{"id":71111,"date":"2020-01-31T07:35:09","date_gmt":"2020-01-31T06:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=71111"},"modified":"2020-01-28T13:32:38","modified_gmt":"2020-01-28T12:32:38","slug":"wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie-wandel-der-gesellschaft-ist-dringend-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie-wandel-der-gesellschaft-ist-dringend-notwendig\/","title":{"rendered":"Wissenschaftsjahr 2020 Bio\u00f6konomie: Wandel der Gesellschaft ist dringend notwendig"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_71112\" aria-describedby=\"caption-attachment-71112\" style=\"width: 217px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-71112 \" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/csm_TT_BioeconomyAuge_webteaser_01_8c598a7e9e-300x221.jpg\" alt=\"csm_TT_BioeconomyAuge_webteaser_01_8c598a7e9e\" width=\"217\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/01\/csm_TT_BioeconomyAuge_webteaser_01_8c598a7e9e-300x221.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/01\/csm_TT_BioeconomyAuge_webteaser_01_8c598a7e9e.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-71112\" class=\"wp-caption-text\">Das bundesweite Wissenschaftsjahr 2020 steht im Zeichen der Bio\u00f6konomie \u2013 und damit einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. | Bildquelle: Fotos: iStock\/jimmyjamesbond, Getty Images\/Valentine, Composing: unger+ kreative strategen &amp; Claudia Preker<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ob Elektroauto-Batterien aus Kaffeesatz, Roboter f\u00fcr eine umweltschonendere Landwirtschaft oder Kochen mit Algen \u2013 nur mit einem grundlegenden Wandel hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft wird es gelingen, die gro\u00dfen Probleme der Menschen in den Griff zu bekommen. Darin sind sich Studierende und Forschende einig, die am Donnerstag, den 23. Januar 2020, an der Universit\u00e4t Hohenheim in Stuttgart den Startschuss f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten zum bundesweiten <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftsjahr.de\/2020\/\" target=\"_blank\">Wissenschaftsjahr 2020 Bio\u00f6konomie<\/a> gegeben haben. Gemeinsam laden sie die interessierte \u00d6ffentlichkeit ein, Bio\u00f6konomie zu erleben.<\/strong><\/p>\n<p>Es erwartet sie ein buntes Potpourri von spannenden Veranstaltungen mit monatlichen Themenschwerpunkten. Nach dem Auftaktmonat wird im Februar der Klimawandel im Fokus stehen. Infos und Programm unter <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie\" target=\"_blank\">www.uni-hohenheim.de\/wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie<\/a>. Das bundesweite Wissenschaftsjahr 2020 steht im Zeichen der Bio\u00f6konomie \u2013 und damit einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise.<\/p>\n<figure id=\"attachment_71113\" aria-describedby=\"caption-attachment-71113\" style=\"width: 192px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-71113\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/csm_TT-TdOT_2015_739_Boris-Lehner_efd369f7db-300x221.jpg\" alt=\"csm_TT-TdOT_2015_739_Boris-Lehner_efd369f7db\" width=\"192\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/01\/csm_TT-TdOT_2015_739_Boris-Lehner_efd369f7db-300x221.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/01\/csm_TT-TdOT_2015_739_Boris-Lehner_efd369f7db.