{"id":72703,"date":"2020-03-13T07:37:49","date_gmt":"2020-03-13T06:37:49","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=72703"},"modified":"2021-09-09T21:20:55","modified_gmt":"2021-09-09T19:20:55","slug":"neste-investiert-in-deutsches-wasserstoff-start-up-sunfire","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neste-investiert-in-deutsches-wasserstoff-start-up-sunfire\/","title":{"rendered":"Neste investiert in deutsches Wasserstoff-Start-up Sunfire"},"content":{"rendered":"<p>Es scheint als h\u00e4tte das Dresdner Wasserstoff-Start-up\u00a0Sunfire die perfekte Branche f\u00fcr sein Produkt gefunden: eine zum Wandel gezwungene \u00d6lindustrie.\u00a0Nach der Zusammenarbeit mit dem franz\u00f6sischen \u00d6lkonzern Total im vergangenen Jahr folgt nun die n\u00e4chste Kooperation mit einem \u00d6lriesen.<\/p>\n<p>Das finnische Raffinerieunternehmen Neste Oil steigt als Investor bei Sunfire ein und startet auch noch auf EU-Ebene ein Projekt\u00a0mit den Dresdnern. Das erfuhr das Handelsblatt vorab.<\/p>\n<p>Gemeinsam wollen sie die Herstellung von gr\u00fcnem Wasserstoff in einer Raffinerie von Neste demonstrieren. Wie viel genau der \u00d6lproduzent in das deutsche Wasserstoff-Start-up steckt, wollten jedoch weder die Finnen noch Sunfire verraten.<\/p>\n<p>Der deutsche Wasserstoff-Spezialist produziert mithilfe des Elektrolyseverfahrens, also der Spaltung von CO2 und Wasser durch gr\u00fcnen Strom, Produkte, f\u00fcr die man sonst Erd\u00f6l oder Erdgas braucht. Seit der Klimawandel immer mehr in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Debatten r\u00fcckt, k\u00f6nnen sich die Dresdner vor Nachfrage kaum retten.<\/p>\n<p>Erst im Januar vergangenen Jahres\u00a0sammelte die Firma in einer Finanzierungsrunde 25 Millionen Euro ein. Hauptinvestor ist der Industriekonzern Paul Wurth. Aber die Gro\u00dfauftr\u00e4ge bekommt Sunfire mittlerweile aus der \u00d6lindustrie.<\/p>\n<p>Die erfolgsverw\u00f6hnte Milliardenbranche ger\u00e4t vor allem in Europa angesichts steigender CO2-Preise, Druck durch Aktivisten und Kritik von Investoren immer mehr unter Druck.<\/p>\n<p>Fossile Unternehmen wie Total, Shell und sogar BP investieren in der Folge immer mehr\u00a0in die Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsbereiche mit CO2-freundlichen Technologien.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend\u00a0Shell\u00a0mithilfe von gr\u00fcnem Strom zum weltweit gr\u00f6\u00dften Energiekonzern werden will, k\u00fcndigte Total-Chef Patrick Pouyann\u00e9 an, immerhin 20 Prozent der Unternehmensgewinne bis 2040 aus dem Gesch\u00e4ft mit erneuerbarer Energie zu erwirtschaften. Der britische \u00d6lkonzern BP verk\u00fcndete vor wenigen Wochen gar, komplett klimaneutral werden zu wollen.<\/p>\n<p>Das finnische \u00d6lunternehmen Neste hat den notwendigen Wandel von fossilen zu erneuerbaren Energien\u00a0allerdings schon deutlich fr\u00fcher begonnen als die Konkurrenz. Daf\u00fcr ist es von dem renommierten Wirtschaftsmagazin \u201eCorporate Knights\u201c im vergangenen Jahr sogar auf Platz drei der nachhaltigsten Konzerne der Welt gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Von fossil zu Erneuerbar<br \/>\n\u201eUnternehmen aus dem \u00d6l- und Gassektor wie Orsted und Neste haben gezeigt, dass eine Diversifizierung \u00fcber fossile Brennstoffe hinaus nicht nur m\u00f6glich, sondern auch rentabel ist\u201c, schreibt \u201eCorporate Knights\u201c in seinem Global-100-Ranking.<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, bestehende Gesch\u00e4ftsmodelle weiter voranzutreiben und neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wachstum zu schaffen. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie setzen wir auch weiterhin unseren Fokus auf Innovation und Power-to-X ist einer dieser Innovationsbereiche\u201c, kommentiert\u00a0Peter Vanacker, President und CEO von Neste die Investition in das deutsche Wasserstoff-Start-up.<\/p>\n<p>Mittlerweile kommen bei Neste immerhin knapp 23 Prozent des Gesamtumsatzes von 15,8 Milliarden Euro\u00a0im Jahr 2019 durch das Gesch\u00e4ft mit Erneuerbaren. Vor allem im Bereich gr\u00fcner Produkte im Kraftstoff- und Chemiesektor hat sich das Unternehmen aus Finnland einen Namen gemacht.<\/p>\n<p>Dem\u00a0Aktienkurs des finnischen Unternehmens scheint die Neuausrichtung auf nachhaltige Produkte alles andere als zu schaden. Innerhalb der vergangenen sechs Monate schoss der Wert um satte 24 Prozent nach oben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es scheint als h\u00e4tte das Dresdner Wasserstoff-Start-up\u00a0Sunfire die perfekte Branche f\u00fcr sein Produkt gefunden: eine zum Wandel gezwungene \u00d6lindustrie.\u00a0Nach der Zusammenarbeit mit dem franz\u00f6sischen \u00d6lkonzern Total im vergangenen Jahr folgt nun die n\u00e4chste Kooperation mit einem \u00d6lriesen. 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