{"id":71338,"date":"2020-02-04T07:35:53","date_gmt":"2020-02-04T06:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=71338"},"modified":"2020-02-03T14:04:39","modified_gmt":"2020-02-03T13:04:39","slug":"upm-investiert-in-biochemikalienproduktion-der-zukunft-am-standort-leuna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/upm-investiert-in-biochemikalienproduktion-der-zukunft-am-standort-leuna\/","title":{"rendered":"UPM investiert in Biochemikalienproduktion der Zukunft am Standort Leuna"},"content":{"rendered":"<p><strong>UPM investiert 550 Millionen Euro in eine industrielle Bioraffinerie am Chemiestandort Leuna in Sachsen-Anhalt und stellt damit die Weichen f\u00fcr weiteres Wachstum in neuen Gesch\u00e4ftsfeldern. In der Fabrik sollen Biochemikalien auf Holzbasis produziert werden. Diese Biochemikalien werden in einer Vielzahl an Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs den Umstieg von fossilen Rohstoffen auf nachhaltige Alternativen erm\u00f6glichen. Die Investition er\u00f6ffnet vollkommen neue M\u00e4rkte f\u00fcr UPM und damit verbunden gro\u00dfes Wachstumspotential.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-71339\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-03-um-14.01.02.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2020-02-03 um 14.01.02\" width=\"558\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-03-um-14.01.02.png 842w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-03-um-14.01.02-300x169.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/02\/Bildschirmfoto-2020-02-03-um-14.01.02-600x338.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 558px) 100vw, 558px\" \/><\/p>\n<p>In der Bioraffinerie wird aus Laubholz eine neue Generation von nachhaltigen, chemischen Grundstoffen entstehen: Bio-Monoethylenglykol (bMEG), funktionelle F\u00fcllstoffe, Bio-Monopropylenglykol sowie Industriezucker. Dabei werden neue und innovative Verfahren zum Einsatz kommen. Die j\u00e4hrliche Gesamtkapazit\u00e4t der Bioraffinerie wird bei 220.000 Tonnen liegen. Der Produktionsstart ist f\u00fcr Ende 2022 geplant.<\/p>\n<p>UPM ist \u00fcberzeugt, dass die in der Bioraffinerie hergestellten Produkte aufgrund der einzigartigen Marktposition und dem hohen Kundenutzen gro\u00dfe Marktakzeptanz erfahren werden. Die Kostenposition ist vergleichbar mit der von Wettbewerbsprodukten auf fossiler Basis. Wir gehen davon aus, dass die neue Anlage nach Aufnahme der vollen Produktion und bei optimalem Betrieb einen ROCE von 14% erreichen wird.<\/p>\n<p>\u201cNachhaltige Chemikalien aus Biomasse sind eines der drei strategischen Wachstumsfelder f\u00fcr unser Unternehmen und zentral f\u00fcr unser Bestreben, Innovationen f\u00fcr eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe zu schaffen. UPM hat in den vergangenen Jahren mit Erfolg ein profitables Gesch\u00e4ft mit holzbasierten Biokraftstoffen aufgebaut. Mit der Investition in die Bioraffinerie in Leuna schaffen wir einen v\u00f6llig neuen Gesch\u00e4ftsbereich mit gro\u00dfem Wachstumspotential f\u00fcr UPM. Dies ist eindr\u00fccklicher Beleg f\u00fcr zielgerichtete und effiziente Innovation,\u201c sagt Jussi Pesonen, Pr\u00e4sident und CEO von UPM.<\/p>\n<p>\u201cWir unterst\u00fctzen unsere Kunden dabei, Ihre Unternehmen und Produkte nachhaltiger zu machen. Derzeit ist das Angebot an Biochemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen sehr begrenzt. Auch aus diesem Grund ist der Markt f\u00fcr nachhaltige Alternativen sehr lukrativ,\u201d so Pesonen weiter.<\/p>\n<p>Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des neuen Gesch\u00e4ftsbereichs und der neuen Produktionseinheit wird durch das einzigartige technologische Verfahren, die Integration in die hervorragende Infrastruktur am Standort Leuna, die gut zug\u00e4ngliche, nachhaltige Holzversorgung und die N\u00e4he zu wichtigen Absatzm\u00e4rkten sichergestellt. Sicherheit und Qualit\u00e4t werden \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette unter Anwendung der hohen UPM Standards gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<h3>Vielversprechende Wachstumsm\u00e4rkte<\/h3>\n<p>Anwendungsfelder f\u00fcr Bio-Monoethylenglykol sind unter anderem Textilien, PET-Flaschen, Verpackungen und Enteisungsmittel. Bio-Monopropylenglykol wird beispielsweise in Verbundwerkstoffen, Arzneimitteln, Kosmetika und Waschmitteln eingesetzt. Der weltweite Markt f\u00fcr Glykole umfasst ca. 30 Millionen Tonnen und w\u00e4chst mit ca. 4% pro Jahr. Derzeit wird nahezu die gesamte Nachfrage auf Basis fossiler Rohstoffe wie \u00d6l, Erdgas und Kohle bedient.