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-71113\" class=\"wp-caption-text\">Die Universit\u00e4t Hohenheim z\u00e4hlt zu den f\u00fchrenden Universit\u00e4ten im Bereich Bio\u00f6konomie. Sie informiert im Wissenschaftsjahr 2020 Bio\u00f6konomie in zahlreichen Veranstaltungen zum Thema. | Bildquelle: Universit\u00e4t Hohenheim \/ Boris Lehner<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bio\u00f6konomie ist das Leitthema der Universit\u00e4t Hohenheim \u2013 doch l\u00e4ngst noch nicht allen Menschen ein Begriff. Das, wof\u00fcr sie steht, ist allerdings sp\u00e4testens seit Fridays for Future in aller Munde: Eine Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, die Erd\u00f6l und andere fossile Rohstoffe durch nachwachsende, biologische Stoffe ersetzt.<\/p>\n<p>Denn es sind gro\u00dfe Herausforderungen, vor denen die Menschen weltweit stehen. \u201eDie Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst und muss auch k\u00fcnftig ausreichend und gesund ern\u00e4hrt werden\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Iris Lewandowski, Chief Bioeconomy Officer (CBO) an der Universit\u00e4t Hohenheim. \u201eDoch der Klimawandel und eine Ausbeutung nat\u00fcrlicher Ressourcen erschweren dies. Wenn wir einer L\u00f6sung dieser Probleme n\u00e4herkommen wollen, brauchen wir die Bio\u00f6konomie.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber einen Wechsel schaffen wir nur alle zusammen\u201c, gibt Prof. Dr. Andrea Kruse, wissenschaftliche Leiterin des Wissenschaftsjahres an der Universit\u00e4t Hohenheim, zu bedenken. \u201eDaher ist es wichtig, die Bio\u00f6konomie auch f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung greifbar zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Im Wissenschaftsjahr 2020 r\u00fcckt das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung die <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftsjahr.de\/2020\/\" target=\"_blank\">Bio\u00f6konomie<\/a> nun zw\u00f6lf Monate lang bundesweit ins Rampenlicht. Die Universit\u00e4t Hohenheim beteiligt sich mit monatlichen Themenschwerpunkten, vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen und spannenden Einblicken in die Forschung.<\/p>\n<p>\u201eDen thematischen Bogen spannen wir in Hohenheim von den biologischen Grundlagen \u00fcber die Pflanzen- und Tierproduktion und neue technische Verfahren bis zu notwendigen Ver\u00e4nderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft\u201c, berichtet Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universit\u00e4t Hohenheim.<\/p>\n<h3>Bio\u00f6konomie erleben: Spa\u00df und Spannung f\u00fcr Jung und Alt<\/h3>\n<p>Im Wissenschaftsjahr laden Feld- und Hoftage dazu ein, die Hohenheimer Versuchsstationen kennenzulernen. Ein \u201eSchaufenster der Bio\u00f6konomie\u201c versprechen zahlreiche Vortr\u00e4ge, und \u201eForschung vor Ort\u201c bietet Einblicke in die Arbeit der Institute. Das \u201eCaf\u00e9 Scientifique\u201c l\u00e4dt dazu ein, sich bei Kaffee, Wein oder Bier in der Stuttgarter Innenstadt \u00fcber Forschungsthemen zu informieren und auszutauschen. Wer lieber tags\u00fcber dabei sein m\u00f6chte, kann bei den \u201eBrown Bag Lectures\u201c zur Mittagszeit Neues erfahren.<\/p>\n<p>Auch das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, das schwimmende Science Center, geht deutschlandweit auf Tour und pr\u00e4sentiert wissenschaftliche Exponate. Mit von der Partie ist die Universit\u00e4t Hohenheim. Der j\u00e4hrliche Tag der offenen T\u00fcr im Juli wird ebenfalls im Zeichen der Bio\u00f6konomie stehen. Die Nachhaltigkeitswoche im Mai gestalten die Studierenden, und ein Bio\u00f6konomie-Festival f\u00fcr Jung und Alt ist ebenfalls in Planung. Das Zukunftsforum 2030 im Dezember wird das Wissenschaftsjahr in Hohenheim abschlie\u00dfen und einen Blick in die Zukunft werfen.