{"id":7093,"date":"2004-05-12T00:00:00","date_gmt":"2004-05-11T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040512-01n"},"modified":"2004-05-12T00:00:00","modified_gmt":"2004-05-11T22:00:00","slug":"kein-biogas-leitfaden-auf-dem-tisch-doch-landwirte-zoegern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kein-biogas-leitfaden-auf-dem-tisch-doch-landwirte-zoegern\/","title":{"rendered":"Kein Biogas: Leitfaden auf dem Tisch, doch Landwirte z\u00f6gern"},"content":{"rendered":"<p><b>Seit 2002 erhalten der Landkreis S\u00e4chsische Schweiz und der Wei\u00dferitzkreis F\u00f6rdermittel vom Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz, Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft aus dem Programm &#8220;<a href=\"http:\/\/www.modellregionen.de\/\" >Regionen aktiv<\/a>&#8220;. Die SZ stellt einige Projekte vor. Hier: das regionale Entwicklungskonzept zur Nutzung biogener Roh- und Reststoffe. Dazu wurde ein Leitfaden erarbeitet, der jedoch zurzeit auf Eis liegt.<\/b><\/p>\n<p>In den Landwirtschaftsbetrieben der S\u00e4chsischen Schweiz und des Wei\u00dferitzkreises gibt es keine einzige Biogas-Anlage. Hans-Peter Gottfried von der <a href=\"http:\/\/www.eutec-ingenieure.de\/\" >Eutec-Ingenieure GbR<\/a> in Dresden und B\u00e4renstein will, dass sich das m\u00f6glichst bald \u00e4ndert. Denn f\u00fcr ihn liegen die Vorteile solcher Anlagen auf der Hand. <\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren: der bessere D\u00fcnger, der bei der Verg\u00e4rung von G\u00fclle, Mais- oder Grassilage entsteht, die Verringerung von Treibhausgasen und der Nitratauswaschung in B\u00f6den und Gew\u00e4ssern, weniger Ger\u00fcche, die Produktion von W\u00e4rme f\u00fcr Heizungen und Warmwasseranlagen, die Erzeugung gut verk\u00e4uflicher Elektroenergie und anderes mehr.<\/p>\n<p><b>Bisher zu wenig Interesse<\/b><\/p>\n<p>Gottfried sch\u00e4tzt ein, dass es in der S\u00e4chsischen Schweiz und im Wei\u00dferitzkreis viele M\u00f6glichkeiten zum Einsatz solcher Biogasanlagen gibt, doch bisher h\u00e4tten sich die Landwirte noch nicht so daf\u00fcr interessiert. Der Regionalbauernverband hat deshalb im Rahmen des F\u00f6rderprogramms &#8220;Regionen aktiv&#8221; bei den Eutec-Ingenieuren ein Entwicklungskonzept zur Nutzung biogener Roh- und Reststoffe in Auftrag gegeben. <\/p>\n<p>Daraus entstanden ist ein mit 19.500 Euro gef\u00f6rderter <b>&#8220;Leitfaden Biogas&#8221;<\/b>, der jetzt beim Bauernverband, den Landrats\u00e4mtern beider Kreise und dem Regionalmanagement von &#8220;Regionen aktiv&#8221; vorliegt. &#8220;Er soll den Landwirten nicht nur die Entscheidung f\u00fcr die Biogas-Technologie erleichtern, sondern zugleich auch eine Handlungsanleitung f\u00fcr sie sein&#8221;, erkl\u00e4rt Gottfried.<\/p>\n<p>So treffe der Leitfaden konkrete Aussagen \u00fcber die vorhandenen Biogas-Potenziale in beiden Landkreisen, erl\u00e4utere technologische und betriebswirtschaftliche L\u00f6sungen, nenne die besten Standorte f\u00fcr den Bau von Anlagen, verweise auf Absatzm\u00f6glichkeiten der erzeugten Elektro- und W\u00e4rmeenergie und informiere \u00fcber Finanzierungs- und F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Trotzdem konnte sich noch kein Landwirt dazu entschlie\u00dfen, in seinem Betrieb eine Biogas-Anlage aufzubauen. &#8220;Leider passiert da im Moment nichts&#8221;, sagt Klaus Dippmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Regionalbauernverbandes. Das liege jedoch nicht in der Ablehnung dieser Technologie oder des Leitfadens. &#8220;Die Politik ist gerade dabei, in der EU die St\u00fctzungsmechanismen f\u00fcr den Agrarsektor zu ver\u00e4ndern&#8221;, erkl\u00e4rt er. &#8220;Wir haben nichts gegen Reformen, aber sie m\u00fcssen mit Sicherheiten einher gehen. Unsere Landwirte brauchen verbindliche Aussagen \u00fcber den langfristigen Weiterbestand ihrer Betriebe, doch die fehlen zurzeit. Weil sie deshalb um ihre Existenz f\u00fcrchten, investieren sie nicht.&#8221;<\/p>\n<p><b>Rahmenbedingungen stimmen nicht<\/b><\/p>\n<p>Dippmann verweist darauf, dass eine Biogas-Anlage nicht unter einer Million Euro kostet. Je nachdem, wie solch ein Projekt gef\u00f6rdert und von den Banken begleitet wird, sei mit einem Abzahlungszeitraum von bis zu 20 Jahren zu rechnen. &#8220;Dabei wissen unsere Landwirte nicht mal, wie es in f\u00fcnf Jahren um ihren Betrieb stehen wird. Die Politik muss hier die richtigen Weichen stellen. Wenn sie es tut, werden wir auch Biogas-Anlagen in der S\u00e4chsischen Schweiz und im Wei\u00dferitzkreis bekommen&#8221;, sagt Dippmann.<\/p>\n<p>Eutec-Ingenieur Gottfried will derweil die Zeit nutzen, um das Projekt ausreichend publik zu machen. &#8220;Zu unserem recht umfangreichen Leitfaden haben wir ein kleines Heft erarbeitet, das allen Interessenten zur Verf\u00fcgung steht. Auch Poster und Flyer wurden bereits gedruckt. Anfang des Jahres hatten wir auch eine Informationsveranstaltung im Landwirtschaftsamt Pirna, und weitere werden in den Region folgen&#8221;, verspricht er.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen<\/b> bei der <br \/>Eutec-Ingenieure GbR, <br \/>Tel.: 0351-25 02 04-22 <br \/>Mail: <a href=\"mailto:Gottfried@eutec-ingenieure.de\">Gottfried@eutec-ingenieure.de<\/a> <br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.eutec-ingenieure.de\/\" >http:\/\/www.eutec-ingenieure.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Seit 2002 erhalten der Landkreis S&auml;chsische Schweiz und der Wei&szlig;eritzkreis F&ouml;rdermittel vom Bundesministerium f&uuml;r Verbraucherschutz, Ern&auml;hrung und Landwirtschaft aus dem Programm &#8220;Regionen aktiv&#8221;. 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