{"id":7061,"date":"2004-05-24T00:00:00","date_gmt":"2004-05-23T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040524-02n"},"modified":"2004-05-24T00:00:00","modified_gmt":"2004-05-23T22:00:00","slug":"anbau-von-torfmoos-zu-duengerzwecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/anbau-von-torfmoos-zu-duengerzwecken\/","title":{"rendered":"Anbau von Torfmoos zu D\u00fcngerzwecken"},"content":{"rendered":"<p>Ohne Moos nix los! Gartenbau, Landwirtschaft und Naturschutz sollen k\u00fcnftig vom Anbau von Torfmoosen profitieren. Mit Unterst\u00fctzung der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/a> untersucht das <a href=\"http:\/\/www.uni-greifswald.de\/~botanik\/\" >Botanische Institut der Uni Greifswald<\/a> jetzt Alternativen zum Abbau nur begrenzt vorhandener Torfe. Ziel ist es, den Rohstoff systematisch anzubauen und zu ernten.<\/p>\n<p>Nicht nur im Erwerbsgartenbau, auch bei Kleing\u00e4rtnern erfreut sich Torf als Substrat f\u00fcr Spezialkulturen gr\u00f6\u00dfter Beliebtheit. Dabei handelt es sich in der Regel um Wei\u00dftorf, schwach zersetzte Sphagnummoose, die die oberste Schicht von Hochmooren ausmachen. Zwar gibt es auch in Deutschland noch aktive Hochmoore, sie sind jedoch mittlerweile so selten, dass nur an wenigen Standorten Torfabbau betrieben werden kann. Die Torfgewinnung verlagert sich daher in immer gr\u00f6\u00dferem Umfang auf die baltischen Staaten und nach Skandinavien.<\/p>\n<p>Um die \u00f6kologisch h\u00f6chst sensiblen Hochmoore rechtzeitig zu sch\u00fctzen, wird schon seit einiger Zeit gepr\u00fcft, ob der landwirtschaftliche Anbau von Moosen eine Alternative zum klassischen Torfabbau sein k\u00f6nnte. In Kooperation mit dem Bodentechnologischen Institut Bremen des <a href=\"http:\/\/www.nlfb.de\/\" >Nieders\u00e4chsischen Landesamtes f\u00fcr Bodenforschung<\/a> hat das Botanische Institut der Uni Greifswald bereits erste Erkenntnisse gewonnen. Mit Unterst\u00fctzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) sollen die Ergebnisse einer Literaturstudie jetzt in die Praxis umgesetzt werden. <\/p>\n<p>In Blument\u00f6pfen werden verschiedene Torfmoosarten nicht nur auf ihre Anbaueignung \u00fcberpr\u00fcft. Den Wissenschaftlern geht es auch darum, herauszubekommen, bei welchem D\u00fcnger und welcher Wassermenge die Moose am besten wachsen. Auch erste Feldversuche sind im Rahmen des Vorhabens geplant. Ziel ist es, nach m\u00f6glichst kurzer Zeit einen Rohstoff zu ernten, der im Gartenbau \u00e4hnliche Wirkungen zeigt, wie der bislang eingesetzte Naturtorf und der Torfersatzstoffen deutlich \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p>Vom Anbau profitieren sollen vor allem Bauern in Niedersachsen, dort wo die Fehnkultur, die landwirtschaftliche Nutzung von Mooren, lange Tradition hat. War dort auf ehemaligen Hoch- und Niedermoorstandorten bislang sinnvoll nur noch Gr\u00fcnlandwirtschaft m\u00f6glich, k\u00f6nnte der Torfmoosanbau zu einer Alternative werden. Von Vorteil w\u00e4re nicht nur die Nutzbarkeit noch vorhandener Torfabbaumaschinen. <\/p>\n<p>Nach ersten Berechnungen der Greifswalder lie\u00dfe sich mit der neuen Anbaufrucht tats\u00e4chlich Geld machen. Ein positiver Effekt w\u00e4re dann auch f\u00fcr den Naturschutz gegeben, denn Fl\u00e4chen zur Torfmoos-Kultivierung sind ebenso wie Hochmoore Habitate mit besonderer Artenvielfalt. Und mit Moos w\u00e4re dann im Saterland, wo die ersten Anbauversuche stattfinden sollen, auch wieder was los.<\/p>\n<p><b>Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)<\/b><br \/>V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Sch\u00fctte<br \/>Hofplatz 1 <br \/>18276 G\u00fclzow <br \/>Tel.: 03843-69 30-0  <br \/>Fax: 03843-69 30-102 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@fnr.de\">info@fnr.de<\/a> <br \/>Internet: <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >http:\/\/www.fnr.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/finnland-nachwachsende-biomasse-deckt-ein-viertel-des-energiebedarfs\/\" >2002-06-23<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/torffasern-ein-alter-rohstoff-auf-neuen-wegen\/\" >2002-03-02<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne Moos nix los! Gartenbau, Landwirtschaft und Naturschutz sollen k&uuml;nftig vom Anbau von Torfmoosen profitieren. Mit Unterst&uuml;tzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. 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