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt wird das bunte Programm unter anderem von Ausstellungen, Videos und Social Media-Aktivit\u00e4ten (#Wissenschaftsjahr, #DasistBio\u00f6konomie).<\/p>\n<h3>Monatliche Themenschwerpunkte zeigen Bandbreite der Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Jeden Monat wird bei den Veranstaltungen an der Universit\u00e4t Hohenheim ein anderes Thema besonders im Fokus stehen. Weitere Off-Topic-Veranstaltungen erg\u00e4nzen jeweils den monatlichen Themenschwerpunkt. Nach dem Auftaktmonat wird sich alles um den Klimawandel drehen: \u201eAufgrund der Umw\u00e4lzungen, die in diesem Jahrhundert zu erwarten sind, ist es notwendig, die Potenziale der Bio\u00f6konomie in Verbindung mit dem Klimawandel zu betrachten\u201c, erkl\u00e4rt Klimaexperte Prof. Dr. Volker Wulfmeyer. \u201eAu\u00dferdem liefert die Bio\u00f6konomie eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten zur Minderung der Emission von Treibhausgasen.\u201c<\/p>\n<h3>Januar: Wissenschaftsjahr 2020 \u2013 das ist Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Die Bio\u00f6konomie baut darauf, erneuerbare biologische Ressourcen und biologisches Wissen zu nutzen. Es geht darum, neue Lebensmittel und biobasierte Materialien, chemische Bausteine und Energiequellen zu entwickeln und zu bewerten.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Hohenheim z\u00e4hlt zu den f\u00fchrenden Universit\u00e4ten im Bereich Bio\u00f6konomie. Sie informiert im Wissenschaftsjahr 2020 Bio\u00f6konomie in zahlreichen Veranstaltungen zum Thema.<\/p>\n<h3>Sa 25.1.2020, 13:00 Uhr: Samstags-Uni der VHS Stuttgart: Bio\u00f6konomie \u2013 der Entwicklungspfad zu einem zukunftsf\u00e4higen Wirtschaftssystem<\/h3>\n<p>Referentin: Prof. Dr. Iris Lewandowski, Expertin f\u00fcr Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen<br \/>\nOrt: Rathaus der Landeshauptstadt Stuttgart, Gro\u00dfer Sitzungssaal<\/p>\n<h3>Februar: Klimawandel und Co. \u2013 darum brauchen wir Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Der Februar steht im Zeichen der Klimaforschung. Weltweit stehen die Menschen derzeit vor gro\u00dfen \u00f6kologischen Herausforderungen, und eine der gr\u00f6\u00dften ist der menschengemachte Klimawandel. Das macht es notwendig, dass sich die heutige Wirtschaftsform wandelt \u2013 weg von fossilen Rohstoffen und hin zu einer nachhaltigen Nutzung nat\u00fcrlicher Stoffe und Ressourcen: zur Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<h3>Mo 3.2.2020, 19:30 Uhr: Caf\u00e9 Scientifique \u2013 Eine neue Hoffnung: Episode IV des Konflikts um den Klimawandel<\/h3>\n<p>Referent: Klimaexperte Prof. Dr. Volker Wulfmeyer<br \/>\nOrt: California Bounge, B\u00f6rsenplatz 1, Stuttgart<\/p>\n<h3>Mi 5.2.2020, 18:00 Uhr: Laser-Show am LAFO: Die Vermessung der Atmosph\u00e4re<\/h3>\n<p>Ort: Universit\u00e4t Hohenheim<\/p>\n<h3>Fr 28.2.2020, 19:00 Uhr: Podiumsdiskussion: Klimaneutralit\u00e4t 2040 &#8211; n\u00f6tig, m\u00f6glich, durchsetzbar?