{"id":7131,"date":"2004-07-01T00:00:00","date_gmt":"2004-06-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040701-15n"},"modified":"2004-07-01T00:00:00","modified_gmt":"2004-06-30T22:00:00","slug":"interesse-an-maisstaerke-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/interesse-an-maisstaerke-steigt\/","title":{"rendered":"Interesse an Maisst\u00e4rke steigt"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachfrage f\u00fcr Mais zur St\u00e4rkegewinnung w\u00e4chst. Der Markt umfasst in Deutschland derzeit etwa 0,5 Mio. t, er wird allerdings gr\u00f6\u00dftenteils vom Ausland gedeckt. Darauf weisen Hubert Sprich und Frank Utz von der Raiffeisen Zentralgenossenschaft Karlsruhe in einer Ver\u00f6ffentlichung des Deutschen Maiskomitee e.V. (DMK) hin. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den vergleichsweise geringen Anteil von deutschem Mais in der St\u00e4rkegewinnung sind vielschichtig. Zum einen lassen die Witterungsbedingungen nicht in allen Regionen eine qualitativ hochwertige St\u00e4rkemaisproduktion zu. Zum anderen fehlen h\u00e4ufig spezialisierte Marktpartner, die die Qualit\u00e4tsanforderungen im Bezug auf die entsprechenden Qualit\u00e4tsmanagementsysteme erf\u00fcllen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Maisst\u00e4rke wird derzeit zu etwa 60% in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie eingesetzt. 40% wird im chemisch-technischen Bereich verarbeitet. Gerade in diesem Non-Food-Bereich liegt weiteres Steigerungspotential. Sprich und Utz gehen davon aus, dass mittelfristig etwa 10% aller Verpackungskunststoffe in Deutschland, was einem Volumen von rund 370.000 t entspr\u00e4che, durch biologisch abbaubare Stoffe umweltfreundlich ersetzt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Im Vergleich zu Kartoffeln und Weizen weist der Mais f\u00fcr diese Verwendung deutliche Vorteile auf. Maisst\u00e4rke ist billiger als Kartoffelst\u00e4rke und punktet gegen\u00fcber Weizen mit einer h\u00f6heren Ausbeute. In den USA wird St\u00e4rke fast zu 100% aus Mais gewonnen. Weltweit wird St\u00e4rke zu \u00fcber 81% aus Mais hergestellt. <\/p>\n<p>Aufgrund dieser Faktoren er\u00f6ffnet sich den Landwirten in klimatisch g\u00fcnstigen Lagen wie etwa im s\u00fcdlichen Rheintal die M\u00f6glichkeit, zuk\u00fcnftig mehr Mais zur Verwendung in der St\u00e4rkeindustrie zu produzieren. Allerdings m\u00fcssen die Anbauer hohe Anforderungen im Bezug auf die Qualit\u00e4t, das Qualit\u00e4tsmanagement und die kontinuierliche Lieferung einheitlicher Partien erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Schale, Keimling, Ger\u00fcstproteine und St\u00e4rke m\u00fcssen gut und sauber trennbar sein. Die St\u00e4rkeausbeute sollte m\u00f6glichst \u00fcber 85% liegen. Anbauer sollten daher gro\u00dfk\u00f6rnige und st\u00e4rkereiche Maissorten w\u00e4hlen. Enorm wichtig ist eine m\u00f6glichst gute und gleichm\u00e4\u00dfige Abreife, da in unreifem Mais noch h\u00f6here Zuckergehalte vorliegen und die St\u00e4rkeausbeute vermindert ist. Die Feuchtlagerzeit und die Trocknung haben ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die St\u00e4rkeausbeute. Eine Feuchtlagerung \u00fcber 24 Stunden und Trocknungstemperaturen von \u00fcber 100\u00b0C f\u00fchren zu Eiwei\u00dfver\u00e4nderungen, die die St\u00e4rkeausbeute um bis zu 20% senken k\u00f6nnen. Der Grad dieser sch\u00e4dlichen Eiwei\u00dfver\u00e4nderungen wird in einem Schnellverfahren, dem so genannten Proma-Test bestimmt. <\/p>\n<p>Um diese Anspr\u00fcche erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, wird ein striktes Qualit\u00e4tsmanagement verfolgt. Lieferanten m\u00fcssen sich einer Zertifizierung unterziehen, um eine R\u00fcckverfolgbarkeit zu gew\u00e4hrleisten. Zudem m\u00fcssen sie in der Lage sein, m\u00f6glichst kontinuierlich gro\u00dfe und einheitliche Partien liefern zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><b>Dokument-Download<\/b>: <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20040701-15\/0704_Interesse_an%20_Maisstaerke_steigt.pdf\" >0704_Interesse_an _Maisstaerke_steigt.pdf<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachfrage f&uuml;r Mais zur St&auml;rkegewinnung w&auml;chst. Der Markt umfasst in Deutschland derzeit etwa 0,5 Mio. t, er wird allerdings gr&ouml;&szlig;tenteils vom Ausland gedeckt. 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