{"id":7109,"date":"2004-07-06T00:00:00","date_gmt":"2004-07-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040706-02n"},"modified":"2004-07-06T00:00:00","modified_gmt":"2004-07-05T22:00:00","slug":"180-teilnehmer-bei-c-a-r-m-e-n-symposium-in-wuerzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/180-teilnehmer-bei-c-a-r-m-e-n-symposium-in-wuerzburg\/","title":{"rendered":"180 Teilnehmer bei C.A.R.M.E.N.-Symposium in W\u00fcrzburg"},"content":{"rendered":"<p><b>Am Montag, den 05. Juli tagte in W\u00fcrzburg auf der Festung Marienberg das 12. C.A.R.M.E.N.-Symposium unter dem Titel &#8220;Biomasse und Sonne &#8211; konsequenter Klimaschutz&#8221;. 180 Teilnehmer aus dem In- und Ausland informierten sich \u00fcber die Instrumente und Potenziale, die f\u00fcr die Einsparung des Klimagases CO<sub>2<\/sub> vorhanden sind.<\/b><\/p>\n<p><b>Gemeinsames Fachplenum<\/b><\/p>\n<p>Das Fachplenum er\u00f6ffnete Franzjosef Schafhausen vom <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit<\/a> mit dem Referat <b>&#8220;Rahmenbedingungen f\u00fcr den Klimaschutz auf europ\u00e4ischer Ebene&#8221;<\/b>. Klimaschutz sei auch aus volkswirtschaftlichen Gr\u00fcnden geboten, da Aktionen zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt, wenn sich der Treibhauseffekt bereits massiv bemerkbar mache, immer die Gefahr von Kapitalvernichtung mit sich bringe, betonte Schafhausen.<\/p>\n<p>Verena K\u00f6ln von der <a href=\"http:\/\/www.kfw.de\/\" >KfW Bankengruppe<\/a>, Frankfurt, stellte <b>&#8220;KfW-F\u00f6rderprogramme zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele&#8221;<\/b> vor. Das Programm zur F\u00f6rderung Erneuerbarer Energien biete zinsg\u00fcnstige Kredite und ggf. Teilschulderlasse aus Mitteln des Bundes. Bis Ende 2003 wurden hier\u00fcber Darlehen in H\u00f6he von 60 Mio. Euro zugesagt, der gr\u00f6\u00dfte Anteil sei auf Biogas- und Biomasseanlagen entfallen, so K\u00f6ln.<\/p>\n<p>\u00dcber <b>&#8220;G\u00fcteschutz bei solaren Kombinationsanlagen&#8221;<\/b> referierte Jan Kai Dobelmann von der <a href=\"http:\/\/www.dgs.de\/\" >Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Sonnenenergie e.V. (DGS)<\/a>, dem Kooperationspartner des C.A.R.M.E.N.-Symposiums. Mache ein Bauherr den Inhalt des RAL-G\u00fcteschutzes Solar bei der Beauftragung seiner Solarenergieanlage zum Vertragsbestandteil, schreibe er einklagbare Lieferbedingungen fest, so Dobelmann.<\/p>\n<p><b>Energetische Nutzung Nachwachsender Rohstoffe<\/b><\/p>\n<p>Ruedi B\u00fchler von Umwelt + Energie, Maschwanden\/Schweiz, pr\u00e4sentierte das <b>&#8220;Qualit\u00e4tsmanagement f\u00fcr Holzheizwerke&#8221;<\/b>. Im Zentrum dieses Systems stehen Planung, Bau und Betrieb von Holzheizungen zur Versorgung gr\u00f6\u00dferer W\u00e4rmeabnehmer.<\/p>\n<p>Dr. Heiko von Brunn von der <a href=\"http:\/\/www.agfw.de\/\" >Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr W\u00e4rme und Heizkraftwirtschaft<\/a>, Frankfurt, ging auf die <b>&#8220;Organisationssicherheit in Biomasseheiz(kraft)werken durch Betriebshandb\u00fccher&#8221;<\/b> ein. Handb\u00fccher mit Vorgaben \u00fcber die Ablauforganisation k\u00f6nnen einen st\u00f6rungsfreien Betriebsablauf gew\u00e4hrleisten und bei rechtlichen Anspr\u00fcchen zur Unterst\u00fctzung der Betreiber dienen.<\/p>\n<p>Sebastian Kilburg von <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >C.A.R.M.E.N.