{"id":7034,"date":"2004-06-01T00:00:00","date_gmt":"2004-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20040601-08n"},"modified":"2004-06-01T00:00:00","modified_gmt":"2004-05-31T22:00:00","slug":"sonnleitner-fairer-handel-statt-freihandel-hilft-allen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/sonnleitner-fairer-handel-statt-freihandel-hilft-allen\/","title":{"rendered":"Sonnleitner: Fairer Handel statt Freihandel hilft allen"},"content":{"rendered":"<p>Zum heutigen Weltbauerntag der Vereinten Nationen rief der <a href=\"http:\/\/www.bauernverband.de\/\" >Deutsche Bauernverband (DBV)<\/a> dazu auf, die Landwirtschaft und die sie tragenden Bauernfamilien weltweit zu st\u00e4rken. Die Leistungen der Bauern reichten von der Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln und der Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe bis hin zur Produktion erneuerbarer Energien und dem Aufbau und nachhaltigen Erhalt von Kulturlandschaften und Naturschutz. <\/p>\n<p>Die Leistungsf\u00e4higkeit einer von b\u00e4uerlichen Familien getragenen Landwirtschaft komme trotz unterschiedlicher klimatischer, wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen nur dann voll zum Tragen, wenn ein Wirtschaften auf Eigentum und in Frieden und unternehmerischer Freiheit ohne ideologisches oder handelspolitisches Diktat gew\u00e4hrleistet werde.<\/p>\n<p>&#8220;Landwirtschaft in einer globalen Welt ist f\u00fcr die Verbraucher und die jeweilige Volkswirtschaft nur dann ein Gewinn, wenn die Agrarm\u00e4rkte von einem fairen Handel bestimmt sind&#8221;, erkl\u00e4rte DBV-Pr\u00e4sident Gerd Sonnleitner. Trotz einer zunehmenden Liberalisierung des Handels m\u00fcsse erlaubt sein, dass regionale Besonderheiten und Verbraucherw\u00fcnsche bei der Nahrungsmittelproduktion und der Kulturlandschaftspflege erhalten blieben, ohne dass dies Verst\u00f6\u00dfe gegen die Regeln der WTO darstellten. <\/p>\n<p>Auf den Agrarm\u00e4rkten, wo total freier Handel herrsche &#8211; wie auf dem Kaffee-, Kakao- oder Bananenmarkt &#8211; w\u00fcrden Bauern als Landlose leben und die Armut mit gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung teilen. Es d\u00fcrfte nicht wenigen multinationalen Unternehmen die Kontrolle \u00fcber die wichtigen Agrarm\u00e4rkte \u00fcberlassen werden. Von den 800 Millionen Hungernden auf der Welt seien \u00fcber 80 Prozent Bauern, was verdeutliche, dass die politischen und gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse in den jeweiligen L\u00e4ndern nicht stimmten. <\/p>\n<p>&#8220;Fair trade&#8221; sollte deshalb zur Maxime bei den laufenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) und der Mercosur-Staaten werden, forderte Sonnleitner. Weltweit biete die Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft nach wie vor den meisten Menschen Arbeitsplatz und Einkommen. Allein am Industrie- und Dienstleistungsstandort Deutschland seien 11 Prozent aller Erwerbst\u00e4tigen in dieser mittelst\u00e4ndischen Wirtschaftsbranche t\u00e4tig. <\/p>\n<p>Auch in den entwickelten L\u00e4ndern k\u00e4mpften die Bauern um den Anschluss an das Einkommensniveau ihrer Gesellschaft und um ein Auskommen f\u00fcr ihre Familien. Starker Preisdruck bei ihren Produkten, versch\u00e4rft durch global operierende Handelsketten und hohe aufw\u00e4ndige Anforderungen bei Umwelt- und Tierschutz sowie der Lebensmittelsicherheit beschleunigten den Strukturwandel, betonte Sonnleitner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum heutigen Weltbauerntag der Vereinten Nationen rief der Deutsche Bauernverband (DBV) dazu auf, die Landwirtschaft und die sie tragenden Bauernfamilien weltweit zu st&auml;rken. 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