{"id":72724,"date":"2020-03-16T07:26:10","date_gmt":"2020-03-16T06:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=72724"},"modified":"2020-03-11T13:45:49","modified_gmt":"2020-03-11T12:45:49","slug":"alternative-wickelfolien-fuer-den-transport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/alternative-wickelfolien-fuer-den-transport\/","title":{"rendered":"Alternative Wickelfolien f\u00fcr den Transport"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_72727\" aria-describedby=\"caption-attachment-72727\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/presse.unileoben.ac.at\/fileadmin\/_processed_\/a\/4\/csm_20191204_140952_951f436dd2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72727 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/csm_20191204_140952_ceb4d31200.jpg\" alt=\"csm_20191204_140952_ceb4d31200\" width=\"240\" height=\"114\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-72727\" class=\"wp-caption-text\">Wickelfolien sind f\u00fcr den Warentransport besonders wichtig (Fotocredit: Tanja Gr\u00f6ssing\/Montanuniversit\u00e4t Leoben)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ressourceneffizienz spielt bei der Entwicklung, Produktion und Anwendung von Kunststoffen eine besonders gro\u00dfe Rolle. Deswegen r\u00fccken Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe verst\u00e4rkt in den Mittelpunkt.<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle kennen das Bild: Paletten sind mit Unmengen an Folien umwickelt, die danach in den M\u00fcll wandern. In Europa werden j\u00e4hrlich rund 25,8 Millionen Tonnen Plastikabfall produziert, wovon 59 Prozent auf den Bereich der Verpackungen, inklusive Palettenverpackungen, entfallen.<\/p>\n<h3>Neu strukturierte Folien<\/h3>\n<p>Plastik als herk\u00f6mmlicher Kunststoff basiert zu einem Gro\u00dfteil auf fossilen Rohstoffen. Eine Substitution durch biobasierte Kunststoffe im Sinne der Nachhaltigkeit ist notwendig. \u201eDerzeit wird massiv Geld in die Erforschung und Entwicklung neuer biobasierter Kunststoffe gesteckt, diese sind jedoch preislich noch nicht konkurrenzf\u00e4hig\u201c, erl\u00e4utert Dr. Michael Feuchter vom Lehrstuhl f\u00fcr Werkstoffkunde und Pr\u00fcfung der Kunststoffe der Montanuniversit\u00e4t Leoben. Deswegen wird derzeit intensiv an verbesserten Strukturen gearbeitet. Mithilfe von biobasierten Kunststoffen soll es zu einer Materialeinsparung von 30 Prozent kommen.<\/p>\n<h3>Verschiedene Forschungsaspekte<\/h3>\n<p>Zuerst werden die Bedingungen des Verpackungs- und Transportprozesses analysiert und die qualitativen und quantitativen Anforderungen an das Folienmaterial verifiziert. Anschlie\u00dfend werden die bereits verf\u00fcgbaren biobasierten Materialien getestet, ob sie als Ersatzstoffe geeignet sind.<\/p>\n<p>\u201eErstmals werden die unterschiedlichsten Anforderungen verschiedener handels\u00fcblicher technischer Biopolymere auf Basis nachwachsender Rohstoffe analysiert. An ausgew\u00e4hlten Referenzmaterialien erfolgt die Untersuchung der im Gebrauch auftretenden physikalischen Werkstoffbeanspruchung mittels morphologischer, thermischer, thermomechanischer, mechanischer und bruchmechanischer Untersuchungsmethoden\u201c, erkl\u00e4rt Feuchter.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird eine Folie im Laborma\u00dfstab erzeugt. Mithilfe von mathematischen Modellierungen soll ein finales Produkt gefunden werden, das den spezifischen Eigenschaften entspricht. In weiterer Folge soll auch ein adaptives Wickelkonzept (Prozess- und Anlagenkonzept) entstehen. Damit soll gew\u00e4hrleistet sein, dass immer nur genau so viel Folie wie n\u00f6tig verwendet wird. Schlussendlich soll sichergestellt werden, dass eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Rechnung sowohl f\u00fcr Produktions- als auch f\u00fcr Transportindustrie gegeben ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Projektpartner<\/h3>\n<p>Das vom Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie gef\u00f6rderte Projekt wird von der Fraunhofer Austria Research Gesellschaft geleitet. Der Lehrstuhl f\u00fcr Werkstoffkunde und Pr\u00fcfung der Kunststoffe der Montanuniversit\u00e4t Leoben ist wissenschaftlicher Partner. Weitere Partner sind Lenzing Plastics GmbH &amp; Co KG, das Institut f\u00fcr Angewandte Physik der Technischen Universit\u00e4t Wien, AN-COR-TEK Ltd. sowie Pamminger Verpackungstechnik GesmbH.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Dr. Michael Feuchter<br \/>\nLehrstuhl f\u00fcr Werkstoffkunde und Pr\u00fcfung der Kunststoffe<br \/>\nTel.: +43 3842 402-2110<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:michael.feuchter@unileoben.ac.at\" target=\"_blank\">michael.feuchter@unileoben.ac.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ressourceneffizienz spielt bei der Entwicklung, Produktion und Anwendung von Kunststoffen eine besonders gro\u00dfe Rolle. Deswegen r\u00fccken Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe verst\u00e4rkt in den Mittelpunkt. Wir alle kennen das Bild: Paletten sind mit Unmengen an Folien umwickelt, die danach in den M\u00fcll wandern. 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