<\/a> stellte sein Projekt <b>&#8220;Vertikaler und horizontaler Betriebsvergleich f\u00fcr Biomasseheizwerke&#8221;<\/b> vor. Dieser Vergleich basiere auf der Auswertung j\u00e4hrlicher Betriebsberichte von gef\u00f6rderten Biomasseheizwerken in Bayern und beinhalte u.a. Kennwerte f\u00fcr die Volllaststunden des Biomassekessels, den Biomasseanteil an der j\u00e4hrlichen W\u00e4rmeproduktion und die W\u00e4rmegestehungskosten, so Kilburg.<\/p>\n<p>Wolfgang Kugler von der <a href=\"http:\/\/www.bayernlb.de\/\" >Bayerischen Landesbank<\/a>, M\u00fcnchen, hielt zun\u00e4chst das Referat <b>&#8220;Ablauf von Klimaschutzprojekten&#8221;<\/b> und vertrat anschlie\u00dfend den erkrankten Dr. Michael Lange von der Commodity Services GmbH in M\u00fcnchen, einer Tochter der Landesbank, mit dem Vortrag <b>&#8220;Beispiele f\u00fcr die Nutzung projektbasierter Mechanismen&#8221;<\/b>. Durch das Kyoto-Protokoll wurden v\u00f6lkerrechtlich verpflichtende Reduktionsziele f\u00fcr die Industriestaaten geschaffen. Das Ziel dieser Klimarahmenkonvention sei, die Treibhausgaskonzentration auf einem Niveau zu stabilisieren, welches eine gef\u00e4hrliche St\u00f6rung des Klimasystems ausschlie\u00dfe, erkl\u00e4rte Kugler. Das Kyoto-Protokoll sehe vor, dass die so genannten Signatarstaaten einen Teil ihrer Reduktionsverpflichtungen \u00fcber die Nutzung flexibler Instrumente erf\u00fcllen k\u00f6nnten. Da Treibhausgase eine globalsch\u00e4digende Wirkung h\u00e4tten, spiele es keine Rolle, wo Emissionen vermieden w\u00fcrden. Entscheidend sei, dass es zur angestrebten Reduzierung komme und den beteiligten Parteien die M\u00f6glichkeit zugestanden werde, die Emissionen zu den geringsten Kosten zu vermeiden.<\/p>\n<p><b>&#8220;Rechtliche Aspekte projektbasierter Mechanismen&#8221;<\/b> behandelte Uwe Erling von der Soziet\u00e4t N\u00f6rr Stiefenhofer Lutz aus M\u00fcnchen. Er erkl\u00e4rte die Voraussetzungen, unter denen CO<sub>2<\/sub>-Reduktionsgutschriften aus Klimaschutzprojekten im Ausland in das EU-Emissionshandelssystem eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen<\/b><\/p>\n<p>Im stofflichen Fachblock wurden <b>&#8220;Neueste Entwicklungen in der Europ\u00e4ischen Union&#8221;<\/b> von Dietrich Wittmeyer, ERRMA, Br\u00fcssel, vorgestellt. Die F\u00fclle der Bereiche, in denen bereits Nachwachsende Rohstoffe eingesetzt w\u00fcrden, erscheine beachtlich, erkl\u00e4rte Wittmeyer und benannte dazu Schmiermittel, Hydraulik\u00f6le, Tenside, Lacke und andere Produkte. Zwar sei ihre Menge im Vergleich zu eingesetzten Rohstoffen auf Erd\u00f6lbasis eher bescheiden, doch sie h\u00e4tten im Hinblick auf ihre technischen Funktionen internationale Wettbewerbsvorteile, da sie bei der im Kyoto-Protokoll geforderten Reduktion von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen helfen.<\/p>\n<p><b>&#8220;CO<sub>2<\/sub>-Minderung: Kommunale Ma\u00dfnahmen&#8221;<\/b> hie\u00df das Referat von Dr. Gerhard Urbainczyk von der Landeshauptstadt M\u00fcnchen. Die Stadt verfolge eine engagierte lokale Klimaschutzpolitik, die u.a. auf F\u00f6rderprogrammen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit basiere. Seit einigen Jahren w\u00fcrde auch ein regelm\u00e4\u00dfiges CO<sub>2<\/sub>-Monitoring zur Erfolgskontrolle durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>&#8220;CO<sub>2<\/sub>-Senken: Praxisbeispiel Stra\u00dfenbau&#8221;<\/b> pr\u00e4sentierte Dr. Johann Bleier von der \u00f6sterreichischen Firma <a href=\"http:\/\/www.vialit.at\/\" >Vialit Asphalt Ges.m.b.H.