<\/h3>\n<p>Teilnehmer: Vertreterinnen und Vertreter von Fridays For Future, Scientists For Future und aus der Politik<br \/>\nOrt: Katharinasaal, Euroforum, Universit\u00e4t Hohenheim<\/p>\n<h3>Monatliche Themenschwerpunkte ab M\u00e4rz<\/h3>\n<h3>M\u00e4rz: Ressourcen schonen \u2013 Kreislaufwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung<\/h3>\n<p>Die Bio\u00f6konomie zielt darauf ab, vorhandene Ressourcen nachhaltig und effizient zu nutzen. Kreislaufwirtschaft schafft die M\u00f6glichkeit dazu: denn dabei bleiben alle Produkte und Rohstoffe m\u00f6glichst lange im Einsatz. So ist es z.B. sinnvoll, die endliche Ressource Phosphor \u2013 ein wichtiger N\u00e4hrstoff f\u00fcr Mensch, Tier und Pflanze \u2013 zu recyceln oder m\u00f6glichst viel klimaaktiven Kohlenstoff dem Kreislauf zu entziehen.<\/p>\n<h3>April: Nachwachsende Rohstoffe und Co. \u2013 Alternativen f\u00fcr die Zukunft<\/h3>\n<p>Ob D\u00e4mmmaterial, chemische Grundstoffe f\u00fcr die Kunststoffherstellung oder Bioherbizide: Nachwachsende Rohstoffe wie etwa das Biomassegras Miscanthus bieten vielf\u00e4ltige Alternativen zu Erd\u00f6l oder Kohle. Auch viele Reststoffe lassen sich im Rahmen einer biobasierten Wirtschaft nutzen, ohne mit der Nahrungsmittelproduktion zu konkurrieren.<\/p>\n<h3>Mai: Rind, Schwein und Huhn \u2013 die Tierhaltung der Zukunft<\/h3>\n<p>In Zeiten des Klimawandels und wachsender Weltbev\u00f6lkerung steht die Tierhaltung besonders auf dem Pr\u00fcfstand. Die Forschung tr\u00e4gt dazu bei, die Haltungsbedingungen und die Ern\u00e4hrung zu optimieren und so zum Beispiel Emissionen von Treibhausgasen zu mindern. Das ist nicht nur im Sinne einer Bio\u00f6konomie, sondern geschieht auch zum Wohl der Tiere.<\/p>\n<h3>Juni: Bienen, Schmetterlinge und Co. \u2013 wie Bio\u00f6konomie zur Artenvielfalt beitr\u00e4gt<\/h3>\n<p>Die biologische Vielfalt ist eine unerl\u00e4ssliche Ressource f\u00fcr die biobasierte Wirtschaft. Doch der Artenr\u00fcckgang ist ein gro\u00dfes Problem der heutigen Zeit. Die Universit\u00e4t Hohenheim forscht f\u00fcr mehr Artenvielfalt in Stadt und Land. In der Landwirtschaft gewinnen alternative Anbaumethoden an Bedeutung. Auch Farming 4.0 tr\u00e4gt dazu bei, die Umwelt zu entlasten \u2013 und damit die Artenvielfalt zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<h3>Juli: H\u00fclsenfr\u00fcchte, Algen, Insekten \u2013 alternative Proteinquellen<\/h3>\n<p>Werden eiwei\u00dfhaltige Lebensmittel vor allem auf Basis tierischer Produkte erzeugt, belastet das Klima und Umwelt \u2013 denn der Verbrauch an Land-, Wasser- und Energieressourcen ist dabei immens. In der Bio\u00f6konomie kommt daher der Erschlie\u00dfung neuer Proteinquellen eine Schl\u00fcsselrolle zu. H\u00fclsenfr\u00fcchte, Algen und Insekten sind hochwertige Eiwei\u00dflieferanten \u2013 sie stehen im Monat Juli im Fokus.<\/p>\n<h3>August: Mobilit\u00e4t \u2013 nachhaltig unterwegs dank Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Nachhaltig mobil: Im Reisemonat August demonstriert die Universit\u00e4t Hohenheim, was die Bio\u00f6konomie-Forschung zu diesem Ziel beitragen kann. Beispielsweise zeigt sie, wie sich aus Biomasse k\u00fcnftig Batterien f\u00fcr Elektroautos herstellen lassen \u2013 und sie stellt auch ihr eigenes, umfassendes Mobilit\u00e4tskonzept vor.<\/p>\n<h3>September: Sonne, Biogas und Co. \u2013 Energie der Zukunft<\/h3>\n<p>Bioenergie erg\u00e4nzt andere erneuerbare Energien wie Wind- oder Wasserkraft im Sinne der Bio\u00f6konomie. Die Forschung in Hohenheim untersucht zum Beispiel, wie sich Biogasanlagen effizienter gestalten lassen, wie Agrofotovoltaik f\u00fcr eine Ernte auf zwei Etagen sorgt oder wie Biomethan als Antrieb von Arbeitsmaschinen dienen kann.