho\u0308pfungskette ab und vereint hochrangige akademische Institute wie die Potsdamer Max-Planck-Institute und die Universit\u00e4t Stuttgart mit ausgewiesenen Experten der Industrie. Am Ende des Projektes soll ein integrierter Prozess mit Elektrolyseur und Bioreaktor im Laborma\u00dfstab existieren, mit dem die zwei Zielmolek\u00fcle direkt aus CO<sub>2<\/sub> hergestellt werden k\u00f6nnen. Die Arbeiten dienen als Vorleistung zur weiteren Industrialisierung des Prozesses, der im Projekt bereits ausgelegt wird. Die Arbeiten werden begleitet durch eine umf\u00e4ngliche Life-Cycle-Analyse (LCA) und eine technisch-\u00f6konomische Bewertung (TEA) der Prozesse.<\/p>\n<p>Fu\u0308r b.fab bietet das Projekt eine ausgezeichnete Mo\u0308glichkeit seine Plattform-Technologie der Formiat Bio\u00f6konomie anhand der zwei Biokunststoffe zu demonstrieren. Die Einbringung der unterschiedlichen Expertisen der Partner \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette verspricht eine schnelle und zielgerichtete Umsetzung. Dr. Frank Kensy, Managing Director von b.fab und Koordinator des Projektes, kommentiert den Start des Projekts wie folgt: \u201eWir bei b.fab sind sehr gl\u00fccklich, dass wir mit diesem kompetenten Konsortium das Projekt durchf\u00fchren d\u00fcrfen und vom BMBF unterst\u00fctzt werden. Wir haben somit die Chance unseren CO<sub>2<\/sub>-Verwertungsprozess als voll- integrierten Prozess zu demonstrieren und somit L\u00f6sungen fu\u0308r den Klimawandel bereitzustellen\u201c.<\/p>\n<p>b.fab setzt auf den unbegrenzten Rohstoff CO<sub>2<\/sub>. Prim\u00e4r sollen CO<sub>2<\/sub>-Abgasstr\u00f6me aus Punktquellen genutzt und mit regenerativer Energie aktiviert werden, um dann in einem innovativen biotechnologischen Prozess daraus werthaltige Chemikalien oder Proteine nachhaltig herzustellen. Das Besondere am b.fab-Prozess ist, dass CO<sub>2<\/sub>, Wasser und erneuerbare Energie in fl\u00fcssiger Ameisens\u00e4ure zwischengespeichert werden und damit speicherbar und transportierbar sind. Die Technologie der Firma ist \u00e4u\u00dferst energieeffizient und kann sowohl in anaeroben als auch aeroben Fermentationen angewendet werden. b.fab will mit dem neuen Verfahren einen wesentlichen Beitrag zum Kohlenstoffrecycling und zur Nutzbarmachung regenerativer Energien f\u00fcr die chemische Produktion leisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber die b.fab GmbH<\/h3>\n<p>Die b.fab GmbH entwickelt eine neue Generation von Bioprozessen, die ausgehend von CO<sub>2<\/sub>, Wasser und regenerativen Strom, werthaltige Chemikalien oder Proteine produziert. Die mikrobielle Plattformtechnologie setzt auf herk\u00f6mmliche, etablierte Produktionsorganismen, die schnell und einfach mit Hilfe der Synthetischen Biologie programmiert werden k\u00f6nnen. Die Firma verf\u00fcgt u\u0308ber langj\u00e4hrige Erfahrung im Bereich des Stoffwechsel-Designs, der hochparallelen und automatisierten Bioprozessentwicklung und dem Scale-up von Bioprozessen. Die energie- und zugleich kosteneffiziente Technologie soll in Partnerschaft mit der Rohstoff- und Chemieindustrie produktspezifisch entwickelt werden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die b.fab GmbH erhielt Ende Februar die Zusage fu\u0308r eine Projektfo\u0308rderung vom BMBF (Bundesministerium fu\u0308r Bildung und Forschung) im Rahmen der Ausschreibung CO2-WIN. Das von b.fab koordinierte Projekt \u201eTRANSFORMATE\u201c hat es sich zur Aufgabe gemacht, CO2-haltige Abgasstro\u0308me von Industrieparks in werthaltige Biokunststoffe umzuwandeln. 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