<\/a> RapsAsphalt sei ein Produkt, das hervorragend f\u00fcr die Oberfl\u00e4chenbehandlung von Stra\u00dfen geeignet sei, erkl\u00e4rte Bleier. Damit k\u00f6nne ein bedeutender Teil des erd\u00f6lbasierten Bitumens durch Raps\u00f6l ersetzt werden. Gleichzeitig diene RapsAsphalt als Senke f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>, da Asphalt \u00fcber viele Jahrhunderte nicht verrotte.<\/p>\n<p><b>&#8220;Innovative abbaubare Produkte auf Basis Nachwachsender Rohstoffe&#8221;<\/b> erl\u00e4uterte Dr. J\u00fcrgen Demeter von der <a href=\"http:\/\/www.basf.de\/\" >BASF<\/a>, Ludwigshafen. Biologisch abbaubare Werkstoffe auf Basis Nachwachsender Rohstoffe k\u00f6nnten einen signifikanten Beitrag zur Einsparung von fossilen Rohstoffen leisten. Sie f\u00e4nden in Bereichen Anwendung, wo ihre Abbaubarkeit besondere Vorteile mit sich bringe, z.B. bei kompostierbaren Mulchfolien, Blument\u00f6pfen oder Bio-Abfallbeuteln.<\/p>\n<p><b>&#8220;Hochleistungsschmierstoffe aus der Natur&#8221;<\/b> stellte Rolf Luther von der <a href=\"http:\/\/www.fuchs-oil.de\/\" >Fuchs Petrolub AG<\/a>, Mannheim, vor. Umweltvertr\u00e4gliche Schmierstoffe h\u00e4tten noch immer einen bescheidenen Marktanteil. Haupthemmnisse seien der h\u00f6here Preis im Vergleich zu Mineral\u00f6len und die ungen\u00fcgende Kenntnis \u00fcber diese Produkte. F\u00fcr Europa wurde eine Initiative gestartet, um ein einheitliches EU-Umweltzeichen f\u00fcr Schmierstoffe zu schaffen und neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Vortragsthema von Johannes G\u00f6tte von der G&#038;G Naturpark GmbH, Borgentreich-K\u00f6rbecke, war <b>&#8220;Porosierungsstoff aus Mais f\u00fcr Ziegel&#8221;<\/b>. G\u00f6tte pr\u00e4sentierte ein Projekt, das die D\u00e4mmf\u00e4higkeit von Ziegeln durch Zugabe von gesch\u00e4umtem Maisschrot erh\u00f6ht. Gew\u00f6hnlich werden der Tonmasse f\u00fcr Ziegel Polystyrolk\u00fcgelchen (Styropor) beigemischt, die w\u00e4hrend des Brennens verdampfen und Benzol freisetzen. Wird preisg\u00fcnstiges Maisschrot zu K\u00fcgelchen aufgesch\u00e4umt, kann es Styropor ersetzen, endliche Ressourcen schonen und Benzolemissionen vermeiden.<\/p>\n<p><b>Exkursionen am 6. Juli<\/b><\/p>\n<p>Am zweiten Symposiums-Tag standen Exkursionen auf dem Programm. Die Teilnehmer w\u00e4hlten zwischen der Besichtigung einer RapsAsphalt-beschichteten Stra\u00dfe und einer Rapsm\u00fchle, dem Biomasseheizwerk M\u00fcnsterschwarzach und der ORC-Technik der Heizzentrale Neckarsulm sowie der Solaranlage in der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Weinbau und Gartenbau, Veitsh\u00f6chheim, und der Besichtigung von 3-Liter-H\u00e4usern mit Solaranlage.<\/p>\n<p><b>Infos:<\/b> Der Tagungsband zum Symposium ist f\u00fcr 20,&#8211; Euro (zzgl. MwSt. und Versand) bei C.A.R.M.E.N. erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p><b>C.A.R.M.E.N. e.V.<\/b><br \/>Schulgasse 18<br \/>94315 Straubing,<br \/>Tel.: 09421-960-300<br \/>Fax: 09421-960-333<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:contact@carmen-ev.de\">contact@carmen-ev.de<\/a><br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.carmen-ev.de\/\" >www.carmen-ev.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am Montag, den 05. Juli tagte in W&uuml;rzburg auf der Festung Marienberg das 12. 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