<\/p>\n<h3>Oktober: Ern\u00e4hrungssicherung \u2013 gesundes Essen f\u00fcr alle<\/h3>\n<p>Eine nachhaltige und zugleich ertragreiche Landwirtschaft ist ein wichtiges Ziel einer biobasierten Wirtschaft. Es gilt, die Ern\u00e4hrung der Weltbev\u00f6lkerung zu sichern \u2013 und die Forschung bildet daf\u00fcr eine wichtige Grundlage. Dazu entwickelt sie beispielsweise moderne Agrarsysteme und nimmt auch den weiteren Weg der Lebensmittel unter die Lupe.<\/p>\n<h3>November: Wirtschaft und Gesellschaft \u2013 bio\u00f6konomisch leben<\/h3>\n<p>Beim \u00dcbergang zu einer biobasierten Wirtschafts- und Lebensweise muss die gesamte Gesellschaft einbezogen werden. Die Forschung geht den sozialen, politischen und \u00f6konomischen Aspekten dieses Wandels auf den Grund \u2013 und unterst\u00fctzt pfiffige Ideen, mit denen jeder im Alltag selbst dazu beitragen kann.<\/p>\n<h3>Dezember: Zukunftsforum 2030 \u2013 R\u00fcckblick und Ausblick<\/h3>\n<p>Im letzten Monat des Wissenschaftsjahres zieht die Universit\u00e4t Hohenheim Bilanz und diskutiert, wo die Bio\u00f6konomie derzeit steht. Vor allem aber blickt sie nach vorne \u2013 auf die Zukunft der biobasierten Wirtschaftsweise in Baden-W\u00fcrttemberg, in Deutschland und in der Welt.<\/p>\n<p>Ein detailliertes Jahresprogramm steht unter <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie\" target=\"_blank\">https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/wissenschaftsjahr-2020-biooekonomie<\/a> zur Verf\u00fcgung \u2013 es wird laufend erg\u00e4nzt.<\/p>\n<h3>Bio\u00f6konomie an der Universit\u00e4t Hohenheim verbindet alle Fakult\u00e4ten<\/h3>\n<p>Ihr Leitthema Bio\u00f6konomie hat die Universit\u00e4t Hohenheim seit 2013 in ihrem jeweiligen Struktur- und Entwicklungsplan verankert. Es verbindet daher die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakult\u00e4t.<\/p>\n<p>Diesen universit\u00e4tsweiten Forschungsschwerpunkt strategisch weiterzuentwickeln ist Aufgabe des Chief Bioeconomy Officer (CBO), Prof. Dr. Iris Lewandowski. Um das Thema gezielt an der Universit\u00e4t umzusetzen, gibt es das Forschungszentrum f\u00fcr Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<p>Einrichtungen wie das Bioraffinerie-Technikum am Unteren Lindenhof, das die Integration der Bioraffinerie-Konzepte in einen landwirtschaftlichen Betrieb demonstriert, oder das Lebensmittel-Technikum zeigen den starken Praxis-Bezug auf. Auch die Landesanstalt f\u00fcr Agrartechnik und Bioenergie versteht sich als Bindeglied zwischen universit\u00e4rer Forschung und landwirtschaftlicher Praxis.<\/p>\n<h3>Bio\u00f6konomie-Forschung: Landesweit und international gut vernetzt<\/h3>\n<p>International ist die Universit\u00e4t Hohenheim in Sachen Bio\u00f6konomie hervorragend vernetzt: Mit der European Bioeconomy University schmiedete sie eine Allianz, um diese nachhaltige Wirtschaftsweise in Europa voranzutreiben. Bei dieser Initiative haben sich Europas sechs in der Bio\u00f6konomie f\u00fchrende Universit\u00e4ten zusammengeschlossen.<\/p>\n<p>Engagiert ist die Universit\u00e4t Hohenheim auch im EU Knowledge and Innovation Community (KIC) EIT Food: Zu der KIC haben sich europaweit 50 Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammengetan, finanziert durch das Europ\u00e4ische Institut f\u00fcr Technologie und Innovation (EIT).<\/p>\n<p>Auch landesweit setzt die Universit\u00e4t Hohenheim im Forschungsprogramm Bio\u00f6konomie Baden-W\u00fcrttemberg wichtige Akzente. Die Gesch\u00e4ftsstelle des Landesprogramms ist zudem an der Universit\u00e4t Hohenheim angesiedelt.