{"id":71811,"date":"2020-02-18T06:41:49","date_gmt":"2020-02-18T05:41:49","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.biofuelsdigest.com%2Fbdigest%2F2020%2F02%2F12%2Fufop-calls-for-sustainable-use-of-crops-in-european-biofuels-under-green-deal%2F"},"modified":"2020-02-16T13:25:43","modified_gmt":"2020-02-16T12:25:43","slug":"brief-an-das-ep-nachhaltige-biokraftstoffe-aus-anbaubiomasse-muessen-teil-des-europaeischen-green-deal-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/brief-an-das-ep-nachhaltige-biokraftstoffe-aus-anbaubiomasse-muessen-teil-des-europaeischen-green-deal-sein\/","title":{"rendered":"Brief an das EP: Nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse m\u00fcssen Teil des Europ\u00e4ischen \u201eGreen Deal\u201c sein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dies sei eines der Kernanliegen, das die Landwirte in der Europ\u00e4ischen Union derzeit auf die Stra\u00dfen treibe. Der von der EU-Kommission angek\u00fcndigte \u201eGreen Deal\u201c k\u00f6nne und m\u00fcsse hier die erforderlichen \u201eImpulse\u201c setzen. Nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse m\u00fcssten Teil einer Gesamtstrategie zur Dekarbonisierung der Landwirtschaft und des Verkehrssektors sein. Dies betont der Vorsitzende der Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), Wolfgang Vogel, in einem Schreiben an die Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlamentes zur Vorstellung des \u201eUFOP-Berichtes zur globalen Marktversorgung 2019\/2020\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Die UFOP habe den Bericht vor einigen Jahren konzipiert, um der immer wieder aufkommenden \u2013 meist emotional gef\u00fchrten \u2013Diskussion um \u201eTank oder Teller\u201c Daten und Fakten entgegenzusetzen. Die im Bericht wiedergegebenen Daten lieferten ein eindeutiges Ergebnis: Auch unter Ber\u00fccksichtigung des Mengenbedarfs f\u00fcr die Biokraftstoffproduktion seien weltweit ausreichende Mengen verf\u00fcgbar, um dem Hunger zu begegnen. Dem Einsatz von Raps, Getreide, Zuckerr\u00fcben etc. als Rohstoffe f\u00fcr die Biokraftstoffproduktion stehe also nichts im Wege, so der UFOP-Vorsitzende. Im Gegenteil: dies sei ein bedeutender Absatzweg und trage erheblich zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Einkommen bei.<\/p>\n<p>Kraftstoffen aus Reststoffen wie z.B. Getreidestroh mit gesonderten Quotenverpflichtungen den Marktzugang zu erzwingen, sei keine Option. Dieser Kohlenstoff geh\u00f6re in den Boden f\u00fcr die Humusbildung als Beitrag zur Bodenverbesserung und zum Klimaschutz. Die EU m\u00fcsse stattdessen die globalen Markt\u00fcbersch\u00fcsse in den Blick nehmen als Ursache f\u00fcr den zunehmenden Preis- und Einkommensdruck. Einerseits stiegen die Auflagen f\u00fcr D\u00fcngung und Pflanzenschutz; andererseits solle sich der europ\u00e4ische Ackerbau dem Wettbewerb mit Gro\u00dfbetrieben in Nord- und S\u00fcdamerika stellen. Verlierer dieser \u201eMarktpolitik\u201c seien auch die Landwirte in den Entwicklungsl\u00e4ndern, denn auch diese ben\u00f6tigten angemessene Erzeugerpreise, betonte Vogel.<\/p>\n<p>Die Regierungen in Indonesien, Argentinien, Brasilien und in den USA st\u00fctzten ihre Erzeuger mit h\u00f6heren Beimischungsquoten f\u00fcr Biokraftstoffe. Zudem dr\u00e4ngten diese L\u00e4nder auf den EU-Markt. Die indonesische Regierung habe angek\u00fcndigt, das in der EU ab Anfang 2024 beginnende Auslaufen der Anrechnung von Biokraftstoffen aus Palm\u00f6l noch zu verhindern. Die Europ\u00e4ische Kommission k\u00f6nne in den kommenden Monaten unter Beweis stellen, wie wichtig ihr die nachhaltige Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe in Europa sei.<\/p>\n<p>Die UFOP fordere eine sachgerechte und nachhaltig ausgerichtete Biokraftstoffstrategie. Die \u201eTank oder Teller\u201c-Diskussion f\u00fchre in die Sackgasse, denn diese m\u00fcsse dann konsequent bei allen Anwendungsoptionen von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen gef\u00fchrt werden. Dann w\u00e4ren nicht nur Biokraftstoffe, sondern ein Gro\u00dfteil der Bio\u00f6konomiestrategie \u201etot\u201c. Die UFOP sehe einen L\u00f6sungsansatz mit der von der EU-Kommission angek\u00fcndigten vorzeitigen Revision der RED II. So m\u00fcssten die Systemgrenzen f\u00fcr die Treibhausgasbilanzierung \u00fcberdacht und auch bei der stofflichen Nutzung angewendet werden. Vogel f\u00fchrt das Beispiel Rapsschrot an. Dieses gentechnikfreie Proteinfuttermittel m\u00fcssen bei der Treibhausgas-Bilanzierung mit seinen Substitutionseffekten angerechnet werden. Denn der Anbau von Raps zur Verwendung in Biokraftstoffen verringere mit der Lieferung des Koppelprodukts Eiwei\u00dffutter den entsprechenden Importbedarf von Soja den Fl\u00e4chenbedarf in anderen Regionen. Die EU-Anbaufl\u00e4che sei ohnehin durch Fruchtfolgerestriktionen und ordnungsrechtliche Umweltma\u00dfnahmen beschr\u00e4nkt. So gesehen reguliere sich der Anbauumfang selbst.<\/p>\n<p>Den UFOP-Bericht k\u00f6nnen Sie hier als PDF downloaden: <a href=\"https:\/\/www.ufop.de\/files\/7215\/7953\/0161\/WEB_UFOP_Global_Supply_Report_A5_EN_19_20.pdf\" target=\"_blank\">Link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies sei eines der Kernanliegen, das die Landwirte in der Europ\u00e4ischen Union derzeit auf die Stra\u00dfen treibe. 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