{"id":71653,"date":"2020-02-17T06:41:36","date_gmt":"2020-02-17T05:41:36","guid":{"rendered":"https:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=http%3A%2F%2Fwww.innovations-report.de%2Fhtml%2Fberichte%2Fenergie-elektrotechnik%2Finnovative-power-to-gas-technologien-fuer-die-energiewende.html"},"modified":"2021-09-09T21:21:55","modified_gmt":"2021-09-09T19:21:55","slug":"innovative-power-to-gas-technologien-fuer-die-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/innovative-power-to-gas-technologien-fuer-die-energiewende\/","title":{"rendered":"Innovative Power-to-Gas-Technologien f\u00fcr die Energiewende"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t sind Power-to-Gas-Technologien ein wichtiger Baustein. Im Projekt STORE&amp;GO haben Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa unterschiedliche Verfahren zur Produktion von synthetischem Erdgas (SNG) aus erneuerbarem Strom erfolgreich umgesetzt: Aus drei Pilotanlagen konnte SNG ins lokale Erdgasnetz eingespeist oder verfl\u00fcssigt als mobiler Energietr\u00e4ger bereitgestellt werden. Au\u00dferdem hat das Team die volkswirtschaftlichen Vorteile von Power-to-Gas (PtG) herausgearbeitet und passende Regulierungsempfehlungen entwickelt. Die Projektergebnisse werden bei einer Abschlusskonferenz am 17. und 18. Februar 2020 am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) vorgestellt.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_71797\" aria-describedby=\"caption-attachment-71797\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-71797\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/2020_011_Innovative-Power-to-Gas-Technologien-fuer-die-Energiewende-300x153.jpg\" alt=\"Die Demonstrationsanlage in Troia, Italien, kombiniert einen neuartigen Mikroreaktor f\u00fcr die Methanisierung mit einer innovativen Verfl\u00fcssigungsanlage. 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Das erforderliche CO<sub>2<\/sub> wird aus der Umgebungsluft gewonnen.(Foto: Domenico Grossi)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bis zum Jahr 2050 will Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent werden. Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, reicht es nicht aus, die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen \u2013 auch die Mobilit\u00e4t, die W\u00e4rmeerzeugung sowie alle industriellen Prozesse m\u00fcssen CO<sub>2<\/sub>-neutral organisiert werden. \u201eSogar in den optimistischsten Szenarien erreicht der Grad der Elektrifizierung maximal 60 Prozent des Energieverbrauchs. Einen gro\u00dfen Teil unseres Energiebedarfs werden wir also auch zuk\u00fcnftig nicht mit Strom, sondern mit Energietr\u00e4gern wie Methan decken m\u00fcssen. Allerdings werden wir diese klimaneutral produzieren\u201c, sagt Professor Thomas Kolb, Leiter des Engler-Bunte-Instituts (EBI) am KIT. \u201eIn drei Demonstrationsanlagen haben wir im Projekt STORE&amp;GO nachgewiesen, dass die Technologien hierf\u00fcr nun ausgereift sind und f\u00fcr einen gro\u00dffl\u00e4chigen Einsatz bereitstehen.\u201c<\/p>\n<h3>Unterschiedliche Reaktorkonzepte und Regulierungsans\u00e4tze im Test<\/h3>\n<p>Im EU-Forschungsprojekt STORE&amp;GO wurden ab 2016 an den drei Standorten Falkenhagen (Deutschland), Solothurn (Schweiz) und Troia (Italien) PtG-Demonstrationsanlagen aufgebaut und betrieben, die jeweils SNG aus Wasserstoff produzierten. Dieser wurde zuvor mittels klassischer Elektrolyseverfahren aus erneuerbarem Strom gewonnen. Bei der Methanisierung kamen drei unterschiedliche Reaktorkonzepte zum Einsatz: Mikroorganismen, ein neuartiger Reaktor mit Mikrostrukturen und ein am KIT entwickelter Wabenreaktor f\u00fcr die skalierbare Anwendung in Serie. Da f\u00fcr die Umwandlung von Wasserstoff in SNG eine CO<sub>2<\/sub>-Quelle ben\u00f6tigt wird, wurden auch hierf\u00fcr unterschiedliche Konzepte demonstriert, beispielsweise direct air capture (DAC), bei dem CO<sub>2<\/sub> direkt aus der Umgebungsluft gewonnen wird. Alle Standorte produzierten w\u00e4hrend des Projekts hochreines SNG, das ins lokale Erdgasnetz eingespeist oder zu Fl\u00fcssiggas weiterverarbeitet wurde. Neben den unterschiedlichen Konversionskonzepten wurde damit auch das netzdienliche Potenzial der PtG-Technologien demonstriert: Mit der gigantischen Speicherkapazit\u00e4t des europ\u00e4ischen Gasnetzes k\u00f6nnen Schwankungen bei der Produktion von Wind- oder Solarenergie ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Neben den Technologien wurden in STORE&amp;GO aber auch die unterschiedlichen regulatorischen Bedingungen in den drei L\u00e4ndern sowie m\u00f6gliche Marktmodelle betrachtet. \u201eEs reicht nicht, der \u00d6ffentlichkeit einfach nur eine leistungsf\u00e4hige neue Technologie zur Verf\u00fcgung zu stellen\u201c, sagt Dr. Frank Graf (EBI), der Projektkoordinator bei STORE&amp;GO. \u201eWir haben konkrete Kosten f\u00fcr die Produktion von Methan aus \u00d6kostrom ermittelt und Empfehlungen erarbeitet, wie und wo wir diese Technologien nun einf\u00fchren sollten. Fragen der Versorgungssicherheit wurden genauso er\u00f6rtert wie Anreize f\u00fcr private Investitionen in die PtG-Infrastruktur.\u201c Um diese Fragestellungen zu bearbeiten, ist das STORE&amp;GO-Konsortium vielf\u00e4ltig aufgestellt und umfasst neben Forschungseinrichtungen und gro\u00dfen Industrieunternehmen auch innovative Kleinunternehmen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.kit.edu\/kit\/pi_2020_011_innovative-power-to-gas-technologien-fur-die-energiewende.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.storeandgo.info\/fileadmin\/dateien\/STORE_GO_Power-to-Gas_Roadmap.pdf\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t sind Power-to-Gas-Technologien ein wichtiger Baustein. 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