<\/p>\n<h3>Zukunft der Bio\u00f6konomie: Nachwuchskr\u00e4fte dringend n\u00f6tig<\/h3>\n<p>Der Umbau der Wirtschaft zur Bio\u00f6konomie erfordert vor allem aber auch eine neue Generation von Fachkr\u00e4ften. Die Universit\u00e4t Hohenheim sieht es deshalb als gesellschaftliche Aufgabe, ihre Expertise an Studierende zu vermitteln.<\/p>\n<p>Sie bildet daher unter anderem im Master-Studiengang Bioeconomy aus, bietet den Master-Studiengang Earth and Climate System Science an sowie den Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie f\u00fcr Bachelor und Master. Au\u00dferdem f\u00f6rdert sie Promotionen mit dem Schwerpunkt Bio\u00f6konomie.<\/p>\n<h3>HINTERGRUND: Definition des Begriffs Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>Basis der Lehre und Forschung zur <a href=\"https:\/\/biooekonomie.uni-hohenheim.de\/\" target=\"_blank\">Bio\u00f6konomie an der Universit\u00e4t Hohenheim<\/a> ist die folgende Definition aus dem aktuellen Struktur- und Entwicklungsplan (2018-2022):<\/p>\n<p>\u201eBio\u00f6konomie ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen sowie biologischen Wissens zur Bereitstellung von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines modernen und zukunftsf\u00e4higen Wirtschaftssystems. Ihre Rohstoffe sind bio-basiert, sie stammen von Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen oder aus organischen Abfallstr\u00f6men. Auch bei den Produktionsverfahren nutzt sie biologische Prozesse f\u00fcr eine nachhaltigere sowie energie- und ressourcenschonende Produktion im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft. Die Bio\u00f6konomie spannt den Bogen von der Pflanzen- und Tierproduktion \u00fcber neue, vor allem biotechnologische Konversionsverfahren bis zu den notwendigen Ver\u00e4nderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft.\u201c<\/p>\n<h3>HINTERGRUND: Wissenschaftsjahr 2020 Bio\u00f6konomie<\/h3>\n<p>2020 steht das Wissenschaftsjahr im Zeichen der Bio\u00f6konomie \u2013 und damit einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Es geht darum, nat\u00fcrliche Stoffe und Ressourcen nachhaltig und innovativ zu produzieren und zu nutzen und so fossile und mineralische Rohstoffe zu ersetzen, Produkte umweltvertr\u00e4glicher herzustellen und biologische Ressourcen zu schonen. Das ist in Zeiten des Klimawandels, einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung und eines drastischen Artenr\u00fcckgangs mehr denn je notwendig. Das vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichtete Wissenschaftsjahr Bio\u00f6konomie r\u00fcckt das Thema ins Rampenlicht.<\/p>\n<p>Die Bio\u00f6konomie ist das Leitthema der Universit\u00e4t Hohenheim in Forschung und Lehre. Sie verbindet die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakult\u00e4t. Im Wissenschaftsjahr Bio\u00f6konomie informiert die Universit\u00e4t Hohenheim in zahlreichen Veranstaltungen Fachwelt und \u00d6ffentlichkeit zum Thema.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Elektroauto-Batterien aus Kaffeesatz, Roboter f\u00fcr eine umweltschonendere Landwirtschaft oder Kochen mit Algen \u2013 nur mit einem grundlegenden Wandel hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft wird es gelingen, die gro\u00dfen Probleme der Menschen in den Griff zu bekommen. Darin sind sich Studierende und Forschende einig, die am Donnerstag, den 23. 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