<\/p>\n<p>Funktionsf\u00fcllstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind eine nachhaltige Alternative zu Industrieru\u00df und Silicate. Die weltweite Nachfrage nach diesen Produkten betr\u00e4gt 15 Millionen Tonnen und w\u00e4chst mit ca. 3% pro Jahr. Im Vergleich zu traditionellen F\u00fcllstoffen bestechen die von UPM hergestellten nachhaltigen F\u00fcllstoffe neben dem positiven Klimaeffekt auch durch verbesserte Eigenschaften wie leichteres Gewicht und h\u00f6here Reinheit.<\/p>\n<p>&#8220;Wir sind hochmotiviert, unseren Kunden weltweit einzigartige, nachhaltige Produkte anbieten zu k\u00f6nnen. Durch die Kombination von nachwachsenden Rohstoffen und neuen Produktionsverfahren wird eine signifikante Verbesserung des CO2-Fu\u00dfabdrucks gegen\u00fcber vergleichbaren Produkten auf Basis fossiler Rohstoffe erreicht. Es ist uns auch wichtig, dass wir \u00fcber eine rein europ\u00e4ische Wertsch\u00f6pfungskette verf\u00fcgen und f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftigen Kunden nachhaltig, lokal produzieren werden,\u201c sagt Juuso Konttinen, Vice President, UPM Biochemicals.<\/p>\n<p>\u201cDar\u00fcber hinaus sind unsere Produkte problemlos in den bestehenden Produktionsverfahren unserer Kunden einsetzbar und in die bestehende Recyclinginfrastruktur integrierbar. Diese Aspekte unterstreichen die hohe Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Markenhersteller und sind wesentlicher Erfolgsfaktor f\u00fcr eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.\u201c sagt Konttinen.<\/p>\n<h3>Chemiestandort Leuna im Gro\u00dfraum Halle-Leipzig als idealer Standort<\/h3>\n<p>Als europ\u00e4isches Zentrum der chemischen Industrie, einer nachhaltigen Forstwirtschaft und durch die gro\u00dfe N\u00e4he zu den wesentlichen Kunden ist Deutschland der optimale Standort f\u00fcr die neue Bioraffinerie. Der Chemiestandort Leuna in Sachsen-Anhalt bietet ein attraktives Umfeld f\u00fcr den Bau der Anlage und schafft mit seiner bestehenden Infrastruktur und einer hervorragenden Anbindung an weitere Serviceinfrastrukturen vor Ort eine gute Wettbewerbsvoraussetzung f\u00fcr die neue Anlage.<\/p>\n<p>UPM plant, Servicevertr\u00e4ge \u00fcber Holzlagerung und -bereitstellung, Abwasseraufbereitung und andere Infrastrukturleistungen abzuschlie\u00dfen. Diese werden als Leasingvertr\u00e4ge und Verbindlichkeiten nach IFRS 16 Leases erfasst. Es wird erwartet, dass sich diese Leasingvertr\u00e4ge und Verbindlichkeiten auf 40-100 Millionen Euro belaufen.<\/p>\n<p>Es werden Reststoffe aus S\u00e4gewerken sowie nachhaltig zertifiziertes Industrielaubholz aus selektivem Holzeinschlag eingesetzt. Die Holzverf\u00fcgbarkeit in der Region ist sehr gut. Die Investition zahlt voll auf die deutsche Bio\u00f6konomiestrategie ein und unterst\u00fctzt die nachhaltige industrielle Waldnutzung im Sinne des Klimaschutzes.<\/p>\n<h3>N\u00e4chste Schritte und Kapitalabfluss<\/h3>\n<p>Die Ausschreibungen f\u00fcr die Anlage, der Personalaufbau und der Genehmigungsprozess beginnen umgehend. Die n\u00f6tigen Genehmigungen werden gem\u00e4\u00df deutscher Gesetzgebung im Verlauf des Projektes eingeholt.<\/p>\n<p>Mit der heutigen Entscheidung erh\u00f6ht UPM den Kapitalaufwand in 2020 auf 1,3 Milliarden EUR.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakte<\/h3>\n<p>f\u00fcr Nachfragen auf English und Finnisch:<\/p>\n<p>Juuso Konttinen<br \/>\nVice President, UPM Biochemicals<br \/>\nTel. +358 40 5317405<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:juuso.konttinen@upm.com\" target=\"_blank\">juuso.konttinen@upm.com<\/a><\/p>\n<p>f\u00fcr Nachfragen auf Deutsch:<\/p>\n<p>Michael Duetsch<br \/>\nDirector, UPM Biochemicals,<br \/>\nTel. +49\u00a0821 3109130<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:michael.duetsch@upm.com\" target=\"_blank\">michael.duetsch@upm.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber UPM<\/h3>\n<p>Wir liefern erneuerbare und verantwortungsvolle L\u00f6sungen sowie Innovationen f\u00fcr eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe. Unser Konzern besteht aus sechs Gesch\u00e4ftsbereichen: UPM Biorefining, UPM Energy, UPM Raflatac, UPM Specialty Papers, UPM Communication Papers und UPM Plywood. Wir besch\u00e4ftigen weltweit etwa 19.000 Mitarbeiter und unsere Umsatzerl\u00f6se liegen bei etwa 10.5 Mrd. Euro pro Jahr. Die Aktien von UPM werden an der Wertpapierb\u00f6rse NASDAQ OMX Helsinki notiert. UPM Biofore \u2013 Beyond fossils.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UPM investiert 550 Millionen Euro in eine industrielle Bioraffinerie am Chemiestandort Leuna in Sachsen-Anhalt und stellt damit die Weichen f\u00fcr weiteres Wachstum in neuen Gesch\u00e4ftsfeldern. In der Fabrik sollen Biochemikalien auf Holzbasis produziert werden. Diese Biochemikalien werden in einer Vielzahl an Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs den Umstieg von fossilen Rohstoffen auf nachhaltige Alternativen erm\u00f6glichen. 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